|
Im Umfeld der Hypnose-Szene gibt es schon seit langer Zeit zwei Fraktionen, welche beide - zum Teil in skurriler Form - für sich in Anspruch nehmen, die wahre Heilslehre zu verkünden: Es geht um die Unterscheidung zwischen direkt autoritärer und indirekt permis- siver Hypnose. So grotesk die Ehrenbekundungen für eine der beiden Hypnosemethoden mitunter auch erscheinen, der Disput hat einen positiven Effekt: Er regt dazu an, das Verständnis für Hypnose zu verbessern.
Für Hypnose-Laien hier eine plakative und nicht bis in jedes Detail ernst gemeinte Kurzbeschreibung: Im Rahmen einer direkt auto- ritären Hypnose geben Sie dem Unterbewusstsein eines Menschen den Befehl, sich gefälligst in der Form XY zu verhalten. Sie hypno- tisieren “Du hast Dein Bedürfnis nach Nikotin verloren” und im Erfolgsfall verspürt ein Proband tatsächlich kein Bedürfnis mehr nach Nikotin. Ganz anders in der indirekt permissiven Hypnose. Hier wird in einer zum Teil kryptischen und für das Wach-Bewusstsein unverständlichen Form mit dem Unterbewusstsein gesprochen, um seine Eigenintelligenz im Sinne eines Selbstheilungsprozesses zu aktivieren.
Im Grunde genommen ist der erwähnte Disput überflüssig, da beide Verfahren wertvoll sind und es darauf ankommt, für welchen Zweck und unter welchen Bedingungen sie eingesetzt werden. Beide Verfahren haben Stärken und Schwächen.
Vorteil der direkt autoritären Hypnose ist es, dass eine Wirkung bei optimaler Vorgehensweise innerhalb von Sekunden eintritt, in vielen Fällen sogar stark und mächtig. Im Falle der direkt autoritären Show-Hypnose bekommt der Hypnotiseur darüber hinaus umgehend ein klares Feedback, ob seine Maßnahme erfolgreich oder erfolglos war. Wer Hypnose bis zum Kern verstehen und beherrschen willl, der macht in einem Show-Hypnose-Seminar wertvolle Erfahrungen, die er nur dort machen kann. Nur hier sieht er umgehend und zum Teil beeindruckend, was er ausgelöst hat. Nachteil der direkt autori- tären Hypnose ist die Tatsache, dass dieses Verfahren komplexen, vielschichtigen und verschachtelten körperlich, geistig, seelischen Krankheitssymptomen - z.B. mentalen Selbstsabotage-Programmen - nicht gerecht wird. Hinter vielen Symptomen verbergen sich - ver- gleichbar mit den Schalen einer Zwiebel - weitere Ursachen auf einer tieferen Schicht. Wird beispielsweise “Schüchternheit” mit einer direkt autoritären Hypnose behandelt, verbergen sich jedoch komplexe Selbstsabotage-Programme hinter dieser “Schüchternheit”, so wird die Wirkung der direkt autoritären Hypnose nach einem kurzen Anfangserfolg wieder verschwinden. Es muss auch darauf hingewiesen werden, dass der unprofessionelle und menschlich unreife Umgang mit direkt autoritärer Hypnose riskant ist. Show-Hypnose wird häufig pauschal und ohne Sachkenntnis in einen “Topf” geworfen. Aus Gründen der Korrektheit und Fairness sollte jedoch zwischen seriöser und unseriöser Show-Hypnose unterschieden werden. Die letzte Variante ist mit großen gesundheitlichen Risiken verbunden.
Vorteil der indirekt permissiven Hypnose ist die Aktivierung der Eigenintelligenz des Unterbewusstseins. Verbergen sich z.B. hinter einem psychosomatischen Krankheitssymptom komplexe und viel- schichtige Ursachen, welche miteinander verbunden sind, so scheint es eine Eigenintelligenz des Unterbewusstseins zu geben, welche durch indirekt permissive Hypnose aktiviert werden kann. Spricht die direkt autoritäre Hypnose den für einen Hypnotiseur sichtbaren Teil des Eisbergs oberhalb der Wasseroberfläche an, so räumt die indirekt permissive Hypnose den größeren und unsichtbaren Teil des Eisbergs unterhalb der Wasseroberfläch auf. Kann direkt autoritäre Hypnose im ungünstigsten Fall die Qualität einer Brechstange haben, so wirkt indirekt permissive Hypnose wie das sanfte Schmelzen von Eis. Diesen Vorteilen stehen jedoch auch gravierende Nachteile der indirekt permissiven Hypnose gegenüber. Um Wirkung, Wirkmechanismus und Qualität von Hypnose bewerten zu können, wird Feedback in Form klarer und deutlicher menschlicher Heilungsreaktionen benötigt. Genau dieser Aspekt ist die wunde Stelle der indirekt permissiven Hypnose. Ist ein Therapeut ehrlich, so kann er Ihnen nicht klar sagen, ob eine Wirkung durch die Hypnose selbst oder durch eine positive Erwartungshaltung ausgelöst wird. Liegt der Wirkmechanismus beispielsweise in der Suggestivwirkung des Therapeuten, so könnte er diesen Effekt auch ohne Hypnose erreichen. Da es im Bereich der indirekt permissiven Hypnose sowohl Könner als auch Nieten gibt, ist es für einen Laien teilweise schwierig, die Qualität eines Angebotes korrekt einzuschätzen.
Wer Hypnose als Laie oder Therapeut bis in seine Grenzbereiche erfahren und verstehen will, dem wird an dieser Stelle der Besuch des Hypnose-Seminars von Wolfgang Künzel (Künstlername ALEXANDER CAIN) ausdrücklich empfohlen. Künzel ist Show-Hypnotiseur und gehört in Europa zum kleinen Kreis der führenden Koryphäen auf diesem Gebiet. Im Gegensatz zu manchem Kollegen arbeitet er hochgradig gewissenhaft, sicherheitsorientiert und sorgt dafür, dass eine bestimmte Grenze an Schabernack nicht überschritten wird. Künzel ist frei von Starallüren, engagiert sich ehrenamtlich in der Hypnose-Weiterbildung und gibt in seinen Hypnose-Seminaren freien Einblick in Theorie, Methodik und Vorgehensweise. Seine Hypnose-Akademie kooperiert mit Dr. med., Dipl.-Inf. Franz Wallner, Leiter des schlafmedizinischen Instituts an der Universität München. Die praktischen Erfahrungen dieses Seminars bieten gerade Medizinern und Therapeuten wertvolle Impulse (z.B. Effekte in tiefer Trance), welche in klassischen Ausbildungsangeboten in der Regel fehlen.
Hypnose-Seminar mit Alexander Cain
Hinweis zu Copyright & Urheberrecht
|