Peter D. Zettel:
Gedanken zur Evolution des Bewusstseins

Wer die Kraft des TAO für sich besitzen
will, den zerstört sie. Wer dem TAO zu
dienen bereit ist, mit dem ist sie.



ANMERKUNGEN

Was Sie hier lesen, ist die teilweise nur skizzenhaft formulierte Essenz von Erkenntnissen und Einsichten, die ich in den letzten Jahren durch und mit meiner Arbeit hatte.

Statt von Erwachen oder Erleuchtung spreche ich von der Evolution des Bewusstseins, auch deshalb, weil sich zu viele mythische und mystifizierende Vorstellungen um diese beiden Begriffe des Erlebens und der Erfahrung des Numinosen gebildet haben und sie mittlerweile das Stigma des unerreichbar Heiligen tragen - was ein ziemlicher Unfug ist.

Mit diesem Text wage ich mich nach langem Zögern auf ein Feld, auf dem sich das Ego ausgesprochen wohlfühlt und getarnt mit den Worten der Weisen, sein Unwesen treibt.

Für jeden Menschen aber gilt: Wer zu sich selbst finden will, wer wahrhaftig sein will, der muss einen Weg der Bewusstheit gehen. Einen anderen Weg zu uns selbst gibt es nicht.


ALLES IST GEIST

Wir sind was wir denken,
alles, was wir sind,
entsteht aus unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken formen wir die Welt.
Buddha

o GEIST (absoluter)
o Seele
o Geist (personaler)
o Leben
o Materie

Dies sind die Dimensionen des Seins, die sich mit dem Urknall entfaltet haben, den Streben eines Schirmes gleich und so den Kosmos haben werden lassen. Dies beantwortet keine metaphysischen Fragen, sondern nur die Fragen nach der Existenz des Kosmos und dem, was ihn bildet und erfüllt.

Der Mensch hat mit den folgenden Disziplinen zu einem immer tieferen Verständnis des Vorhandenen und Sichtbaren, aber auch des Immanenten und Numinosen gefunden:

o Physik
o Biologie
o Psychologie
o Theologie
o Mystik

Dabei kann es nicht darum gehen, die eine Disziplin gegen die andere zu setzen, sondern als ein (integrales) Ganzes zu sehen, so wie sich der Kosmos nicht in seine einzelnen Dimensionen aufteilen ließe, ohne das Ganze zu zerstören.


EINE ANDERE SICHT

Weisheit, Verständnis und Einsicht in das Wesen der Dinge ist nichts anderes als »die rechte Sicht«. Doch wer sagt uns, welche Sicht richtig und welche Sicht falsch ist?

Eine Sicht muss dann als falsch angesehen werden, wenn sie mit aktuellen Erkenntnissen nicht (mehr) übereinstimmt. Der in unserer Gesellschaft und der Wirtschaft, aber auch noch in Teilen der Wissenschaft und der Psychologie übliche und gebräuchliche Wirklichkeitsbegriff lässt sich mit den Wirklichkeitsbeschreibungen der
Quantenphysik nicht mehr in Einklang bringen. Und auch die Bewusstseinsforscher und die Wissenssoziologen schütteln verneinend den Kopf. Nein, die Welt ist anders, als die Menschen sie sich gemeinhin vorstellen.

Niels Bohr und viele andere Quantenphysiker haben mit der Quantentheorie und ihren Einsichten in physikalische Wirklichkeiten erstaunliche Parallelen ihres physikalischen Weltbildes mit dem Weltbild und dem Denken östlicher Philosophien, des Zen und auch der Mystik entdeckt.

Die Einsichten der alten Weisheitslehren und die Erkenntnisse der Wissenschaft nähern sich auf erstaunliche Weise: Ein guter Grund, das eigene Welt- und Selbstbild zu hinterfragen und auf den Prüfstand zu stellen. Das Besondere an einem Weg der Bewusstheit wie dem des Zen ist dabei, dass er einem nicht sagt »es ist so oder so«, sondern den Weg zu eigenen Einsichten in die Wirklichkeit des Seins eröffnet.


DIE BEDEUTUNG DER EVOLUTION

Hinter der Antwort auf die Frage nach der Evolution des Seins steht spiegelbildlich mein eigenes Selbstverständnis, und definiert damit die Antwort auf die Frage, wie ich mich auf die Welt beziehe:

Entweder ich erlebe den Kosmos und die Welt als das Wirken einer »Schicksalsmacht«,

als Kampf um das Überleben in der Gestalt des »Survival of the fittest«

oder als Evolution von Bewusstsein und Geist in der Gestalt des »Strebens nach Vollendung«, welches Menschsein als Auftrag zur Ganz-Werdung versteht, in dem Bewusstsein, dass wir sind was wir denken, und dass wir mit unseren Gedanken die Welt formen.



EVOLUTION DES BEWUSSTSEINS

o Materielles Bewusstsein
o Biologisches Bewusstsein
o Wahrnehmendes Bewusstsein
o Psychisches Bewusstsein
o Denkendes Bewusstsein
o Gesellschaftliches Bewusstsein
o Systemisches Bewusstsein
o Transpersonales Bewusstsein
o Numinoses Bewusstsein

Je bewusster der Mensch wird, desto mehr wird er sich der einzelnen Dimensionen des Seins bewusst. Dass diese Entwicklung, besser vielleicht Entfaltung, hierarchisch passiert, bedeutet nicht, dass der Kosmos an sich gleichermaßen hierarisch aufgebaut wäre, alles existiert untrennbar nebeneinenander und ineinander.

Bewusstsein ist nicht einfach »da«, sondern es entfaltet sich in der Entwicklung eines Menschen von der Geburt über das Erwachsenwerden bis hin zum Tod. Die Entfaltung des Bewusstseins endet jedoch nicht immer auf derselben Ebene oder demselben Verständnis. Oft beginnt sich die Spirale der Entwicklung des Bewusstseins eines Menschen erst im Alter, mit dem Ausscheiden aus dem Beruf, einer schweren Krankheit oder einem einschneidenden persönlichen Ereignis erneut zu drehen.


TRAUMWELTEN

In vielerlei Hinsicht leben die Menschen in einer Traumwelt. Dann vergleichen sie sich gerne mit jenen, denen es noch schlechter geht, als ihnen selbst und meinen dann, es ginge ihnen gut und es wäre vollkommen richtig, so weiterzumachen wie bisher.

Und weil alle damit beschäftigt sind, sich gegenseitig die Wahrheit zu ersparen, finden sie ganz ok, was sie da tun und verjagen jeden, der sie nachdenklich fragt, was sie da eigentlich machen.

Sie feiern ihre Geburtstage und merken nicht, dass der Tod wieder näher gerückt ist. Sie wünschen sich Glück und wiegen sich in Zuversicht und sprechen lieber von dramatischen Unglücken oder Schicksalsschlägen, wenn sich wieder einmal die selbstverständliche Vergänglichkeit und Unbeständigkeit des Seins zeigt.

Bis vielleicht etwas in ihrem Leben passiert, woran der Traum zerbricht und sie aufwachen und erkennen, was sie in Wirklichkeit tun: Verdrängen, was offensichtlich ist, ausblenden, was nicht passt, Augen zu und durch.

Momentan ist der Klimawandel und seine drohenden Folgen das beherrschende Thema - dabei ist ein Klimawandel auf der Erde in Erdzeitaltern gemessen etwas ziemlich Normales, das haben uns die Klimaforscher schon länger näher gebracht. Das heißt nicht, dass Umweltschutz sinnlos wäre, aber vielleicht sollten wir doch schon jetzt einmal darüber nachdenken, wie sich unser Leben in einem veränderten Klima gestalten könnte, statt dem Irrglauben hinterher zu laufen, wir könnten einen globalen Klimawandel wirklich verhindern.

Unsere inzwischen globale Wirtschaft produziert Handys und schickt Satelliten in den Weltall für die nächsten Jahrzehnte, dabei steht schon lange mal wieder eine Umpolung des Erdmagnetfeldes an. Dass dann alle unsere technischen Errungenschaften ziemlich wertlos sind, interessiert solange noch Profit damit gemacht werden kann, irgendwie niemanden. Schlimmer noch: Die Menschen tun so, als sei es das Wesentliche im Leben, mit dem Handy zu telefonieren und unterwegs im Auto mal schnell die Aktienkurse zu checken.

Viele Menschen sind Spezialisten im Errichten von Luftschlössern. Sie träumen davon, ihr Leben mit Erfolgen und irgendwelchen Errungenschaften zu krönen - als ob es darauf ankäme. Und während sie sich für diese Luftschlösser abrackern und ihre Gesundheit ruinieren, träumen sie von dem wohlverdienten Ruhestand, der sie erwartet, dessen Früchte sie dann aber oft nicht ernten können, weil sie dazu inzwischen viel zu krank sind. Dzongsar Jamyang Khyentse nennt in seinem Buch »Warum Sie kein Buddhist sind« diese Vorstellungen von Erfolg »Babyrasseln für Erwachsene«. Besser kann man es nicht ausdrücken.

Wer sich heute über die Reality-Shows im Fernsehen echauffiert, der sollte vorher seine ganz persönliche eigene Reality-Show betrachten und endlich aufwachen aus der Trance dieser gesellschaftlichen Konstruktion der Wirklichkeit.

Nun ist das wahrlich kein Plädoyer »zurück zu früheren Zeiten oder gar auf die Bäume«, es ist auch kein Aufruf zu Askese und spartanischer Lebensführung, dafür genieße ich schöne Dinge viel zu sehr, als dass mir sowas in den Sinn käme. Vielmehr ist es ein Plädoyer einmal wirklich innezuhalten und nachzudenken darüber, was wirklich wichtig ist im Leben, und das dann auch wahrhaftig handelnd zu tun.

Ich nenne das den Aufbruch zur inneren Freiheit, der Weg zu Authentizität und Wahrhaftigkeit. Mit einem Wort: Wesentlichkeit.


WACH AUF!

Der Zustand des Normalbewusstseins wird vielfach als Schlaf bezeichnet. Das allgemeine Verständnis von Wirklichkeit und Realität werden unreflektiert übernommen, man folgt dem Allgemeinen.

Oft sind es die schon erwähnten einschneidenden Ereignisse im Leben eines Menschen, seien es Unfälle, Trennung, schwere Krankheit oder ein persönliches Scheitern, die zu einer Neuorientierung und einem »Aufwachen« führen, verbunden mit dem Wunsch nach Freiheit, Authentizität und Wahrhaftigkeit.

Der Weg der Bewusstheit wird meist erst dann begangen, wenn der Wunsch nach Freiheit bedingungslos geworden ist. Erst, wenn die Menschen nicht mehr nach Verbesserung ihrer Lebenssituation, sondern nach grundsätzlichen Lösungen suchen, sind sie bereit aufzuwachen aus dem Bewusstsein des Normalen.

Nur wer sich bewusst wird, wie sehr er funktioniert und erkennt, dass die Antwort nicht eine äußere Freiheit von irgendetwas sein kann, sondern nur in der Freiheit im eigenen Inneren liegt, der wird sich aufmachen auf den Weg der Bewusstwerdung. Das heißt, Antworten auf die Fragen des »was und wer bin ich« und des »woher komme ich« finden zu wollen.

Aber manchmal hilft es schon auf den Weg, wenn man sich einmal ganz still hinsetzt und sich fragt: »Was mache ich da eigentlich? Für wen? Wozu?« Oftmals ist das Funktionieren eines Menschen regelrecht maskiert mit eigenen, ich-bezogenen Wünschen, die so berechtigt erscheinen, weil sie »normal« sind. Doch wenn man genau hinschaut erkennt man, dass die Menschen wie in Trance einer Herde gleich einem selbst erschaffenen Mythos folgen.

Das Schwierigste überhaupt ist vielleicht, die Realisierbarkeit der Freiheit zu erkennen, zu erkennen, dass man eine Wahl hat. Doch dabei geht es nicht um die grundsätzliche Möglichkeit, die findet sich oft, etwa in dem Buch »Trotzdem ja zum Leben« von Viktor Frankl, der sich seine Freiheit in Ausschwitz bewahrt hat. Vielmehr geht es darum, den Mut zu haben, diese Freiheit für sich in Anspruch zu nehmen und zu leben, was nur durch die Überweindung der eigenen Selbstbezogenheit möglich ist. Dann kommt man in die Lage, die Natur des eigenen Ich jenseits gesellschaftlicher Konditionierungen zu erkennen, lernt man,

o das  Wirkliche vom Unwirklichen zu unterscheiden,
o die unmittelbare Erfahrung im Jetzt und nicht in der Vorstellung zu machen,
o anzuerkennen was ist,
o die Muster des eigenen Lebens zu verstehen,
o den Geist zu klären,
o sich aus Identifikationen zu lösen,
o nichts anzuhaften,
o sich aus der Vergangenheit zu lösen und
o dem Tod und der Angst zu begegnen


EBENEN DER ENTWICKLUNG

Bewusstsein und Erkenntnisfähigkeit lassen sich als auf einander folgende Ebenen beschreiben, wobei die eine Ebene die vorherige nicht ablöst, sondern in sich aufnehmend transzendiert, so dass wir uns auf allen Ebenen bewegen können, aber eben nur bis zur zuletzt vorhandenen, dem »Ziel« der Entwicklung. »Ziel« steht in Anführungszeichen, weil es tatsächlich nichts zu erreichen gibt, denn reines Sein und unmittelbare Präsenz sind unser ursprünglicher Seins-Zustand.

Untere Ebene:
orientiert sich an Inhalten (mechanisches Denken)

Mittlere Ebene:
orientiert sich an Inhalten und am Kontext (psychologisches Denken)

Höhere Ebene:
orientiert sich am Kontext und an Inhalten (systemisches Denken)

Höchste Ebene:
orientiert sich ausschließlich am Kontext (Intuitives Denken)

Absolute Ebene:
reines Sein, reine Präsenz


FRAG NICHT WARUM!

»Was kümmert dich der Grund deines Leids,
wenn du es beenden kannst?«

Die Welt ist, was ist!
Du bist, was du bist!

Wenn sich ein Blumentopf von einem Balkon im fünften Stock auf den Weg in Richtung meines Kopfes gemacht hat, ich das intuitiv merke und dann bewusst auch sehe, interessiert es mich wenig, warum das so ist, sondern ich schaue, dass ich meinen Kopf und alles was daran befestigt ist, aus der Falllinie bringe.

Es ist einer der großen Fehler vieler Menschen, dass wir Dinge erst dann anerkennen, wenn wir auch ein nach unserer Vorstellung passendes »Warum« dazu gefunden haben - statt anzuerkennen, was ist.

Die Welt ist, was ist und nichts sonst. Und genauso bin ich das, was ich bin. Und das liegt eben an mir. Ich muss einfach tun, was richtig ist und nicht erst klären, warum ich etwas falsch mache.

»Die Wahrheit ist ein pfadloses Land.«

Dieser Ausspruch von Krishnamurti beschreibt, wie es ist. Andererseits gibt es hilfreiche Strukturen, die man sich bewusst machen kann, wie etwa das
Enneagramm, Spiral Dynamics, etc.. Sie sind jedoch nur so lange hilfreich, wie man solche Modelle nicht mit der Wahrheit und der Wirklichkeit verwechselt, denn es sind immer nur Beschreibungen, niemals das Beschriebene selbst.


NICHTS TUN!

Die Evolution des Bewusstseins geschieht als Folge der Aufhebung von Hindernissen und tatsächlich nicht durch den Erwerb von etwas Neuem.

Das Einzige was wir in diesem Sinne tun müssen ist, aufzuhören uns selbst im Weg zu stehen. So einfach gesagt, so schwer zu realisieren, solange wir uns unseres Kontrollbedürfnisses nicht bewusst sind.

Anders ausgedrückt: Wir müssen sein, was wir sind und nicht, was wir meinen sein zu müssen. Dazu ein Zitat aus dem Enneagramm-Buch von Riso/Hudson: »Hierzu brauchen sie sich keine neuen Qualitäten anzueignen, sondern müssen nur ihres Herzens gewahr werden.«

Die menschliche Kultur hat zwei weit gehend getrennte Lebensformen entwickelt: Die eine lässt sich mit »Tun«, die andere mit »Lassen« bezeichnen. Das traditionelle Menschenbild und das übliche Rollenverständnis der westlichen Gesellschaft stellt vor allem die Frage nach den Fertigkeiten und der Kompetenz des Einzelnen, also nach dem Tun.

In der Lebensform des Tuns begreift sich der Mensch als »aktive, planende und selbstbestimmende Person«. Ein solcher Mensch befindet sich in dem uns vertrauten Alltagsbewusstsein. Zentral für das Handeln in diesem Bezugsrahmen des Alltagsbewusstseins ist für den westlichen Menschen das Kriterium der Kontrolle. Und die verliert man eben, wenn man nichts tut!

Bis man merkt, das in dem Bedürfnis nach Kontrolle das grundsätzliche Problem steckt. Um kontrollieren zu können, ist es aber zwingend notwendig, sich von dem zu Kontrollierenden zu distanzieren.

Diese Distanzierung äußert sich in zwei Aspekten:

o Die eigene Existenz wird neu gefasst im Konzept einer (ab-) gesonderten Psyche, die mit Hilfe von Methoden beeinflusst und gestaltet werden kann;

o das Eingebettetsein in ein umgebendes Ganzes wird abgelöst vom Konzept der völligen Trennung von Person und Umwelt.

Die Folge ist die sich in ihrer Ichhaftigkeit behauptende Person.

Kontrolle ist zu einer kulturellen Leitidee geworden, die uns derart selbstverständlich ist, dass wir ihr Vorhandensein kaum mehr bewusst wahrnehmen.

Ganz anders hingegen die Lebenskultur des »Lassens«, die geprägt ist von dem Verständnis des Geschehenlassens und die eine kulturelle Leitidee des Vertrauens impliziert.

Dieses alternative Konzept lässt sich so skizzieren: Erfolg, persönliche Zufriedenheit und das eigene Leben werden aufgefasst

o als etwas Geschenktes;
o als etwas mir Gewährtes;
o als etwas, das in einem größeren Kontext immer schon vorhanden ist;

also als etwas, das nicht der ichhaften Abgrenzung gegenüber der Außenwelt bedarf, sondern im Gegenteil auf das Gewahrwerden der Einbettung angewiesen ist.

Nach diesem Konzept

o bin ich grundsätzlich und unauflösbar in einem Größeren enthalten;
o und unauflösbar mit allem anderen verbunden.

Erfolg und Leben wird dieser Auffassung nach nicht ausschließlich durch selbstbestimmtes Tun errungen, sondern vielmehr gerade auch durch Nicht-Tun ermöglicht.

Das Konzept des Nicht-Tuns entsteht aus der Erfahrung der grundsätzlichen und unauflösbaren Verbundenheit mit allem.

Nicht-Tun meint also: Das allein ich-zentrierte Wollen muss aufgegeben werden; das planende Ich muss zurücktreten; der Wunsch nach Kontrolle muss aufgegeben werden. Unter solchen Voraussetzungen entsteht ein Zustand des Bewusstseins, in dem die Person einerseits hellwach ist und gleichwohl nicht mehr von ihrem ichhaften Wollen bestimmt ist.

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