Seltsames „Gutachten“: Interview mit Claus Fritzsche zum Evidence Check 2: Homeopathy. Britisches Unterhaus will Homöopathie verbieten.

Von Claus Fritzsche | 3.März 2010

Der Ausschuss für Wissenschaft und Technologie des britischen Unterhauses kommt in einem „Gutachten“ zu dem Schluss, dass homöopathische Arzneimittel nicht wirksam seien, nicht mehr zugelassen und auch nicht mehr erforscht werden sollten. Das Evidence Check 2: Homeopathy genannte 275 Seiten lange Dokument lässt eine Reihe wichtiger Fragen unbeantwortet: Von wem stammt die wissenschaftliche Expertise, welche zu den abschließenden Bewertungen und Gewichtungen führte? Warum wurden bestimmte Argumente einer zuvor durchgeführten öffentlichen Anhörung übernommen und andere kommentarlos ignoriert? Wurde das „Gutachten“ unter Beachtung international üblicher wissenschaftlicher Standards erstellt?


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H.Blog im Gespräch: Vorsicht Wikipedia + Erfolg der Pharmalobby im britischen Unterhaus (Homöopathie)

Von Claus Fritzsche | 28.Februar 2010

Zu den kleinen Freuden meines Blogger-Lebens gehört neben dem Filetieren von „Skeptikern“ (aktuell: Marcus Anhäuser) auch die Rezeption durch Dritte. Erfolgreiches Bloggen heißt für mich nicht, viel zitiert und verlinkt zu werden. Freude kommt bei mir dann auf, wenn meine Kommentare und Berichte dazu beitragen, dass Leserinnen und Leser - natürlich auch gerne Meinungsmultiplikatoren - sich ihre eigene (differenzierte) Meinung zu den Themen dieses Blogs bilden. Erfolge dieser Art spielen sich eher im Stillen und „hinter den Kulissen“ ab. Die Bilanz kann sich jedoch sehen lassen. Etwas klappern in eigener Sache darf jedoch auch sein - insbesondere dann, wenn die Themen für ein breites Publikum interessant sein können.


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Gefährliche Schleichwerbung: Marcus Anhäuser, SPIEGEL ONLINE und Esowatch

Von Claus Fritzsche | 26.Februar 2010

So etwas kommt bei SPIEGEL ONLINE sicherlich nicht alle Tage vor. Ein externer (freier) Journalist liefert eine Arbeit ab, die versteckt für ein Internetportal wirbt, dessen Herausgebern der Autor nahesteht. Aus journalistischer Sicht macht die Nennung der Webseite überhaupt keinen Sinn - ist gewissermaßen konstruiert. Und zum guten Schluss arbeiten die Herausgeber und Autoren der versteckt beworbenen Webseite auch noch im Grenzbereich zur Internet-Kriminalität. So bewerte zumindest ich persönlich den 2009 von Marcus Anhäuser verfassten und von SPIEGEL ONLINE publizierten Artikel “Wenn Patienten ihre Galle selber spülen”. Aus meiner Sicht handelt es sich hier um einen schwerwiegenden Verstoß gegen Ziffer 1, 6 und 7 des Pressekodex und einen Vertrauensmissbrauch gegenüber der Spiegel-Online-Redaktion.


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Hilfe, ein „Plazeboalarm“ von Marcus Anhäuser! Über fremde Splitter und den riesigen Balken im eigenen Auge.

Von Claus Fritzsche | 12.Februar 2010

Ein herzliches Dankeschön an Marcus Anhäuser, Autor des Blogs Plazeboalarm innerhalb des zu Hubert Burda Media gehörenden Portals ScienceBlogs. In einem Beitrag vom 08.02.2010 hat mich der Wissenschaftsjournalist (www.redaktion-wissen.de) mit voller Berechtigung für meine Überschrift „Homöopathie: 58% der Abgeordneten des Deutschen Bundestags haben positive Erfahrungen mit einer homöopathischen Behandlung“ kritisiert. Obwohl ich mich über das gute Funktionieren „gegenseitiger Kontrolle“ unter Bloggern freue, empfinde ich den Beitrag von Marcus Anhäuser ingesamt jedoch als ÜBERDEHNT. Er entwertet seine im Kern berechtigte Kritik durch starke Übertreibung und Inszenierung eines Sturms im Wasserglas. Und er motiviert mich, demnächst einmal seinen seltsamen SPIEGEL-Artikel „Wenn Patienten ihre Galle selber spülen“ zu rezensieren. Seine Esowatch.com betreffenden Darstellungen im unteren Teil des Artikels stufe ich als schwerwiegenden Verstoß gegen Ziffer 1, 6 und 7 des Pressekodex des Deutschen Presserats ein.


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Kopfpauschale? Video der Kampagne gegen die Entsolidarisierung im Gesundheitswesen

Von Claus Fritzsche | 4.Februar 2010

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Homöopathie und UK-Pharmalobbyismus. DZVhÄ-Chef Curt Kösters: „Hut ab vor der Kampagnenfähigkeit dieser Leute!“

Von Claus Fritzsche | 31.Januar 2010

Insidern ist es schon seit Jahren bekannt. Inzwischen pfeifen es die Spatzen von den Dächern. Kreise innerhalb der britischen Pharmaindustrie sind in großer Sorge um ihre geschäftlichen Perspektiven. Bedrohlich ist für sie die immer professioneller werdende hochschulnahe CAM-Forschung. Als Folge der Arbeit von Organisationen wie z. B. The International Society for Complementary Medicine Research oder von Initiativen wie CAMbrella erhalten immer mehr komplementärmedizinische Therapieverfahren das Zertifikat „gemäß den Kriterien der evidenzbasierten Medizin wirksam“. Schlecht für das Geschäft, denken sich britische Pharmalobbyisten. Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) nennt in seinen aktuellen Homöopathischen Nachrichten erstmals Ross und Reiter (Sense About Science, Edzard Ernst, Merseyside Skeptics Society) und attestiert der unheiligen Allianz aus britischer Pharmaindustrie und britischer „Skeptiker“-Bewegung: „Hut ab vor der Kampagnenfähigkeit dieser Leute!“

Foto: Curt Kösters, 1. Vorsitzender des DZVhÄ
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Dr. Simone Meller: „Pilzsuche im psycho-spirituellen (Esoterik-) Wald“

Von Claus Fritzsche | 22.Januar 2010

„Ich bin ein freier Geist, der gerne querdenkt und verbindet. In meiner Person fließen Wissenschaft und Spiritualität zusammen. Ich gehöre keiner Religion an, toleriere jedoch die verschiedenen Traditionen und gehe bei Dogmen sowie missionarischen Absichten auf Abstand.“ Diese Worte stammen von Dr. Simone Meller, Psychologin aus Hamburg und Autorin des Fachbuchs „Salutogenese durch Selbstverwirklichung“. Simone Meller hat soeben einen lesenswerten und wohlwollend differenzierten Blogbeitrag über die „Pilzsuche im psycho-spirituellen (Esoterik-)Wald“ verfasst, den ich an dieser Stelle gerne einmal vorstelle:


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Schweinegrippe-Impfung: DZVhÄ-Interview mit Dr. Steffen Rabe, Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V.

Von Claus Fritzsche | 22.Januar 2010

Seit 1972 gilt die organisatorisch dem Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin zugeordnete Ständige Impfkommission (STIKO) innerhalb der deutschen Ärzteschaft als Vertrauensinstanz. Seit 2009 ist das öffentliche Vertrauen in die Fachkompetenz und Unabhängigkeit der STIKO-Mitglieder schwer beschädigt. Was zuvor nur in Expertenkreisen ein Thema war (→ 1, 2, 3, 4) hat sich inzwischen weit herumgesprochen. Impfempfehlungen der STIKO sollten sehr kritisch hinterfragt werden, da nicht immer klar ist, ob finanzielle und wissenschaftsideologische Motive sicher ausgeschlossen werden können (5, 6). Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) hat die seltsame Kakofonie in Sachen H1N1 („Für die meisten harmlos, für wenige lukrativ.“) in einem Sonderthema Schweinegrippe nochmals ausführlich aufgearbeitet. Ein Interview mit Wolfgang Becker-Brüser, Herausgeber des arznei-telegramms, wurde soeben im Neuraltherapie.Blog veröffentlicht. Lesen Sie hier im H.Blog das DZVhÄ-Interview mit dem Impfexperten Dr. Steffen Rabe von Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V.

„Alle bisherigen Daten zeigen: das H1N1-Virus ist die harmloseste Form der Influenza, die wir seit Jahrzehnten erlebt haben“

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Es begann in Bosnien-Herzegowina: Homöopathen ohne Grenzen e.V. leistet medizinische und humanitäre Hilfe in Krisen- und Kriegsgebieten.

Von Claus Fritzsche | 17.Januar 2010

1996 startete das Homöopathie-Forum in  Mostar ein Pilot-Projekt mit dem Ziel, den traumatisierten Menschen in Bosnien-Herzegowina zu helfen,  die Schrecken und Verletzungen des Krieges zu verarbeiten. Um das Hilftsprojekt so effektiv und solide wie möglich zu gestalten, knüpften die ehrenamtlichen Helfer Kontakte zu verschiedenen internationalen Sektionen der Homöopathen ohne Grenzen. 25 erfahrene Homöopathen wechselten sich vier Jahre lang ab, um traumatisierte Opfer des Krieges tagtäglich kostenlos zu versorgen. Das „Mostar-Projekt” wurde 1999 von der Robert Bosch Stiftung ausgezeichnet. Es war Auslöser zur Gründung der Homöopathen ohne Grenzen e.V., Sektion Deutschland. Die Fachjournalistin Annette Kerckhoff hat Homöopathen ohne Grenzen e. V. 2007 in der Zeitschrift NATUR UND MEDIZIN vorgestellt:


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Coup: Prof. Dr. Dr. Harald Walach übernimmt Professur an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Von Claus Fritzsche | 12.Januar 2010

Die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) hat einen echten Coup gelandet. Prof. Harald Walach wurde im Dezember 2009 zum Professor für Forschungsmethodik komplementärer Medizin und Heilkunde ernannt. Walach ist eine bedeutende Forscherpersönlichkeit auf dem Gebiet der Alternativ- und Komplementärmedizin. Er war bis vor kurzem Präsident der von ihm mitgegründeten International Society for Complementary Medicine Research (ISCMR). Als Chefredakteur des Journals Forschende Komplementärmedizin sowie Direktor des Samueli-Instituts stößt er regelmäßig forschungsmethodische Diskussionen an. Unter Kollegen gilt Walach als „Methodik-Papst“. Prof. Harald Walach ist wesentlich an der Neubewertung sog. unspezifischer Therapieeffekte beteiligt (siehe auch: Das Wirksamkeitsparadox in der Komplementärmedizin) und hat die Homöopathie-Forschung mit einem neuen Forschungsdesign sowie einem quantenphysikalischen Erklärungsansatz erweitert.

„We can thank this person for giving us new perspectives“ …

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