« Gebärmutterhalskrebs und die Pharmalobby | Home | ZDF, Joachim Bublath und die Besonderheiten des deutschen Presserechts »

Todesfälle durch Gardasil®? Wie sicher ist die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs?

Von Claus Fritzsche | 27.Januar 2008

In zwei Beiträgen dieses Weblogs ging es bisher schon um die schwerwiegende Kritik am Impfstoff gegen humane Papillomviren (HPV) GARDASIL sowie die hinterfragungswüdige Form seiner Vermarktung: »Gebärmutterhalskrebs: Massive Kritik an Impfstoff Gardasil® (Sanofi Pasteur MSD)« und »Gebärmutterhalskrebs und die Pharmalobby«. Nachfolgend externe Links mit weiteren Informationen zum Thema:

x

NEU: Ärzte Zeitung:

»Gardasil®-Charge in Spanien zur Vorsicht ausgesetzt - Das spanische Gesundheitsministerium hat zu Wochenbeginn als Vorsichtsmaßnahme den Gebrauch einer Charge des HPV-Impfstoffs Gardasil® ausgesetzt. Grund dafür sind Meldungen zweier Verdachtsfälle unerwünschter Arzneimittelwirkungen. Impfstoffdosen aus der besagten Charge werden in Deutschland nicht vertrieben. Im Rahmen einer Impfaktion sind in einer Schule in Valencia nach Verabreichung des Impfstoffs bei zwei Mädchen Krampfanfälle beobachtet worden, wie das Unternehmen Sanofi Pasteur MSD mitteilt. Der Gebrauch der Charge sei für die Dauer der laufenden Untersuchungen ausgesetzt, die Impfdosen der betreffenden Charge seien jedoch nicht vom Markt genommen worden.« Link zum vollständigen Beitrag …

x

dkfz.de:

»Vorsorgeprogramme zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs sind bei jungen Frauen womöglich weniger sinnvoll als bisher angenommen. Das zeigt eine Untersuchung, die Wissenschaftler vom Cancer Research UK Centre for Epidemiology, Mathematics and Statistics durchgeführt haben. Die Forscher schätzten die Häufigkeit von Gebärmutterhalskrebs bei 20- bis 29-jährigen Frauen für den Fall, dass diese Frauen nicht an den Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen. Dazu zogen sie alle registrierten Fälle von Frauen aus England und Schottland heran, bei denen in den vergangenen 20-30 Jahren eine Wucherung im Gebärmutterhals registriert wurde. Aufgrund ihrer Ergebnisse vermuten die Forscher, dass sich die Wucherungen bei Frauen bis zu 25 Jahren deutlich seltener zu einem invasiven Krebs entwickeln als allgemein angenommen. Wahrscheinlich, so die Wissenschaftler, bilden sich die Wucherungen in diesem Alter häufig wieder zurück. Der Befund wirft die Frage auf, ob bei jungen Frauen das Aufwand-Nutzen-Verhältnis der entsprechenden Früherkennungsprogramme gerechtfertigt ist.« Link zum vollständigen Beitrag …

x

arznei-telegramm:

»TODESFÄLLE IN VERBINDUNG MIT HPV-IMPFSTOFF GARDASIL - KRITIK »ENTKRÄFTET«? Nachdem der seit gut einem Jahr erhältliche Impfstoff gegen humane Papillomviren (HPV) GARDASIL zunächst als »erste Impfung gegen Krebs« gefeiert wurde (a-t 2006; 37: 117-9), kamen in den vergangenen Wochen Bedenken auf, als bekannt wurde, dass in Europa zwei gesunde junge Frauen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung verstorben sind: Eine 17-jährige Deutsche starb im Juni 2007 einen Tag nach der zweiten Dosis der Vakzine, eine 19-jährige Österreicherin drei Wochen nach erstmaliger Impfung. Bei beiden bleibt die Todesursache auch nach Obduktion unklar, so das Fazit der europäischen Arzneimittelbehörde (1). Ein Zusammenhang mit der HPV-Impfung kann also weder nachgewiesen noch ausgeschlossen werden. Statt dies aber auch deutlich auszudrücken, führt die für Impfstoffe zuständige deutsche Behörde, das Paul-Ehrlich-Institut (PEI), die Öffentlichkeit in die Irre: Unklare plötzliche Todesfälle wie der der jungen Deutschen seien sehr seltene Ereignisse, die in jedem Lebensalter auftreten könnten (2). …« Link zum vollständigen Beitrag …

x

Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:

»Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Harald Terpe, Birgitt Bender, Elisabeth Scharfenberg, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN – Drucksache 16/8990 – Patientensicherheit in Deutschland bei Impfungen gegen HPV-Infektionen - Vorbemerkung der Fragesteller:
Ende 2006 wurde ein Impfstoff gegen vier Subtypen des Humanen Papilloma-Virus (HPV), die für die Mehrheit der Gebärmutterhalskrebserkrankungen verantwortlich gemacht werden, in Deutschland zugelassen. Zu diesem Zeitpunkt waren die beiden Hauptstudien zur Wirksamkeit des Impfstoffes noch nicht abgeschlossen. Im Sommer 2007 folgte die Zulassung eines zweiten Impfstoffes. Bereits im Frühjahr 2007 – wenige Monate nach Zulassung des ersten Impfstoffes – sprach die Ständige Impfkommission eine Empfehlung zur generellen Impfung von Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren aus. Im Sommer verstarb in Deutschland ein 17-jähriges Mädchen völlig unerwartet, nachdem sie eine solche Impfung erhalten hatte. Im Oktober 2007 wurde ein ähnlicher Fall aus Österreich berichtet. Die Ursachen für beide Todesfälle konnten bis heute nicht aufgeklärt werden.« Link zum vollständigen Beitrag …

x

Deutschlandfunk:

»Wie viel Vorsicht braucht das Land? Kritischer Blick auf den Umgang mit Gebärmutterhalskrebs - Von Eva Schindele - In keinem anderen EU-Land gehen Frauen häufiger zur gynäkologischen Vorsorge als in Deutschland. Trotzdem sterben hier nicht weniger Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Übertreibt es Deutschland mit der Vorsorge? Egal, könnte man antworten, das Screening schadet ja nicht. Doch genau daran gibt es Zweifel. Wie sieht es also aus, das richtige Maß an Vorsorge? Und welchen Beitrag kann die im letzten Jahr eingeführte HPV-Impfung da noch leisten?« Link zum vollständigen Beitrag …

x

Arzneimittelkommission (AkdÄ):

Foto: Prof. Dr. med. Wolf-Dieter Ludwig, Vorsitzender der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ)


»Gardasil® ist ein Impfstoff zur Prävention von Vorstufen maligner Läsionen im Genitalbereich, Zervixkarzinomen und äußeren Genitalwarzen. Gardasil® enthält virusähnliche Partikel (virus-like particles, VLP) der onkogenen Subtypen 16 und 18 des humanen Papillomavirus (HPV) sowie der Subtypen 6 und 11, die für etwa 90 % der Genitalwarzen (Condylomata acuminata) verantwortlich sind. Der AkdÄ wurde der Fall einer 18-jährigen Frau gemeldet, die acht Wochen nach der zweiten Injektion von Gardasil® mit einer akuten Parese des rechten Arms sowie einer latenten Parese des rechten Beins stationär aufgenommen wurde.« Link zum vollständigen Beitrag …

Nachtrag vom 28.11.2008:Die Universität Bielefeld berichtet in einer Pressemeldung vom 26.11.2008, dass die Wirksamkeit der heftig beworbenen Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV-Impfung) nach Aussagen von dreizehn Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern führender deutscher Forschungseinrichtungen nicht angemessen geprüft worden ist.

H.Blog: Gardasil: 13 Wissenschaftler fordern Neubewertung der Empfehlung für die HPV-Impfung

x

ZDF - Frontal21:

Link zur ZDF-Videothek: Video der Sendung über HPV-Impfung und Gardasil

Link zur Frontal21-Webseite: »Teuer und umstritten - Kritik an der HPV-Impfung«

x

die tageszeitung:

»Korruptionsverdacht bei Medizin-Auszeichnung - Nobelpreis steigert Umsatz - Die Staatsanwaltschaft untersucht Verbindungen zwischen einem Pharmakonzern und dem Nobelpreiskomitee. Astra Zeneca sponsert die Nobelstiftung und profitiert vom diesjährigen Preis. STOCKHOLM taz Wenige Stunden vor Verleihung der diesjährigen Nobelpreise am Mittwoch in Stockholm bekam die Nobel-Medaille neue Kratzer. Christer van der Kwast, Oberstaatsanwalt bei der schwedischen Spezialeinheit zur Korruptionsbekämpfung, gab bekannt, dass seine Behörde eine Prüfung eingeleitet habe, ob es Grund für die Eröffnung eines Ermittlungsverfahrens unter anderem  wegen Bestechung im Zusammenhang mit dem diesjährigen Medizinnobelpreis gibt. Nur wenige Tage vorher war die Nobelstiftung wegen eines umstrittenen Sponsorabkommens mit dem US-Waffenproduzenten Honeywell ins Zwielicht geraten.« Link zum vollständigen Beitrag …

x

biotechnologie.de:

Nachtrag vom 12.12.2008: Eine sachliche, differenzierte und unaufgeregte Darstellung der kontroversen HPV-Diskussion findet sich auf der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Webseite biotechnologie.de (→ Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs in der Diskussion).

x

x

Gefährliche Nebenwirkungen und kreatives Pharmamarketing
Die folgenden Links ergänzen diese Beiträge durch weitere interessante Details. Sie finden hier eine (nicht unbedingt für die breite Öffentlichkeit bestimmte) Liste von Komplikations-Meldungen des Paul-Ehrlich-Instituts, einen brisanten, auf gefährliche Nebenwirkungen hinweisenden Artikel des British Medical Journal sowie Hinweise über unlautere Gardasil-Werbung. Darunter eine Abmahnung der britischen Aufsichtsbehörde Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) sowie Indizien für dreisten Pharmalobbyismus in Texas. Hier versuchte der republikanische Gouverneur Rick Perry, Gardasil per staatlich angeordneter Zwangs-Impfung durchzusetzen. O-Ton MSNBC: »…The governor also received $6,000 from Merck’s political action committee during his re-election campaign…«. Vor dem Hintergrund vieler wertvoller pharmazeutischer Präparate sowie einer ausreichend großen Gruppe verantwortungsbewusster Unternehmen ist alles dies kein Grund, in Anti-Pharmahysterie auszubrechen. Speziell die Vermarkter von Impfprodukten sind jedoch eine Klasse für sich, denen eine aufmerksame und kritische Öffentlichkeit nicht schaden kann.

x

Die folgenden Links verweisen auf externe Webseiten. Für die Richtigkeit der Angaben übernimmt H.Blog keine Gewähr. Es gilt der Haftungsausschluss gemäß Impressum.

x

Paul-Ehrlich-Institut: Komplikations-Meldungen zu Gardasil (Stand: 31.08.2007)

BMJ: Questions have emerged in the United States and Australia about the effectiveness and possibly dangerous side effects of Gardasil, Merck’s newly licensed vaccine for human papillomavirus.

The Medicines and Healthcare products Regulatory Agency (MHRA) - Beanstandungen von irreführender Werbung

MSNBC: Lobbyismus für Gardasil in Texas

Europnews: »Impfstoff gegen Gebärmutterhals-Krebs offenbar hochgefährlich«

Home

Themen: Claus Fritzsche |

8 Kommentare to “Todesfälle durch Gardasil®? Wie sicher ist die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs?”

  1. Heel und Pharma-Marketing in der Homöapthie | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    11th.August 2008 um 11:42 am

    [...] klein wenig den Beigeschmack von Brechstangen-Marketing, welches im Zeitalter von Web 2.0 - siehe Gardasil - für die werbenden Unternehmen zum Bumerang werden [...]

  2. DZVhÄ kritisiert Empfehlungen der Sächsischen Impfkommission (SIKO) | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    17th.September 2008 um 4:25 pm

    [...] H.Blog: Todesfälle durch Gardasil®? Wie sicher ist die Impfung gegen Gebährmutterhalskrebs? [...]

  3. Premiul Nobel nemeritat « † Apologeticum schreibt:
    3rd.Dezember 2008 um 1:55 pm

    [...] (http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=112, Deutschlandfunk: ZDF - Frontal21, “Wie viel Vorsicht braucht das Land? Kritischer Blick auf den Umgang mit Gebärmutterhalskrebs “.) [...]

  4. Gardasil: 13 Wissenschaftler fordern Neubewertung der Empfehlung für die HPV-Impfung | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    5th.Dezember 2008 um 5:15 pm

    [...] H.Blog: Todesfälle durch Gardasil®? Wie sicher ist die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs? [...]

  5. Gebärmutterhalskrebs: Massive Kritik an Impfstoff Gardasil® (Sanofi Pasteur MSD) | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    9th.Dezember 2008 um 4:09 pm

    [...] H.Blog: Todesfälle durch Gardasil®? Wie sicher ist die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs? [...]

  6. 2008: Die H.Blog Top 15 - Homöopathie, Komplementärmedizin, Integrative Medizin und Wissenschaft | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    10th.Januar 2009 um 1:29 pm

    [...] Todesfälle durch Gardasil®? Wie sicher ist die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs? [...]

  7. Seriöse Impf-Informationen: Ärzte für individuelle Impfentscheidung e.V. | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    25th.September 2009 um 3:13 pm

    [...] H.Blog: Todesfälle durch Gardasil®? Wie sicher ist die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs? [...]

  8. Campania de vaccinare se bazează pe o mare înÅŸelăciune – Presa Ortodoxă schreibt:
    28th.November 2009 um 11:55 am

    [...] (http://www.psychophysik.com/h-blog/?p=112, Deutschlandfunk: ZDF – Frontal21, “Wie viel Vorsicht braucht das Land? Kritischer Blick auf den Umgang mit Gebärmutterhalskrebs “.) [...]

Kommentare