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Homöopathie-Studie der Charité

Von Claus Fritzsche | 17.Januar 2006

Eine so genannte Outcome-Studie, die unter anderem von Mitarbeitern des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité in Berlin durchgeführt wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass Patienten die eine homöopathische Therapie in Anspruch genommen hatten, eine größere Verbesserung ihrer Symptome erfuhren, als eine Vergleichsgruppe die konventionell behandelt wurden. Diese Studie ist insofern interessant, da sie eine der wenigen Studien ist, welche die klassische Homöopathie und die Schulmedizin in einem realen Praxisumfeld vergleicht. - Link zur Studie

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Nachtrag vom 09.12.2008:

Links zur Studienlage Homöopathie:

H.Blog: Gudrun Bornhöft, Prof. Peter Matthiessen: “Homöopathie in der Krankenversorgung” (Das wissenschaftliche Standardwerk zum Stand der Homöopathie-Forschung)

H.Blog: Drei Ansätze zur Erklärung der Homöopathie

H.Blog: The Lancet & Homöopathie: 2 Studien weisen auf grobe Fehler der Meta-Analyse von Shang et al. 2005 hin

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Themen: Jürgen Hofäcker |

8 Kommentare to “Homöopathie-Studie der Charité”

  1. H.Blog: Homöopathie & Forschung » Blog Archiv » Homöopathie, Forschung und heiße Diskussionen - Eine Zwischenbilanz von Claus Fritzsche schreibt:
    12th.April 2007 um 8:04 am

    [...] Da placebokontrollierte Studien aus methodischen Gründen keine Aussage darüber zulassen, ob „nicht besser als Placebo“ nun gleichbedeutend mit nicht wirksam, ein klein wenig wirksam, hochgradig wirksam, sensationell wirksam ist (was Placebowirkung im Einzelfall genau bedeutet, das ermitteln randomisierte Doppelblindstudien nicht), gerät ein neuer Erfolgsindikator in den Mittelpunkt komple- mentärmedizinischer Forschung: Der Vergleich einer homöopathischen Therapie … nicht mit einer Placebokontrollgruppe … sondern mit einer herkömmlich therapierten Patientengruppe. Eine im November 2005 publizierte sog. Outcome-Studie der Berliner Charité sorgte in Fachkreisen weltweit für großes Aufsehen. Die Studie des Instituts für Sozialmedizin, Epidemiologie und Gesundheitsökonomie der Charité Berlin kam hier zu dem Ergebnis, dass Patienten, die eine homöopathische Therapie in Anspruch genommen hatten, eine größere Verbesserung ihrer Symptome erfuhren, als eine Vergleichsgruppe die konventionell behandelt wurden. Spannend ist nun die Frage, ob sich diese Ergebnisse bei weiteren Studien in Zukunft erhärten und das Studiendesign sich in der komplementärmedizinischen Forschung durchsetzt. In der CAM-Forschung geht es schließlich um die methodische Abbildung von Selbstheilungsprozessen … ganz im Gegensatz zur pharmazeutischen Forschung, in welcher die methodische Abbildung einer temporären biochemischen Wirkung im Vordergrund steht. Ziel der von der Carstens-Stiftung bewilligten Stiftungsprofessur an der Berliner Charité ist folgerichtig auch die Verbesserung der Forschungsmethodik. [...]

  2. H.Blog: Homöopathie & Forschung » Blog Archiv » Das Wirksamkeitsparadox in der Alternativ- und Komplementärmedizin schreibt:
    17th.Mai 2007 um 10:01 am

    [...] (cf) - Die etablierte klinische Forschung geht davon aus, dass bei einem Vergleich von Verum- mit Placebogruppe nur die spezfischen Effekte (z.B. der Wirkstoff eines pharmazeutischen Präparats) therapeutisch wertvoll sind, während die unspezifischen Effekte (z. B. der Glaube an den Erfolg der Therapie) therapeutisch wertlos oder zumindest zu vernachlässigen sind. Weiterhin geht die etablierte klinische Forschung davon aus, dass bei einem Verum-Placebo-Vergleich die unspezifischen Effekte bei allen Studienteilnehmern konstant sind, während die spezi- fischen Effekte (Gruppe A: mit Wirkstoff, Gruppe B: ohne Wirkstoff) variieren. Genau hier sieht Prof. Harald Walach jedoch einen fatalen Irrtum, sobald es um die Analyse von komplementärmedizinischen Therapien geht, in welchen nicht ein Wirkstoff sondern stattdessen ein Reiz Selbstheilungsreaktionen stimuliert. Unterstellt man bei allen die Selbstregulation anregenden Therapien, dass sowohl bei Verum- als auch bei Placebogruppe die unspezifischen Effekte (Glaube, Vertrauen, Erwartungshaltung etc.) die Hauptgrößen für den therapeutischen Effekt darstellen, so erweisen sich randomisierte Doppelblindstudien als vollkommen ungeeignet, dieses Phänomen (Selbstheilung) präzise abzubilden und so ist es unzulässig, das Ergebnis „nicht besser als Placebo“ als „wirkungslos“ zu interpretieren. Beide Gruppen können sehr wohl therapeutisch wertvoll sein und sie können wie im Falle der Homöopathie-Outcome-Studie der Berliner Charité sogar effektiver sein als konventionelle Therapien. Genau dies ist ein Indiz dafür, dass auch in konventionellen Therapien der Wirkstoff primär der temporären Symptomunterdrückung dient (zeitlich so lange, wie der Wirkstoff einen Effekt auslöst), die eigentliche Heilung jedoch wieder auf der Ebene der Selbstregulationsfähigkeit eines Menschen zu suchen ist und mit dem Wirkstoff selbst wenig zu tun hat. Und hier spielen die großen Stärken der Alternativ- und Komplementärmedizin eine zentrale, vielleicht sogar die für Heilung entscheidende Rolle: sich für Patienten Zeit nehmen, Mitgefühl zeigen, Krankheit ganzheitlich betrachten und neben körperlichen auch emotionale und psychische Einflüsse einbeziehen usw. usw. [...]

  3. MedBlog zitiert H.Blog schreibt:
    1st.August 2007 um 10:55 am

    [...] Beide Gruppen können sehr wohl therapeutisch wertvoll sein und sie können wie im Falle der Homöopathie-Outcome-Studie der Berliner Charité sogar effektiver sein als konventionelle Therapien.  [...]

  4. Der Placeboeffekt und seine Neuinterpretation in der medizinischen Forschung schreibt:
    2nd.Dezember 2007 um 12:38 pm

    [...] Der blinde Bereich der pharmakologischen Forschung Unter der Überschrift »Das Wirksamkeitsparadox in der Alternativ- und Komplementärmedizin« wurde auf einen brisanten Artikel von Prof. Harald Walach in der Zeitschrift Forschende Komplementärmedizin aufmerksam gemacht. Walach weist darauf hin, dass die Bewertung „nicht besser als Placebo“ im Kontext komplementärmedizinischer Studien anders gewertet werden muss als im Rahmen von pharmakologischen Wirksamkeitstests. Unterstellt man bei allen die Selbstregulation anregenden Therapien, dass sowohl bei Verum- als auch bei Placebogruppe die unspezifischen Effekte (Glaube, Vertrauen, Erwartungshaltung etc.) die Hauptgrößen für den therapeutischen Effekt darstellen, so erweisen sich randomisierte Doppelblindstudien als vollkommen ungeeignet, dieses Phänomen (Selbstheilung) präzise abzubilden und so ist es unzulässig, das Ergebnis „nicht besser als Placebo“ als „wirkungslos“ zu interpretieren. Beide Gruppen können sehr wohl therapeutisch wertvoll sein und sie können wie im Falle der Homöopathie-Outcome-Studie der Berliner Charité sogar effektiver sein als konventionelle Therapien. [...]

  5. Charité, Outcome-Studien, Rouven Schäfer und Prof. Dr. Ulrich Berger von der GWUP | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    10th.August 2008 um 12:13 pm

    [...] »Format«, diese zu kritisieren. Wie Jürgen Hofäcker am 17. Januar 2006 unter der Überschrift »Homöopathie-Studie der Charité« hier im H.Blog berich- tete, kam eine Outcome-Studie des Instituts für Sozialmedizin, Epide- [...]

  6. Der Placebo-Effekt: Vom schwarzen Schaf zum geliebten Kind der Medizin | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    14th.August 2008 um 10:57 am

    [...] eine Homöopathie-Outcome-Studie der Berliner Charité und die berühmte gerac-Akupunkturstudie zeigen, kann die nicht klar [...]

  7. Randomisierte klinische Studien (RCT), vom Goldstandard zum Sorgenkind | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    1st.September 2008 um 8:49 am

    [...] Randomisierte klinische Studien (RCT), vom Goldstandard zum Sorgenkind [...]

  8. Bündnis 90/Die Grünen: Biggi Bender zum Schweizer Volksentscheid »Zukunft mit Komplementärmedizin« | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    6th.Juni 2009 um 10:59 am

    [...] die klassische Homöopathie und die Schulmedizin in einem realen Praxisumfeld vergleicht« (→ H.Blog: Homöopathie-Studie der Charité). Wie das Nachrichtenmagazin Focus am 19. Mai berichtete, wurden die Studienteilnehmer nun, acht [...]

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