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Coup: Prof. Dr. Dr. Harald Walach übernimmt Professur an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)

Von Claus Fritzsche | 12.Januar 2010

Die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) hat einen echten Coup gelandet. Prof. Harald Walach wurde im Dezember 2009 zum Professor für Forschungsmethodik komplementärer Medizin und Heilkunde ernannt. Walach ist eine bedeutende Forscherpersönlichkeit auf dem Gebiet der Alternativ- und Komplementärmedizin. Er war bis vor kurzem Präsident der von ihm mitgegründeten International Society for Complementary Medicine Research (ISCMR). Als Chefredakteur des Journals Forschende Komplementärmedizin sowie Direktor des Samueli-Instituts stößt er regelmäßig forschungsmethodische Diskussionen an. Unter Kollegen gilt Walach als „Methodik-Papst“. Prof. Harald Walach ist wesentlich an der Neubewertung sog. unspezifischer Therapieeffekte beteiligt (siehe auch: Das Wirksamkeitsparadox in der Komplementärmedizin) und hat die Homöopathie-Forschung mit einem neuen Forschungsdesign sowie einem quantenphysikalischen Erklärungsansatz erweitert.

„We can thank this person for giving us new perspectives“ …

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Das Institut für transkulturelle Gesundheitswissenschaften (IntraG) der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) hat seit dem 1. Januar 2010 einen neuen Geschäftsführenden Leiter: Prof. Dr. Dr. Harald Walach. Der klinische Psychologe, Philosoph und Wissenschaftshistoriker wurde am 21. Dezember 2009 durch den Präsidenten der Europa- Universität Viadrina, Dr. Pleuger, zum Professor für Forschungsmethodik komplementärer Medizin und Heilkunde ernannt. Walach besetzt die erste Professur des IntraG, die aus Zuwendungen der Biologische Heilmittel Heel GmbH finanziert wird. Er leitet das IntraG und den Masterstudiengang „Komplementäre Medizin – Kulturwissenschaften – Heilkunde“.

Im Newsletter Dezember 2009 des Instituts berichtete Prof. Dr. Hartmut Schröder:

„Harald Walach ist eine einzigartige Forscherpersönlichkeit mit einem ausgezeichneten internationalen Ruf. Er wird in der amerikanischen Zeitschrift „Explore“ (Vol. 3, No. 3, 2007), von ihrem Executive Editor, Larry Dossey, als „einer der herausragendsten europäischen Forscher auf dem Gebiet der Komplementär- und Alternativmedizin“ bezeichnet. Sein internationales Ansehen auf diesem Gebiet zeigt sich u.a. darin, dass er Gründungsmitglied und Past-Präsident der 2003 gegründeten „International Society for Complementary Medicine Research“ ist – einer internationalen Fachgesellschaft, in der mehr als 250 Forscher zusammengeschlossen sind und deren Ziel es ist, die weltweite Zusammenarbeit zwischen Forschern auf dem Gebiet zu fördern und hohe Qualitätsstandards zu sichern.“

Quelle: Newsletter Dezember 2009 des IntraG

Hinweis: Die Internetseite des IntraG wird derzeit komplett überarbeitet. Links zum IntraG folgen, wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind.

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Lesenswertes von Harald Walach:

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(2001) Prof. Dr. Harald Walach, „Das Wirksamkeitsparadox in der Komplementärmedizin«, Forschende Komplementärmedizin

(2002) Prof. Dr. Harald Walach, „Wirkung der Bedeutung: Eine semiotische Plazebo-Definition“, Kommentar im Journal Club, Forschende Komplementärmedizin

(2004) Prof. Dr. Harald Walach
, „Zirkulär statt hierarchisch“, Forschende Komplementärmedizin

(2006) Harald Walach, Torkel Falkenberg, Vinjar Fønnebø, George Lewith, Wayne B Jonas, „Circular instead of hierarchical: methodological principles for the evaluation of complex interventions“ , BMC Medical Research Methodology 2006, 6:29 doi:10.1186/1471-2288-6-29

(2008) Claus Fritzsche: „Prof. Harald Walach über größte Akupunktur-Studie“, READERS EDITION. O-Ton Walach über die gerac-Studien: „Als brave Wissenschaftler schließen wir daraus: Scheinakupunktur, also das Hineinstechen mit Nadeln, wo es einem gerade passt … ist deutlich wirksamer als das Beste, was die deutsche Medizin zu bieten hat: Physiotherapie, Massage, Warmpackungen, Pharmakologie, alles inklusive.”

(2008) Harald Walach: „Gegen den Wind segeln“, Forschende Komplementärmedizin, Kommentar über britischen Pharmalobbyismus zu Lasten der Komplementärmedizin und gute Gründe, diesen positiv zu bewerten

(2009) Harald Walach: „The campaign against CAM - a reason to be proud“, Journal of holistic healthcare, Beitrag über gezielte Kampagnen der Pharmaindustrie gegen die Komplementärmedizin und auch hier gute Gründe, diese positiv zu bewerten

(Bitte etwas Geduld beim Laden der Publikationen. Der Verbindungsaufbau zu den jeweiligen Servern - speziell jener von KARGER - kann eine halbe Minute dauern, funktioniert jedoch.)

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3 Kommentare to “Coup: Prof. Dr. Dr. Harald Walach übernimmt Professur an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder)”

  1. Coup der Uni Frankfurt (Oder): Prof. Dr. Dr. Harald Walach übernimmt Professur für Forschungsmethodik komplementärer Medizin und Heilkunde | Neuraltherapie.Blog schreibt:
    15th.Januar 2010 um 9:51 am

    [...] Fortsetzung: vollständiger Beitrag im H.Blog … [...]

  2. Homöopathie und UK-Pharmalobbyismus. DZVhÄ-Chef Curt Kösters: „Hut ab vor der Kampagnenfähigkeit dieser Leute!“ | H.Blog: Homöopathie & Forschung schreibt:
    31st.Januar 2010 um 1:38 pm

    [...] in Artikeln wie z. B. „The campaign against CAM“ oder „Gegen den Wind segeln“ (beide von Prof. Harald Walach) Gegenstand von Publikationen in wissenschaftlichen Journalen war. Der DZVhÄ [...]

  3. EBM-Kritik: Prof. Harald Walach und das Problem mit der „Integrativen Medizin“ | Neuraltherapie.Blog schreibt:
    23rd.März 2010 um 8:58 am

    [...] gefährlich werden oder für eine große Minderheit unbrauchbar sein.“ Mit diesen Worten fasst Prof. Harald Walach, Herausgeber des Journals Forschende Komplementärmedizin und Professor für Forschungsmethodik [...]

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