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Europaweit erste Neurologische Komplementärmedizinische Abteilung im Evangelischen Krankenhaus Hattingen
Von Claus Fritzsche | 1.September 2009
Als erstes Krankenhaus in Europa hat das Evangelische Krankenhaus in Hattingen seit Mai 2009 eine Neurologische Komplementärmedizinische Abteilung. Leiter der Abteilung ist der international hoch angesehene Neurologe Prof. Dr. Horst Przuntek. Wissenschaftlich begleitet wird die Arbeit am EvK Hattingen von den Universitäten Oxford (Großbritannien) und Debrecen (Ungarn) sowie New Delhi, Mumbai und Jaipur (Indien). Prof. Dr. Horst Przuntek beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit Morbus Parkinson. Er ist Initiator des Projekts und vertritt die Sichtweise, dass klassische schulmedizinische Therapieformen bei vielen Erkrankungen unzureichend sind. Speziell die indische Medizin ist nach seiner Erfahrung besonders geeigent, um neurologische Erkrankungen effektiv zu behandeln.

Die Neurologische Komplementärmedizinische Abteilung des Evangelischen Krankenhauses in Hattingen arbeitet nach dem Ansatz der Integrativen Medizin (→ 2. Europäischer Kongress für Integrative Medizin). Basis des ärztlichen Handelns ist die klassische europäische Schulmedizin, anhand der Diagnosen und Therapierichtlinien erstellt werden. Da schulmedizinische Einflussmöglichkeiten bei chronischen Erkrankungen jedoch stark begrenzt sind, setzt die Neurologische Komplementärmedizinische Abteilung Therapiemethoden der indischen Medizin ein. Im arztbrief (Nr. 8, Juni 2009) der Klinik heißt es dazu:
»Die konventionelle Medizin reicht im Augenblick nicht aus, um die Probleme der Langzeitbehandlung vor allem chronischer Erkrankungen zu lösen, wie z. B. Arthritis, Erkrankungen des cardiovasculären und dermatologischen Systems, des gastrointestinalen- und Autoimmunsystems und des neuronalen Systems. Es sind vor allem auch Lifestyle-Erkrankungen die mit komplementärmedizinischen Methoden angegangen werden können. Viele Patienten suchen nach Alternativen oder komplementären Verfahren.«
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Als Prof. Dr. Horst Przuntek in der vergangenen Woche bei den Altstadtgesprächen Hattingen der WAZ nach den Vorteilen der indischen Medizin befragt wurde, da antwortete er (auf Parkinson bezugnehmend):
»In der indischen Medizin wird die Krankheit wesentlich früher erkannt, Riech- und Schlafstörungen, eine verlangsamte Magen-Darmtätigkeit, Depressivität – alles Symptome eines frühen Stadiums.« Seit mehr als 2000 Jahren sei die Erkrankung in Indien bekannt. In Europa werde die Diagnose meist später gestellt. Zittern, Bewegungsprobleme überhaupt seien späte Stadien des Morbus Parkinson – »und die werden mit ziemlich harten Drogen bekämpft.«
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Links zum Thema:
EvK Hattingen: Lebenslauf Prof. Dr. Dr. Przuntek
WDR: Mit Ayurveda gegen Parkinson
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