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Die Argumentation, dass das Maß der Peak-Höhe nicht angemessen ist, kann man aus meiner Sicht teilweise gelten lassen, teilweise ist es akademisch. Es ist wohl richtig, dass dieses Maß eher grob ist und z.B. durch Flächen- oder andere Maße ergänzt werden könnte. Es ist indes sowohl in der EEG-Forschung als auch in anderen Forschungsbereichen durchaus üblich, Peak-Höhe als einfach zu messenden Parameter zu verwenden. Man verschenkt dadurch Information, begeht aber keine entscheidenden Fehler.
Wichtiger wiegt das Argument der Verblindung. Soweit ich die Publikation in Erinnerung habe, sind die Untersuchungen blind vorgenommen worden. Ein großer Teil der Vorwürfe der Kritik-Autoren richtet sich dagegen, dass die Diplomanden und Personen, die Messungen vorgenommen haben, durch Selektionsbias bzw. durch Schätzfehler die Daten verzerrt haben könnten. Dies ist selbstverständlich dann richtig, wenn Untersuchungen nicht verblindet durchgeführt werden. Ohne dies im Detail jetzt genau beurteilen zu können, hatte ich allerdings bei der Lektüre der Originalarbeit den Eindruck, dass die Arbeiten blind durchgeführt worden sind. Dies gälte es zu überprüfen. Denn wenn die Vorwürfe berechtigt sind, dass die Studie nicht verblindet durchgeführt worden ist, dann sind die Argumente der Kritiker durchaus berechtigt.
Insgesamt ist natürlich die Kritik berechtigt, dass bei einer ordentlichen Qualitätssicherung des Manuskripts in einem Verlag oder in einer Schriftleitung, die sich um gute Begutachtung kümmert, solche Auslassungen von Informationen bzw. entscheidende methodische Angaben eingefordert bzw. nachgebessert worden wären. Dass dies bei einer Publikation in der Zeitschrift Biologische Medizin nicht der Fall ist, ist bedauerlich, aber auch leider nicht zu verhindern, da es sich meines Wissens nicht um eine begutachtete Zeitschrift handelt.
Insofern ist auch die gesamte Diskussion aus meiner Sicht um einige Nummern zu drastisch, da diese Information im wissenschaftlichen Sinne auch nicht zur Verfügung steht, wenn sie nicht in einer begutachteten Zeitschrift publiziert worden ist, nicht durch eine entsprechende Datenbank gefunden werden kann und daher auch nicht in entsprechende Überblicksarbeiten und Metaanalysen eingeht. In diesem Sinne wäre zu allererst zu beklagen, dass sich die Firma Heel mit ihrem Reckeweg-Preis nicht entscheidet, einen konventionellen Weg der Begutachtung zu gehen, sondern die entscheidenden Schritte der Qualitätssicherung hausintern vornimmt. Dies sind aber sicher keine Vorwürfe, die man den Autoren der Studie machen kann, sondern die generell an die Adresse des Preisverleihers zu richten ist. Man kann Bewerbern um einen Preis sicherlich keinen Vorwurf dahingehend machen, dass sie sich an die Vorgaben des Preisverleihers zu halten haben.
Insgesamt sind die Vorwürfe, die von den Autoren der Kritik an die Adresse der Studienautoren gemacht wurden, dermaßen gravierend, dass aus meiner Sicht nur eine Aufklärung der einzelnen Punkte durch die Autoren selbst Klarheit verschaffen kann. Gewichtige Details sind den Publikationen nicht zu entnehmen und können nur als Zusatzinformationen von den Autoren erhoben werden. Wenn ich mich allerdings in die Situation eines Autors versetze, der von Kritikern dermaßen massiv angegriffen wird, dann wäre meine Bereitschaft zur Kooperation selbstverständlich durch diese Situation nicht unbedingt vermehrt worden. Da ich die Vorgeschichte und die Art der Kommunikationen bzw. den Stil der Anfragen nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, ob die mangelnde Kooperation der Studienautoren mit den Kritikern darauf zurückzuführen ist, dass die Kritiker sich im Ton vergriffen und dadurch die Autoren vergrault haben, oder ob die Autoren wie die Kritiker insinuieren etwas zu verbergen haben. Dies ist, das sei hier nur am Rande erwähnt, insgesamt eine Problematik der Diskussion um derlei strittige Fälle, dass nämlich Kritiker meiner Erfahrung nach in aller Regel weniger inhaltlich orientiert sind, als pauschal verurteilend und vorverurteilend vorgehen, wodurch der Dialog zwischen den entsprechenden Kulturkompartimenten des Wissenschaftsbetriebes sehr erschwert wird. Ich persönlich bedauere dies und sehe in dem vorliegenden kritischen Manuskript nur sehr wenige Ansätze von der Diktion und der Gestaltung her, dieses Dilemma zu überwinden. Aus diesem Grunde möchte ich mich auch nicht weiter in diese Diskussion einmischen, weil sie nur zu Polarisierungen beitragen würde, die aus meiner Sicht nicht zweckdienlich ist.
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