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Manche Trainer glauben an Verschwörungtheorien. Das gehobene Management großer Unternehmen habe, so ihre Überzeugung, ein zu tiefst reformbedürftiges Menschenbild, in welchem für die Bildung und Qualifikation von Mitarbeitern viel zu wenig Platz sei. Dies erkläre auch ihre schlechte Auftragslage. Spricht man im Gegenzug mit erfahrenen Personalentwicklern, so stellt sich die Frage, ob nicht vielleicht auch das Angebot vieler Trainer reformbedürftig ist. Der Transfererfolg von Seminaren wird je nach Studie, Thema und Kontext in einem Korridor zwischen 10% und 30% angenommen. Stimmen diese Werte, so wird 90% bis 70% des investierten Geldes “in den Sand gesetzt”.
Auch wenn Zahlen dieser Art mir Vorsicht zu genießen sind, gibt es inzwischen einen Grundkonsens in der Kritik am klassischen Präsenz-Seminar als Maßnahme für Training und Weiterbildung. Die Kosten für Abwesenheit, Reise, Unterbringung und Koordinierung stehen häufig in einem ungünstigen Verhältnis zur Nachhaltigkeit des Lerneffekts. Der individuelle Bedarf eines Auftraggebers und Seminar-Teilnehmers wird zu wenig berücksichtigt. Die Arbeit mit Kompetenz-Profilen und die professionelle Messung des Erfolgs sind nicht die Regel.
Wo viel Schatten ist, da muss auch Sonne sein. Unter Anbietern von Training und Weiterbildung hat ein Wettlauf zur Effizienzsteigerung und Kostensenkung begonnen, der in den nächsten Jahren zu einer Neuverteilung von Marktanteilen im Weiterbildungsmarkt führen wird. Kreative Trainer erhalten die Möglichkeit, ihre Wertschöpfung durch die Vermarktung von Beratung und Medien deutlich zu erhöhen. Zwei zentrale Hebel entscheiden dabei über Erfolg und Misserfolg:
Bedarfsermittlung & Erfolgsmessung
Im Rahmen eines Beratungsprozesses wird ermittelt, welche Lern- und Kompetenzziele angestrebt werden und welche Ressourcen auf Seiten der Lernenden vorliegen. Geht es um Soft Skills, so wird der individuelle Entwicklungs-Korridor der Lernenden mit Instrumenten wie z.B. der Potentialanalyse ermittelt. Gemäß dem Prinzip der stärkenorientierten Führung werden Lernende bevorzugt in Bereichen geschult, für die sie ein ausreichendes Potential und intrinsische Motivation mitbringen. - Konsequenz: Weiterbildungsanbieter werden auf diese Weise zu Beratern, welche den Lernprozess ganzheitlich betreuen und steuern.
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Multimediale Lernsysteme
Das einzelne Seminar als punktuelle Maßnahme mit Strohfeuer-Effekt wird in vielen Fällen bald der Vergangenheit angehören. Gefragt ist ein kostengünstiger Lernprozess, welcher sich über einen bestimmten Zeitraum (z.B. 3 Monate) hinzieht und einen Mix unterschiedlicher Aktivitäten und Medien beinhaltet: Kick-off, Buch, CD, Internet, E-Mail, Workshop. Teilnehmer erhalten bereits vor dem ersten Treffen Medien zur Einstimmung und Motivation. Im Rahmen eines Kick-off-Meetings wird der Lernprozess mit allen seinen Schritten vorgestellt. Lernende werden dazu angeregt, mit Hilfe diverser Medien (Buch, CD, Internet, Dokumente) eigenverantwortlich zu lernen. Dozenten und Trainer greifen per E-Mail in diesen Prozess ein. Sie vergeben und prüfen Aufgaben und stehen für Rückfragen zur Verfügung. - Konsequenz: Trainer und Wissensvermittler müssen Lernprozesse entwickeln, welche durch Einsatz von Medien und Technologien (Lernplattform, E-Mail, multimediale Aufbereitung von Themen etc.) die Kosteneffizienz und Nachhaltigkeit ihres Angebotes deutlich erhöhen.
Wer sich als Trainer bzw. Wissensvermittler dieser Herausforderung stellt, der profitiert von guten Rahmenbedingungen. Ein Internet-Anschlusses ist heute oberhalb einer bestimmten Qualifikation beruflich und privat die Regel. Der technische Standard Flash und die schnelle Verbreitung der DSL-Technologie öffnen den Weg für die Arbeit mit Ton und Video. Und die notwendigen Hilfsmittel - von der Lernplattform über Kommunikations-Tools bis hin zu Multimedia-Software - stehen inzwischen in von Laien bedienbaren Versionen teils gratis, teils für relativ wenig Geld zu Verfügung. Engpass ist allein die Bereitschaft von Trainern, sich in die Thematik Schritt für Schritt einzuarbeiten.
Wer als Trainer, Dozent oder Wissensvermittler die Gunst der Stunde nutzen will, für den ist der Crash-Kurs Multimedia von edu.tainment ideal. Hier lernt er u.a., Ton und Video schnell und einfach aufzunehmen und in Flash-Dateien umzuwandeln. Ihm wird vermittelt, welche preiswerten Hilfsmittel zur Grundausstattung eines Multimedia-Studios für Trainer gehören. Er lernt die kostenlose Open Source Lernplattform Moodle kennen und erfährt, wie sich Neuentwicklungen in den Bereichen E-Mail, Blogs (Web-Tagebücher) und Podcasts (eine Art Internet-Radio) sinnvoll für eigene Seminare nutzen lassen.
Crash-Kurs Multimedia für Trainer und Wissensvermittler
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