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Prof. Edzard Ernst: Agent provocateur der komplementärmedizinischen Forschung?

Von Claus Fritzsche | 6.Januar 2007

»Ich leite den weltweit einzigen Lehrstuhl für die Erforschung der Komplementärmedizin und untersuche die Homöopathie nach wissenschaftlichen Kriterien.« Prof. Edzard Ernst wird nicht müde, diesen Satz bei Interviews und Medienauftritten schon fast gebetsmühlenartig herunterzuleiern. Für Laien entsteht so leicht der Eindruck, Ernst wäre die Personifizierung der CAM-Forschung und außer ihm gäbe es da »fast nichts«. Und vielleicht ist genau dieser Eindruck auch erwünscht und bewusst angestrebt. Ernst, das Alpha-Tier der CAM-Forschung (CAM: Complementary and Alternative Medicine), der nicht anders kann, als bei jeder sich bietenden Gelegenheit seine Duftmarke zu versprühen?

Wirft man hingegen einen Blick hinter die Kulissen jener Forscherszene, welche sich rund um Organisationen wie z.B. die International Society for Complementary Medicine Research (ISCMR) tummelt oder die in Fachzeitschriften wie z. B. Forschende Komplementärmedizin, Homeopathy, Complementary Therapies in Medicine oder Natural Standard (Nachtrag: European Journal of Integrative Medicine) publiziert, so relativiert sich die Bedeutung von Ernst drastisch. Er ist hier einer von vielen, speziell auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Erforschung der Homöopathie eher eine Randnotiz. Es lohnt sich ein kurzer Blick auf die 48 weiteren Experten des Editorial Boards der renommierten Fachzeitschrift Forschende Komplementärmedizin oder in das Buch »Homöopathie in der Krankenversorgung«, welches den State of the Art der Homöopathie-Forschung zusammenfasst.

Politische Macht- und Ränkespielchen

Nun spricht grundsätzlich nichts dagegen, wenn in der eher medienscheuen CAM-Forscherszene ein schillernder Vertreter existiert, der sich selbst gerne in Szene setzt. Warum auch nicht, wenn doch seine wissenschaftliche Arbeit überzeugt. Verschiedene Vorkommnisse der jüngsten Vergangenheit geben allerdings Anlasse dazu, Aussagen von Prof. Edzard Ernst mit einer gesunden Portion Skepsis zu betrachten. Ernst steht im Verdacht, sich aktiv an politischen Macht- und Ränkespielchen zu beteiligen. Und zwar mit der Konsequenz, dabei seine bisherige wissenschaftliche Reputation selbst zu demontieren. Gerade die (konkrete und leicht überprüfbare Aussagen betreffende) Kritik von Forscher-Kollegen wie z. B. Resch, Kienle & Kiene, Lüdtke und die häufig unprofessionelle Reaktion darauf hinterlässt den Eindruck, dass Edzard Ernst in der Scientific Community massiv an Reputation verloren hat und dies durch eine Flut an populärwissenschaftlichen Beiträgen kompensiert. Den Boden des vorsichtig und differenziert abwägenden sowie neutralen Wissenschaftlers hat er inzwischen komplett verlassen. Und seine journalistischen Gesprächspartner in den Reihen von Stern, Welt, Financial Times etc. interpretieren dies allem Anschein nach als normale wissenschaftliche Kontroverse. Mit dem Professoren-Titel und Lehrstuhl im Rücken reicht schon ein klein wenig wissenschaftlich klingender Sprachnebel, um Nicht-Fachjournalisten einzulullen. Insbesondere dann, wenn diese aus Zeit- und Kostengründen aufwändige Recherchen scheuen.

Politische Kampagne gegen den Smallwood Report

Da gab es z. B. den mit perfektem Timing unmittelbar nach einer Rede von Prinz Charles in der Londoner Times (»Full letter: doctors’ campaign against alternative therapies«) veröffentlichten Offenen Brief von 13 bekannten, meist schon emeritierten oder kurz vor der Pensionierung stehenden Wissenschaftlern, der ziemlich nach politischem Strippenziehen zugunsten der Pharmaindustrie aussah. Insider vermuten hier eine gezielte Kampagne gegen den im Oktober 2005 veröffentlichten und nach dem früheren Chefvolkswirt der Barclays Bank benannten Smallwood Report, der im Vereinigten Königreich Sparpotentiale von ca. 275 Mio. Euro in Aussicht stellte, wenn CAM-Heilverfahren angemessen berücksichtigt würden.

[Nachtrag 2008: Prof. Harald Walach, Herausgeber der Forschenden Komplementärmedizin und Präsident der International Society for Complementary Medicine Research (ISCMR) bringt in seinem Editorial »Gegen den Wind segeln« zum Ausdruck, dass es inzwischen tatsächlich starke Indizien für systematisches Pharmalobbying gegen die Komplementärmedizin gibt. Und zwar aus dem einfachen Grund, weil CAM-Therapien mit immer besserer Forschung scheinbar als ernste Gefahr für das Pharmageschäft bewertet werden. Walach nennt keine Namen. Insider wissen jedoch sofort, wer gemeint ist.

Nachtrag 2009: Prof. Harald Walach hat seine massiven Vorwürfe in Hinblick auf Pharmalobbyismus gegen die Komplementärmedizin weiter konkretisiert und verstärkt. Sieher hierzu der Artikel »The campaign against CAM – a reason to be proud« im wissenschaftlichen Journal of holistic healthcare. O-Ton Walach: »It should be obvious to everyone: for at least a few years now, there has been a concerted on-going campaign against complementary and alternative medicine (CAM) ... Although homeopathy normally is at its centre, the campaign also extends to other branches of CAM: phytotherapy, osteopathy, acupuncture, spiritual healing and so on ...«]

Die Andere Medizin: Edzard Ernst schweigt zu den Fehlern

Für große Furore sorgte auch eine an Peinlichkeiten reiche Kontroverse um das Buch »Die Andere Medizin« der Stiftung Warentest, dessen wissenschaftlicher Schlussgutachter Prof. Edzard Ernst ist. Trotz schwerwiegender Kritik wie z.B. dem Vorwurf willkürlicher, fehlerhafter und auf ungenügende Sachkenntnis hindeutende Studienwiedergabe (Kienle & Kiene im Deutschen Ärzteblatt) oder einer ein ganzes Buch füllenden Fehler-Dokumentation des früheren SZ-Redakteurs Dr. Christian Ullmann (“Fakten über die ‘andere Medizin”) und trotz zweier offizieller Wortmeldungen von Prof. Edzard Ernst (Leserbrief im Deutschen Ärzteblatt und in der Forschenden Komplementärmedizin) hat er es bis heute versäumt, auf die Kritik im Detail einzugehen. Also z.B. auf die Frage, ob es nun korrekt ist, dass »Die Andere Medizin« beispielsweise von 178 klinischen Studien zur Anthroposophischen Medizin nur 3 für die eigene Argumentation genutzt und 175 Studien unter den Tisch gekehrt hat. Die Strategie des sich über viele Monate hinziehenden Ausweichens, Taktierens und Um-den-heißen-Brei- Herumredens wird sich für das Renommee von Prof. Edzard Ernst in der CAM-Forscherszene nicht positiv bemerkbar machen. Zum Teil wegen der unerwarteten Dimension der Kritik (O-Ton Dr. Christian Ullmann: “…ein Buch, das den Eintrag in das Guiness-Buch der Rekorde verdient, als Text zwischen zwei Buchdeckeln mit den meisten Fehlern…”). Zum Teil wegen der Reaktion bzw. Nicht-Reaktion von Ernst. Wer sich so gerne medial in Szene setzt, von dem erwartet man einen etwas professionelleren Umgang mit fachlichen Details und dem Kleingedruckten.

Ernst schweigt zu Leserbrief von Dr. Kienle & Dr. Kiene

Die scharfe Kritik von Dr. Kienle & Dr. Kiene am Buch “Die Andere Medizin” der Stiftung Warentest (DEUTSCHES ÄRZTEBLATT, Ausgabe 48 vom 02.12.2005) veranlasste Prof. Edzard Ernst zu einer Stellungnahme. In einem Leserbrief (DEUTSCHES ÄRZTEBLATT, Ausgabe 5 vom 03.02.2006) nimmt er aus der Perspektive des Schlussgutachters dieses Buches zu den Vorwürfen Stellung, ohne jedoch auf die Argumente konkret einzugehen. Von der H.Blog-Redaktion um eine Replik gebeten, präzisierten Dr. Kienle & Dr. Kiene ihre Darstellung im DEUTSCHEN ÄRZTEBLATT. Siehe: »Die Andere Medizin«: Leserbrief von Prof. Edzard Ernst. Replik von Dr. Kienle & Dr. Kiene. Edzard Ernst zog es vor, auf den Leserbrief von Dr. Kienle und Dr. Kiene bzw. auf die Leichen in seinem Keller nicht weiter einzugehen. Sein Problem: Die monierten Fehler wie z. B. das Übersehen von 175 Studien zur Anthroposophischen Medizin sind offensichtlich, objektiv prüfbar und erfordern bei seriösem Berufsethos die Publikation eines Erratums. Genau diesen Prestige- und Gesichtsverlust will Edzar Ernst jedoch um jeden Preis vermeiden.

Manipulation: dezent aber auffällig

Dr. Kienle und Dr. Kiene erwähnen u. a. folgendes Beispiel, welches sich als weltanschaulich motivierte Manipulation interpretieren lässt: »Zu den jüngsten großen dreiarmigen Modellprojektstudien zur Akupunktur schrieben Warentest & Ernst lediglich, dass Akupunktur meist nicht signifikant besser abgeschnitten habe als Scheinakupunktur, erwähnten aber nicht, dass beide Akupunkturbehandlungen signifikant besser abschnitten als die schulmedizinische Behandlung im dritten Studienarm. Da diese selektive Auswahl damals schon bekannter, relevanter Ergebnisse sich nicht aus der „Methodik“ des Warentest-Buches erklärt, ist eine subjektive, nicht evidenzbasierte Ergebnisaufbereitung anzunehmen.« Allem Anschein nach wollten die Autoren des Buchs und Prof. Edzard Ernst die Akupunktur in ein schlechts Licht stellen und verschwiegen bewusst, dass Akupunktur unter den Rahmenbedingungen der erwähnten Studie signifikant bessere Ergebnisse zeigte als eine etablierte schulmedizinische Behandlung. Seriös, ehrlich und manipulationsfrei wäre es gewesen, auf die exzellenten Ergebnisse der Akupunktur hinzuweisen, jedoch die Ähnlichkeit von Akupunktur und Schein-Akupunktur zu thematisieren. Siehe auch: Prof. Harald Walach über größte Akupunktur-Studie.

Vertrauensmissbrauch im Rahmen eines Peer-Reviews

Nicht mit Ruhm bekleckert hat sich Prof. Edzard Ernst auch im Rahmen der Auseinandersetzung um den Smallwood Report. So zitierte die Times Ernst mit den gegen den Smallwood Report gerichteten Worten »These are outrageous estimates without any strong evidence to support them,« worauf der Herausgeber der renommierten Zeitschrift The Lancet, Richard Horton, in einem Leserbrief an die Times darauf hinweist, dass Ernst hier vertrauliche Informationen aus einem Peer-Review-Prozess an die Öffentlichkeit verraten hat. O-Ton Richard Horton: »Professor Ernst seems to have broken every professional code of scientific behaviour by disclosing correspondence referring to a document that is in the process of being reviewed and revised prior to publication.« Ein Vertrauensmissbrauch dieser Art gilt unter Wissenschaftlern als grober Verstoß gegen den wissenschaftlichen Ehrencodex. Sagt Richard Horton die Wahrheit, so lohnt es sich, die dünnhäutige Reaktion von Ernst auf seine Kritiker (z.B. »… nicht gerade das, was man in England als fair play bezeichnen würde …« Ernst zur Kritik von Kienle & Kiene) zu relativieren. Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen.

Stichwortgeber für die Skeptiker-Vereinigung GWUP

Prof. Edzard Ernst steht, dies ist kein Geheimnis, der streng dogmatischen und überwiegend ideologisch motivierten Skeptiker-Vereinigung GWUP e. V. weltanschaulich nahe. Im Vereinsorgan SKEPTIKER publizierte er 2005 einen Artikel mit der Überschrift »Werden Sie Scharlatan«. Und der Verein GWUP e. V. (Krista Federspiel, Ko-Autorin des Buchs »Die Andere Medizin«, ist Mitglied der GWUP) instrumentalisiert Edzard Ernst systematisch als Stichwortgeber im Sinne der eigenen Weltanschauung. In einer Pressemeldung zur neuen Professur für Komplementärmedizin (siehe auch: Interview mit GWUP-Chef Amardeo Sarma) an der Berliner Charité schreibt der Verein: »Die GWUP weist darauf hin, dass die sogenannte Komplementärmedizin bereits seit Jahren an der Universität von Exeter durch Professor Edzard Ernst erforscht worden ist – mit vernichtendem Ergebnis.« und entlarvt die Autoren damit als primär weltanschaulich motivierte Laien. Die Thematik Komplementärmedizin ist viel zu komplex, als dass sie sich in die naive Denkschablone gut/schlecht hineinpressen ließe. Diverse wissenschaftliche Arbeiten wie z. B. die gerac-Studie zeigen, dass Komplementärmedizin nicht nur effektiv sondern sogar erheblich effizienter als etablierte schulmedizinische Verfahren sein kann. Werden diese Fakten verschwiegen, so ist dies ein starkes Indiz für politisch und weltanschaulich motivierte Manipulation.

[Nachtrag 2008: Auch ein neues Interview in der Ausgabe 3/2008 der GWUP-Vereinszeitschrift SKEPTKER hinterlässt den Eindruck, dass Ernst die Rolle des neutralen, vorsichtigen und differenziert argumentierenden Wissenschaftlers verlassen hat. Folgende spannende - für spezifische Effekte der Homöopathie sprechende - Studie ist Edzard Ernst durchaus bekannt, wird von ihm jedoch mit keinem Wort erwähnt: Journal of Psychopharmacology, Vol. 22, No. 5, 543-552 (2008):»Homeopathic pathogenetic trials produce more specific than non-specific symptoms: results from two double-blind placebo controlled trials« H. Walach, H. Möllinger, J. Sherr, R. Schneider . Die Studie untersuchte die Simile-Theorie der Homöopathie, wonach bei gesunden Menschen nach Einnahme homöopathischer Präparate spezifische Krankheitssymptome entstehen sollen. Da die Probanden in der Doppelblind-Studie nicht wissen konnten, welche Symptome zu einem Präparat entstehen sollten, war es um so erstaunlicher, dass sich (sogar unter Doppelverblindung!) tatsächlich spezifische Krankheitssymptome zeigten. Die Ergebnisse der Studie widersprechen der Placebo-Theorie von Ernst diametral. Und so ist es menschlich verständlich, dass er sie ignoriert. Seriös wäre es allerdings, wenn er die Arbeit von Walach, Möllinger, Sherr und Schneider mit Fachkollegen öffentlich diskutieren würde. Ernst weicht solchen Experten-Diskussionen jedoch konsequent aus. Vielleicht, weil seine Sichtweise hier von kompetenter Stelle relativiert werden könnte, während er im Rahmen von Einzelartikeln und Interviews in Stern, Welt, Financial Times & Co. mediale Macht ausüben kann. Sein inzwischen nicht mehr korrektes Mantra »Ich leite den weltweit einzigen Lehrstuhl für die Erforschung der Komplementärmedizin ...« lässt sich vor diesem Hintergrund auch übesetzen als: »Glaubt nur mir, denn ich bin ein 4-Sterne-General«. Der Status soll Kompetenz vermitteln. Unter Kollegen macht sich Ernst damit zum Kasper. Die Nicht-Fachpresse scheint er jedoch tief zu beeindrucken.]x

NEU: H.Blog: Simon Singh, Edzard Ernst: »Gesund ohne Pillen« - FAZ-Rezension von Prof. Robert Jütte

NEU: H.Blog: Krista Federspiel & Amardeo Sarma im Münchhausen-Test: »Anthroposophische Medizin«


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Prof. Edzard Ernst will »homöopathischen Ecke« nur provozieren

Eine hoch interessante Textpassage des Buches »Homöopathie in der Krankenversorgung« (eine Zusammenfassung des Health Technology Assessments zur Wirksamkeit der Homöopathie, das im Auftrag der Schweizer Regierung erstellt wurde) rundet das bisher Geschriebene ab und öffnet für die Frage, ob sich Ernst neuerdings vielleicht als Agent provocateur der CAM-Forschung versteht. Im Kapitel 9.3 werden 22 Reviewartikel zu Homöoapthie-Studien vorgestellt. Auf den Seiten 157 und 158 ist hier u.a. zu lesen:

»7. Linde et al. 1997

Are the clinical effects of homeopathy placebo effects? A meta-analysis of placebo-controlled trials

Diese Studie war Anlass zu einer regen Diskussion sowohl im Journal der Originalpublikation, Lancet, als auch in der breiteren Öffentlichkeit. Neben dem Vorwurf, aufgrund des sehr heterogenen Datenmaterials Äpfel mit Birnen verglichen zu haben, wurde ins Feld geführt, dass die Qualität der Studien offenbar eine Negativkorrelation zum Ergebnis aufweist, d.h. dass bei der Interpretation der Daten zu berücksichtigen sei, dass qualitativ hochwertige Studien in der Regel zu einem negativen Ergebnis führen würden. Linde et al. (1999) nahmen dies zum Anlass, ihre eigenen Daten nach verschiedenen Qualitätsparametern in uni- und multivariaten Regressionsmodellen zu reanalysieren und fanden in der Tat einen Trend zu dieser “Negativkorrelation”, jedoch keine lineare Beziehung und wiesen darauf hin, dass mehrere Items und Qualitätswerte nicht in eine Linearität hineinpassen würden.

Erstaunlich ist das Abgleiten der darauf folgenden Diskussion, in der Ernst & Pittler (2000) die Daten in einer anderen Skalierung auftrugen und eine Negativlinearität postulierten, und den darin nicht hineinpassenden High-score-Wert von 5 für die Qualität der Studie (Jadad-Score), den immerhin 10 Studien erreichten und der wieder einen Aufwärtstrend zugunsten der Homöopathie erkennen ließ, als »überzeugend scheinende, aber nicht glaubwürdige« (!) Ergebnisse interpretieren und ihre Reanalyse als »ultimativen epidemiologischen Beweis, dass Homöopathika - ‘in fact’-Placebos sind« bezeichneten. Von Lüdtke (2002) auf methodische Mängel hingewiesen, gab Ernst dies in einer auf der gleichen Seite abgedruckten Antwort unumwunden zu und konstatierte, die »homöopathische Ecke« nur habe provozieren zu wollen, dass er aber auch nach der Behebung der methodischen Mängel weiterhin eine Negativlinearität sehen würde…”

(Quelle: Homöopathie in der Krankenversorgung, Gudrun Bornhöft, Peter F. Matthiessen et al., VAS Verlag für Akademische Schriften, Buchrezension, Verlagsinformation)

Weitere Links zum Thema:

NEU: stern GESUND LEBEN, »Sucht« und Prof. Edzard Ernsts Eminenz-basierte Medizin

Prof. Edzard Ernst, »Visible Scientists« und politisches Strippenziehen

Prof. Edzard Ernst, Bach-Blüten und methodische Fehler

Die Plausibilitätswandlungen des Professors Edzard Ernst

Prof. Edzard Ernst verteidigt Buch “Die Andere Medizin” in Forschende Komplementärmedizin

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9 Kommentare to “Prof. Edzard Ernst: Agent provocateur der komplementärmedizinischen Forschung?”

  1. H.Blog: Prof. Edzard Ernst, »Visible Scientists« & Politik schreibt:
    29th.Juli 2007 um 12:00 pm

    [...] Fazit: Prof. Edzard Ernst kann es scheinbar nicht sein lassen. Das politische Strippenziehen und die gezielte bis ins Tendenziöse hinein- gehende Beeinflussen der öffentlichen Meinung. Das hat er bereits in der gegen den „Smallwood Report“ gerichteten Kampagne „Full letter: doctors’ campaign against alternative therapies” sowie in der seine fachliche Reputation wenig fördernden Auseinandersetztung um das Buch »Die Andere Medizin« der Stiftung Warentest demonstriert. (Die massive Kritik z. B. von Kienle & Kiene im DEUTSCHEN ÄRZTEBLATT konnte Ernst bis heute nicht widerlegen.) Weitere Anekdoten zu diesem Thema finden sich hier im H.Blog unter der Überschrift »Prof. Edzard Ernst: Agent provocateur der komplementärmedizinischen Forschung?«. [...]

  2. MedBlog zitiert H.Blog schreibt:
    1st.August 2007 um 10:36 am

    [...] Fazit: Prof. Edzard Ernst kann es scheinbar nicht sein lassen. Das politische Strippenziehen und die gezielte bis ins Tendenziöse hinein- gehende Beeinflussen der öffentlichen Meinung. Das hat er bereits in der gegen den „Smallwood Report” gerichteten Kampagne „Full letter: doctors’ campaign against alternative therapies” sowie in der seine fachliche Reputation wenig fördernden Auseinandersetzung um das Buch »Die Andere Medizin« der Stiftung Warentest demonstriert. (Die massive Kritik z. B. von Kienle & Kiene im DEUTSCHEN ÄRZTEBLATT konnte Ernst bis heute nicht widerlegen.) Weitere Anekdoten zu diesem Thema finden sich hier im H.Blog unter der Überschrift »Prof. Edzard Ernst: Agent provocateur der komplementärmedizinischen Forschung?«. [...]

  3. GWUP kritisiert neue Professur für Komplementärmedizin an der Charité | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    11th.August 2008 um 3:29 pm

    [...] Forschung eine Stimme unter vielen Stimmen, die seit geraumer Zeit mehr durch politisches Strippenziehen als durch wissenschaftliche Arbeit auffällt. Auf wichtigen Veranstaltungen der CAM-Forschung ist [...]

  4. Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen prüft Komplementärmedizin | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    11th.August 2008 um 3:30 pm

    [...] zwei mit der Komplexität des Themas überforderte Journalistinnen und einen guten Kontakt zu Prof. Edzard Ernst hat, nicht jedoch eigene Experten, welche beispielsweise in der CAM-Forschung aktiv sind und hier [...]

  5. »Die Andere Medizin«: Hinter den Kulissen | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    17th.August 2008 um 9:51 am

    [...] H.Blog: »Prof. Edzard Ernst: Agent provocateur der komplementärmedizinischen Forschung?« [...]

  6. Amardeo Sarma, Homöopathie und randomisierte kontrollierte Studien (RCT) | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    8th.Mai 2009 um 10:14 am

    [...] PVK es gemäß Dr. med. Martin Frei-Erb so festgelegt hat … oder weil die »Eminenz« Prof. Edzard Ernst ein Wissenschaftler ist, der das ja wohl wissen muss. Ober-Skeptiker und GWUP-Vorstand Amardeo [...]

  7. Simon Singh, Edzard Ernst: »Gesund ohne Pillen« - ORF-Rezension von Sabrina Adlbrecht | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    26th.Mai 2009 um 7:57 am

    [...] H.Blog: »Prof. Edzard Ernst: Agent provocateur der komplementärmedizinischen Forschung?« [...]

  8. »Enttäuschend«: Simon Singh, Edzard Ernst: »Gesund ohne Pillen« – Rezension von Biometriker Rainer Lüdtke | Neuraltherapie.Blog schreibt:
    15th.Januar 2010 um 7:19 pm

    [...] H.Blog: Prof. Edzard Ernst: Agent provocateur der komplementärmedizinischen Forschung? [...]

  9. Seltsames „Gutachten“: Interview mit Claus Fritzsche zum Evidence Check 2: Homeopathy. Britisches Unterhaus will Homöopathie verbieten. | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    3rd.März 2010 um 11:36 am

    [...] Prof. Edzard Ernst: Agent provocateur der komplementärmedizinischen Forschung? [...]

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