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Newsletter Nr. 32
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30. Mai 2007
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Liebe Leserin, lieber Leser,
mein Name ist Rita Newman. Fotografie und Bildkonzepte sind mein Beruf … und gerne biete ich Ihnen hier einmal die Gelegenheit, mir bei der Arbeit über die Schultern zu schauen. Im Kultur-Bereich von psychophysik.com findet sich eine neue Foto-Ausstellung von mir, die eine Geschichte hat.
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Auftrag aus dem Lebensministerium Anfang 2005 bekam ich vom Österreichischen Lebensministeriums (das ist das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft) den Auftrag, die so genannten Genuss- Regionen zu fotografieren. Es handelt sich dabei gewissermassen um Erzeugergemeinschaften bestimmter kulinarischer Besonderheiten wie spezielle Käse- oder Fleischsorten, auch Obst- oder Gemüseprodukte, ausgenommen Wein und Bier. Die Kampagne soll durch Markenbildung regionale Identität bilden und dadurch ländliche Strukturen unter- stützen.
Natürlich freut man sich als Fotografin über einen großen Auftrag. Aber viel mehr war es nicht zu diesem Zeitpunkt. Wie ich das mache, war im Großen und Ganzen mir überlassen. Vorgegeben war das Budget und verschiedene Stichwörter wie Menschen, Landschaft, Produktion und Detailfotos. Ich wusste nicht, welche Reise eigentlich mit diesem Auftrag begann. Eine Reise, nicht nur durch Österreich sondern in meine Vergangenheit.
Keine Agentur, kein Styling, kein Drehbuch, nur Stichwörter Schon bei der telefonischen Vorbereitung wurde schnell klar, dass ich in erster Linie mit den Erzeugern wie Bäuerinnen, Sennern oder Hirten meine Fototermine besprach. Diese hatten zwar gewisse übergeord- nete Funktionen wie Vereinsobmänner und dergleichen, nichtsdesto- weniger waren sie selbst Teil der Sache. Keine Agentur, kein Styling, kein Drehbuch, nur Stichwörter.
Nun, wo soll ich beginnen? Ich erzähle Ihnen einfach ein paar Geschichten, wie die von den Gurktalern, die zwei mal winken mussten, dem fast blinden Senner und seinem treuen Hund, oder dem Meisterhirt Lukas, der aus seiner stoischen Ruhe gerissen wurde.
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Mann in Lederhose Fangen wir mit dem ersten Bild an. Da steht ein Mann in Lederhosen. In der rechten eine Milchkanne, an der Linken einen kleinen Buben. “Görtschitztaler Milch” heisst die Genuss-Region. Getroffen haben wir uns in einer kleine Molkerei, die diesen besonderen Kärntner Brösel- topfen und eben auch Milch herstellt. Die Milch kommt von den um- liegenden Bauern und Bergbauern. Zu solch einem sind wir gefahren, unsere “Models” abzuholen. Wir bleiben stehen vor einem Hof. Die Tür geht auf. Eine Frau mit verweinten Augen und kleinem Bub mit Lederhosen auf dem Arm kommen heraus. Ihr Cousin ist gestorben, gestern beim Ausschneiden von gefällten Bäumen aufgrund der Borkenkäferplage.
Und es beginnt zu regnen. Eigentlich alles nicht so toll. Wir fahren noch weiter hinauf und hinauf. Es ist etwas zu kalt für mein Outfit. Und es regnet noch stärker. Schnell, der Vater her, auch mit Lederhose, Schirm über die Kamera. Er mit Milchkanne in der Hand. Und der Kleine will mit. Hand in Hand, auf die Wiese. Das Foto berührt mich noch heute. Auch das eine, das nur die Familie bekommen hat. Wo der Opa, der in der kleinen Hütte mit seiner Frau den ganzen Sommer über droben bleibt, um jeden Tag die Kühe reinzutreiben und zu melken, mich ersucht, ob ich nicht ein Foto der Familie machen könne. Da stehen sie nun alle, Bub am Arm, im Hintergrund die Kühe, im Regen. Ab diesem Zeitpunkt, wenn ich Kärntner Kasnudln esse, tu ich es bewusster. Ich weiß nun, was es braucht, so einen Topfen zu machen.
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Montafoner Sura Kees Da ich gerade in den Bergen bin: Montafoner Sura Kees. Unglaublich diese Vorarlberger Käsealmen. Eine andere Welt. Die Menschen … ich komm mir vor wie auf Speed, wenn ich ankomme. Dieser Prozess, Käse zu machen aus Rohmilch. So viele Handgriffe, so früh aufste- hen, harte Arbeit, schlichte Räume. Dann die Tracht. Die Montafoner Tracht. Der Hut der Männer ist ein Zylinder. Das Mädchen hat einen Blumenstrauß aus Alpenblumen in der Hand und sitzt vor der Hütte. Dann kommt der Nebel und neben dem Alpkreuz machen wir wieder ein Gruppenfoto der drei Sennerfamilien hier oben. Die Buben haben Filzhüte auf und Gummistiefel an und ziehen noch eine Kuh mit ins Bild. Da schwappt der Nebel über den Gipfel und umschließt uns alle. Es ist so real.
Warum barfuß? Es fühlt sich wohler an. Zurück ins Tal, dort wo sich das Wasser sammelt. Auch hier war mir kalt. Ich habe im wohltemperierten Stadtleben einfach vergessen, wie kalt es am Berg ganz oben oder am Wasser ganz früh sein kann. Und mit früh meine ich früh. Es ist halb fünf. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen und ich stehe am Steg. Mit Ausrüstung und einem Bein noch im Bett. Da kommt er, der Fischer mit zwei Booten, eines davon nennt man Plätte oder Trauner. Er ist barfuß und wird es bleiben. Wir fahren hinaus und er holt die Grundnetze ein. Später wirft er sie an anderer Stelle wieder aus. Dazwischen geht die Sonne auf. Das Wasser ist Gold. Warum er barfuß ist? Er fühlt sich wohler meint er und rutscht nicht aus im Boot.
„Ob er nicht ein paar Erdäpfel halten kann?“ Jede Region ist eine Begegnung. Jede. Ich lerne, was luftgeselchter Speck ist sowie dass die Speicherkarte meiner Digitalkamera kaputt gehen kann … einfach so. Darum mussten sie zweimal winken die Speckmacher mit den salzigen Händen, die jeden Speck einzeln einreiben, oben am Hügel. Den Speck auf Stangen, im Hintergrund das Gurktal. Ich weiß auch, dass man vom hellen Licht auf den Bergen das Augenlicht langsam verlieren kann, wenn man 40 Jahre die Kühe herumtreibt auf der Alm und wie Sennerhunde aufpassen können. Auch, dass Hirten Meister werden können, davor als Kleinhirt beginnen und dann lachen, wenn die Fotografin aus der Stadt den Hang hinunter stolpert auf der Flucht vor dem Braunvieh, das sich bloß mal ein bisschen zuwenden wollte. Oder vom Weinviertler Erdäpfelbauer, aufgegabelt im schönen Erdkeller nebenan, inmitten der Felder. Ob er nicht ein paar Erdäpfel halten kann?
Was das mit meiner Vergangenheit zu tun hat? Ich komme vom Land. Mit 18 weg in die Stadt, nichts wie weg. Studieren, gscheit werden, Magister und so. Aber dann kommen die Erinnerungen dort auf den Feldern beim Fotografieren. Die Erinnerung an die Oma, die Bäuerin mit ihrem großen Garten, den Onkel, der „so eine gute Hand hat für die Kaiberl”. Klingt jetzt romantischer als es war. Der Onkel hat sich später versucht, umzubringen. Aber es hat mich stärker geprägt, als mir bewusst war.
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Was ist uns bewusst, was um uns passiert? Was ich esse und kaufe, ist mir nicht egal. Die Verantwortung beginnt im Supermarkt. Regionale Besonderheiten mit all dem Wissen, das dahinter steckt, verschwinden, wenn „billig” die Richtlinie ist. Billig, wofür wir teuer bezahlen. Und ich rede nicht nur von den Transportwegen. Was haben wir eingetauscht für den Plausch beim Fleischer oder Bäcker? In der Schlange stehen, unpersönlich, dafür mit Druck, wenn jemand ein bisschen länger kramt. Dabei sollte man sich doch Zeit ersparen durch die Zentralisierung der Märkte. Wie sich auch der Bauer Zeit sparen muss – da er nebenerwerbstätig noch arbeiten muss – beim Grasmähen zum Beispiel. Darum wurden die alten Birnbaumalleen umgeschnitten. Um einen Baum herummähen kostet Zeit. Dann engagiert sich wer persönlich, rettet einige Alleen und macht Saft aus den Birnen. Der kostet aber ein bisschen mehr. Doch wie schön es ist, durch so eine Allee zu wandern. Landschafts- pflege und bäuerliche Produkte gehören zusammen. Auch das war mir vorher nicht bewusst. Was ist uns bewusst, was um uns passiert, was verschwindet, was kommt? Diese Frage stelle ich mir seither öfters…
Ich wünsche Ihnen viel Freude beim Blick hinter die Kulissen des österreichischen Supermarktregals…
Ihre Rita Newman
www.newman.at
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PROF. GÜNTER EWALD ÜBER »GEHIRN, SEELE & COMPUTER« Der renommierte Physiker und Kernforscher Prof. Dr. Wolf Häfele bezeichnet »Gehirn, Seele und Computer« als ein „dringend erforderliches hervorragendes Buch, das in Sachen Subjekt-Objekt Spaltung eine Klärung zwischen moderner Physik und etablierter Medizin-Biologie herbeiführt.“ Der Theologe Prof. Dr. Helmut Obst umschreibt es mit den Worten: „In den letzten Jahren wurde von einigen Hirnforschern und Teilen der Presse der Eindruck erweckt, die Geheimnisse des menschlichen Hirns seien weitgehend entschlüsselt, Geist und Bewusstsein des Menschen seien letztlich Funktionen des menschlichen Hirns. Das Buch von Günter Ewald stellt diese verschie- dentlich mit dem Anspruch eines Dogmas vorgetragene These mit wissenschaftlichen Methoden in Frage, ohne die Grenze von Wissen und Glauben zu überschreiten.“
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INFO3-INTERVIEW MIT PROF. ANTON ZEILINGER Unter Quantenphysikern setzt sich immer mehr die Sichtweise durch, dass Materie eine Illusion menschlicher Wahrnehmung ist, hinter der sich in Wirklichkeit ein Informations-Phänomen versteckt. Der Wiener Quantenphysiker Prof. Anton Zeilinger, bekannt geworden durch seine Experimente zur Photonen- Teleportation, ist einer der Vor- denker dieses sich andeutenden Paradigmenwechsels. Felix Hau, Ralf Vanscheidt und Jens Heisterkamp vom Magazin info3 interviewten Zeilinger im April 1999 an der Universität Wien und gingen dabei u. a. der Frage nach, ob es zwischen den Begriffen „Information“ - im quantenphysikalischen Sinne - und „Geist“ eine Nähe gibt.
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PETER D. ZETTEL: »ZEN« Einer wahren Persönlichkeit genügt es nicht, »gut« zu sein. Sie schöpft aus einem besonderen Potenzial, das man sich nicht wie Wissen oder eine Fertigkeit aneignen kann. Es ist diese besondere Kompetenz, die sich nicht erlernen lässt, wie man eine gute Kommu- nikation erlernen kann. Es ist diese spezifische Kompetenz, die Aus- druck einer bewussten Lebenshaltung ist und sich als vollkommene Präsenz, Kraft und Energie zeigt. Zen verhilft zu einem Höchstmaß an gedanklicher Klarheit, Konzentration und Achtsamkeit, zu Tatkraft und unerschütterlicher Souveränität. Doch nicht das Prozedere des Zazen (Sitzmeditation) oder der Sieg über einen Gegner machen den Wert der fernöstlichen Lehren aus, sondern das, was in ihnen liegt, die Essenz. Für die wahren Meister liegt die Bedeutung des Zen nicht darin, überlegen zu sein, sondern emotionale Ausgeglichenheit, inne- ren Frieden und vollkommene Präsenz zu erlangen und im Einklang mit dem Fluss des Lebens zu sein.
Peter D. Zettel: »Denken, Bewusstsein und Bewusstheit«
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Dr. Michael Balk: »Klarheit im Fühlen, Denken und Handeln«
»MIT DEM COACH NEUE PERSPEKTIVEN FINDEN« Die Ursachen für persönliche Unzufriedenheit und Sinnkrisen sind viel öfter in der Arbeitswelt zu finden als im Privatleben. So wundert es nicht, dass eine der häufigsten Anlässe im Coaching das Motiv „Neuausrichtung“ ist. Für die einen bedeutet es, mit Hilfe des Coach den Sinn in der Arbeit bzw. im Leben neu zu finden; andere, vor allem jüngere Menschen, kommen, um mit professioneller Unterstützung die nächsten Schritte in ihrer Karriere zu planen. Management und Karriere Coach Dr. Brigitte Wolter berichtet aus ihrer Coaching Praxis und gibt Einblicke in ein Thema, bei dem es um Arbeit als Weg zur Selbstverwirklichung geht.
Dr. Brigitte Wolter über Neuausrichtung mittels Coaching
H.BLOG: PRO UND CONTRA EVIDENZBASIERTE MEDIZIN In seinem bei Springer/Berlin herausgegebenen Buch »Komplementäre Methodenlehre der klinischen Forschung« wirbt Dr. med. Helmut Kiene vom Institut für angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methodologie e. V. in Bad Krozingen für die Idee, die gravierenden Schwachstellen der Evidence-based Medicine (u. a. die schrittweise Verdrängung leistungsfähiger und kosteneffizienter Therapierich- tungen aus rein kommerziellen Gründen) durch seinen Gegenentwurf einer Cognition-based Medicine zu heilen. Laut Kiene kann man in einer „Evidence-based Healthcare nicht wissen, ob die Therapien, für die ein Wirksamkeitsnachweis in randomisierten Studien erbracht wurde, tatsächlich wirksamer und kostengünstiger sind als solche, für die es kein Ergebnis einer randomisierten Studie gibt“. Evidenzba- sierte Medizin in Reinform ist somit zu erheblichen Teilen ein Etiket- tenschwindel, dessen Verpackung mehr verspricht, als sie halten kann.
»Von der Evidenzbasierten Medizin zur Erkenntnisbasierten Medizin« »Pro und Kontra Evidenzbasierte Medizin (ebm)« Homöopathie, THE LANCET und »Das Ende des deutschen Fußballs«
»DIE LUNGENENTZÜNDUNG LIEGT AUF ZIMMER 187« (humannews.de) - Dem Gesundheitswesen geht allerorten die Menschlichkeit verloren. Zwar ist der Stand der medizinischen Forschung heute höher als je zuvor, doch weder Mediziner noch Patienten sind mit der Situation zufrieden. Der amerikanische Arzt Dr. David R. Shlim und der tibetische Mönch Chökyi Nyima Rinpoche stellen diesem Mangel in der Krankenversorgung ihr Programm der mitfühlenden Betreuung als Lösung gegenüber. In dem Buch „Medizin und Mitgefühl" erklären die beiden Autoren, welche Vorteile Patient und auch Arzt aus dieser Art des Heilverfahrens ziehen. Beim internationalen Kongress „Medizin, Achtsamkeit & Mitgefühl" vom 29. Juni bis 1. Juli 2007 in Köln werden Dr. Shlim und Chökyi Nyima Rinpoche ihr Programm erstmals der deutschen Fachöffentlichkeit präsentieren.
Kongress: „Medizin, Achtsamkeit & Mitgefühl"
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