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Leseprobe aus der Einleitung des Buches “Geistheilung von A bis Z” von Dr. Harald Wiesendanger:
“In welchen Fällen hilft Geistiges Heilen? Kommt es auch meinem speziellen Problem bei?“ Kaum eine Frage wird mir häufiger gestellt, seit ich Patienten berate, die unschlüssig sind, ob sie sich auf diese umstrittene Therapieform einlassen sollen.
Am naheliegendsten scheint es, die Antwort darauf den unmittelbar Beteiligten zu überlassen: nämlich den Patienten und ihren Heilern. Eben diesem Ansatz folgt das vorliegende Buch: Es lässt Menschen zu Wort kommen, die sich einem Geistheiler anvertrauten, nachdem die konventionelle Medizin zuwenig bis gar nichts mehr für sie tun konnte - und diesen Schritt nicht bereut hab. Und es gibt Heilern Gelegenheit, besonders bemerkenswerte Erfolge aus ihrer Praxis vorzustellen. Ein Teil dieser Berichte stammt aus mehreren Erhebungen per Fragebogen, die ich für meine “Heiler-Datenbank“1 seit 1992 unter rund tausend Geistheilern im deutschsprachigen Raum durchgeführt habe, sowie persönlichen Mitteilungen von ihnen. Ein anderer Teil ist mir im Laufe der vergangenen fünfzehn Jahre von Patienten zugetragen worden, nachdem sie sich auf meine Empfehlung hin, oder aufgrund von Hinweisen in meiner Datenbank, auf einen Heiler eingelassen hatten. Ein weiterer Teil stammt aus eigenen Beobachtungen, die ich in mehreren Tests mit insgesamt 54 Heilern und 150 chronisch Kranken machen konnte2 - unter anderem 1998 in einer fünfmonatigen, ärztlich kontrollierten Studie, die ich in einem gesonderten Buch dokumentiert habe3.
Wie glaubhaft können Fallschilderungen aus dem Mund von Heilern und Patienten überhaupt ausfallen? Heilern lassen sich durchaus etliche nahe liegende Motive unterstellen, Behandlungsverläufe zu schönen und wichtige Details zu verschweigen: Erfolgsmeldungen haben willkommene Werbewirkung, und sie schmeicheln dem eigenen Ego. Häufig endet außerdem der Kontakt zum Patienten, lange bevor von einer vollständigen, dauerhaften Heilung die Rede sein kann; von Rückschlägen erfährt der Heiler hinterher selten.
Patienten wiederum sind in mehrfacher Gefahr, sich über den Nutzen einer Geistheilung etwas vorzumachen: Beeindruckt von den Bemühungen, günstigstenfalls auch vom tadellosen Charakter, der herzlichen Anteilnahme und dem engagierten Bemühen ihres Heilers, möchten sie ihn nicht enttäuschen. Seinen Suggestionen ausgesetzt und zu Autosuggestionen verführt, neigen sie dazu, sich Erfolge zeitweilig einzureden, kleinste Fortschritte überzubewerten, Enttäuschungen zu verdrängen. Nach einem mehr oder minder erheblichen Aufwand an Zeit und Geld ist die Neigung gering, sich illusionslos eine Fehlinvestition einzugestehen. Zudem geben Behandelte Erfolgsmeldungen zumeist unmittelbar nach Abschluss der Heilsitzungen ab; somit bleibt offen, wie nachhaltig die erzielten Ergebnisse sind.
Darüber hinaus neigen beide Seiten, Heiler ebenso wie Behandelte, dazu, die Auswirkungen von Begleitumständen zu unterschätzen: sei es eine gleichzeitig durchgeführte ärztliche Behandlung, ein eingenommenes Medikament, eine umgestellte Ernährung, oder Veränderungen in Alltagsgewohnheiten, Einstellungen und sozialem Umfeld. Was ihre Berichte bestenfalls belegen, sind gesundheitliche Fortschritte, während eine Geistheilung stattfand; jedoch beweisen sie nicht, dass sich diese Fortschritte ausschließlich oder auch nur überwiegend wegen der Geistheilung einstellten.
Allein deshalb die hier zusammengestellten Erfolge als unglaubwürdig abzutun, wäre andererseits voreilig. Denn oft ereignen sie sich auch vor den Augen von Ärzten.4 Und Dutzende von klinischen Studien bestätigen sie inzwischen.5 Immerhin sind Heiler und Behandelte unmittelbare Zeugen des Geschehens, und meist auch die einzigen - und die notorische Unzuverlässigkeit von Zeugen bietet auch in anderen Zusammenhängen, etwa bei Gerichtsverhandlungen, keinen hinlänglichen Grund, über ihre Erlebnisse hinwegzugehen. Ein Patient mag sich darüber täuschen, ob Geistiges Heilen über spür- und sichtbare Symptome hinaus auch die Ursachen einer Erkrankung beseitigt hat - aber niemand weiß besser als er, wie es ihm geht. Und wenn ein Schwerkranker nach einigen Malen Handauflegen aufrichtig versichert, seine Beschwerden hätten deutlich nachgelassen, er fühle sich wohler, er sei zufrieden, ausgeglichen und glücklich wie lange nicht mehr:
Wie viel Sinn machen Zweifel daran? Seit sich die westliche Medizin in eine angewandte Naturwissenschaft umdefinierte, begünstigt sie einen Typ von Arzt, der unter Gesundheit und Krankheit messbare Zustände eines komplex organisierten Stücks Biomaterie versteht; um deren Natur “objektiv“ zu erfassen, scheint die “bloß subjektive“ Perspektive des Patienten vernachlässigbar, ja eher hinderlich. Doch Gesundheit und Befinden gehören untrennbar zusammen; keine Heiltradition außerhalb des abendländischen Kulturkreises kam je auf die absonderliche Idee, sie ideologisch auseinanderzudividieren - und als unerheblich abzutun, wie es ist, krank zu sein. Selbst wenn die Fortschritte, über die zahlreiche Patienten von Geistheilern berichten, bloß suggestiv erzeugt und von kurzer Dauer wären, bedeuten sie in der Regel mehr, als Ärzte zuvor für möglich gehalten und mit konventionellen Mitteln erreicht haben. Und gerade bei chronischen, über Jahre hinweg anhaltend belastenden Leiden ist jede noch so geringe, flüchtige Linderung immer noch besser als überhaupt keine.
Wer Hoffnungen weckt, muss verhindern, dass sie ausufern. Wie jede Therapieform, so stößt auch Geistiges Heilen an Grenzen. Sie liegen wohl genau dort, wo auch unsere natürlichen Selbstheilungskräfte an Grenzen stoßen - denn diese sind es vermutlich, die von Heilern angeregt werden, auf psychologischem, aber auch auf rätselhaftem physikalischen Weg. Ein amputiertes Bein, ein gezogener Zahn, eine herausoperierte Niere ist auch in einer Heilerpraxis noch niemandem nachgewachsen. Allerdings kann es vorkommen, dass unter einer aufgelegten Hand beispielsweise ein bösartiger Tumor zu wachsen aufhört oder sich sogar zurückbildet - und eben dazu ist unser Immunsystem unter günstigen Umständen auch ohne Beteiligung eines Geistheilers imstande, wie die Forschung über Spontanremissionen zeigt.
In ihrer Summe fügen sich die Fallbeispiele dieses Buchs zu einer ermutigenden Sammlung von imposanten Erfolgsmeldungen zusammen. Sie verdeutlicht, dass es schlechterdings kein Leiden gibt, mit dem Geistheiler nicht zu tun bekommen - und kaum eines, das nicht auf ihre Bemühungen anspricht, auch in vermeintlich aussichtslosen Fällen, die Ärzte bereits als “behandlungsresistent“, als “austherapiert“ bezeichnet haben: von Allergien über Bluthochdruck und Diabetes bis hin zu Epilepsie und Lähmungen, rheumatischen Erkrankungen und Krebsleiden, auch in fortgeschrittenen Stadien. Patienten lernen daraus: Es gibt keinen Grund zu resignieren. Selbst in vermeintlich aussichtsloser Lage bietet Geistiges Heilen noch eine Chance.
Soweit die gute Nachricht. Und nun die schlechte: Diese Chance ist vermutlich weitaus geringer, als viele Hilfesuchende erhoffen und die meisten Heiler ihnen weismachen. Kein seriöser Heiler kann versprechen, dass er in allen Fällen ebenso rasch ebensoviel erreicht wie in den hier geschilderten. Kein Patient kann sicher sein, dass er Hilfe findet, sofern er seine Diagnose in diesem Buch wieder findet - sei es bei demselben Heiler, sei es bei einem seiner abertausend Kollegen. Denn der Erfolg Geistigen Heilens hängt nicht nur von der Art einer Erkrankung ab, sondern von einer Fülle weiterer Faktoren, die Patienten nicht außer acht lassen dürfen.6
Hinzu kommt, dass die Qualitätsunterschiede zwischen Heilern erheblich sind. Wie in jeder Berufsgruppe, so ragen auch hier wenige Könner aus reichlich Mittelmaß, etlichen Möchtegerns und Nieten heraus. Und gerade aufgrund der Therapeutenschwemme, die uns die Esoterikwelle der vergangenen drei Jahrzehnte beschert hat, war der Anteil unerfahrener, dürftig begabter, sich selbst überschätzender Heiler nie größer als heutzutage. Wie findet ein Hilfesuchender heraus, ob einer wirklich kann, was sein Name verspricht? Dieses Problem ist nicht identisch mit der Frage, ob Geistiges Heilen effektiv ist. In letzterem Fall geht es darum herauszufinden, ob die Therapie an sich etwas bewirken kann - und zwar etwas, das über suggestive und Placebo-Effekte hinausgeht. Aber selbst wenn wir diese Frage uneingeschränkt bejahen könnten, wäre eine zweite immer noch offen: Kann dieser bestimmte Heiler wirklich heilen - gerade der, an den ich als Patient geraten bin? Die Crux für Hilfesuchende besteht darin, dass sich das eine keineswegs zwangsläufig aus dem anderen gibt: Eine Therapie kann hochwirksam sein - ihr Anwender aber ein Stümper.
Es gibt, grob gesagt, drei Strategien, diese Frage anzugehen, und bis zu einem gewissen Punkt lassen sie sich am Beispiel des Problems verdeutlichen: Wie stellt man fest, ob einer fliegen kann?
Die erste Strategie wird seit längerem hingebungsvoll von etlichen Heilerverbänden und Heilerschulen praktiziert.7 Ein angeblich Flugtüchtiger wird in ein Prüfungszimmer zitiert. Dort muss er unter Beweis stellen, dass er Bescheid weiß über Gravitation, Auftrieb, Luftwiderstand, Aerodynamik und die Geschichte des Vogelflugs. Er muss vorführen können, wie man mit den Flügeln schlägt. Er muss Bescheinigungen anderer Vögel beibringen, dass er zu ihrem Schwarm gehört, und ein paar weitere Bescheinigungen von fluguntüchtigen Viechern, dass sie sich erinnern können, ihn schon einmal fliegen gesehen zu haben. Eine Persönlichkeitsprüfung muss ergeben, dass er frei von Höhenangst ist und andere Vögel weder beim Fliegen behindert noch ihnen von oben aufs Gefieder kackt. Außerdem muss er versprechen, künftig nicht mehr als sechzig, siebzig Euro zu kassieren, falls er eine Flugschau abhält. Ist das alles erfüllt, bekommt er ein Diplom und darf sich auf seiner Visitenkarte künftig mit Titeln schmücken wie “SVNH-geprüft im Fliegen“, “Inhaber einer NFSH-Fluglizenz“ oder “Anerkannter Flieger DGH“.
Die zweite Strategie bevorzugen gewisse Wissenschaftler. Dazu wird der angebliche Vogel in eine standardisierte Volière gesperrt. Um zu verhindern, dass er nicht irgendwelche raffinierten Triebwerke oder andere Auftriebstechniken einschaltet, wird er gefesselt. Um die Voliere herum werden mehrere Kameras und wissenschaftliche Beobachter platziert, die jede Regung peinlichst genau festhalten. Wenn der Kandidat unter diesen Umständen nicht fliegt, wird ihm das Etikett “Scharlatan“ aufs Gefieder geklebt.
Eindeutig die sinnvollste Strategie wäre eine dritte: Wir begleiten den angeblichen Vogel ins Freie und schauen, ob er hier abheben kann.
Leider fängt an genau diesem Punkt der Vergleich zu hinken an: Ein Flug kann im Nu stattfinden, und jeder in Blicknähe kann ihn unmittelbar beobachten. Eben das geht nicht, wenn Heilung stattfindet. Von wenigen glücklichen Ausnahmen abgesehen, vollziehen sich Geistheilungen über Zeiträume von Wochen, wenn nicht Monaten und Jahren; dabei erfolgen sie nicht nur auf der Ebene von äußerlichen Symptomen, sondern in Bereichen, die der Beobachtung entzogen sind. Was also tun?
Der eine Ausweg bestünde darin, einem angeblichen Heiler die nötige Zeit zu geben und ihn über einige Monate lang unter Praxisbedingungen zu beobachten - und zwar nicht nur bei einem Patienten, sondern möglichst bei allen, um die er sich innerhalb dieser Frist kümmert. Ob er Fortschritte erzielt, sollte nicht seinem eigenen Gutdünken und dem subjektiven Ermessen seiner Patienten überlassen bleiben, sondern medizinisch kontrolliert sein - was ärztliche Vor- und Nachuntersuchungen erfordert.
Aber derartige Überprüfungen bieten Patienten natürlich keine brauchbaren Fingerzeige, und zwar aus drei Gründen:
• Solche Tests sagen immer nur etwas über die Fähigkeiten der jeweils geprüften Heiler, und das auch nur im Beobachtungszeitraum, unter den besonderen Untersuchungsbedingungen, an den ausgewählten Patienten, bei ihren speziellen Diagnosen. Sie sagen nichts über die Fähigkeiten anderer echter oder vermeintlicher Heiler bei anderen Leiden; ja, sie machen uns noch nicht einmal sicher, dass die getesteten Heiler später und unter anderen Bedingungen auch nur annähernd ebenso gut abschneiden.
• Und selbst wenn diese Art von Untersuchung zu einem zuverlässigen, verallgemeinerbaren Prüfverfahren weiterentwickelt werden könnte, wäre es natürlich völlig unpraktikabel: Erstens müsste es in jeder von über zehntausend Heilerpraxen im deutschsprachigen Raum eingesetzt werden, und das am besten nicht bloß zeitweilig, sondern kontinuierlich. Und zweitens fehlt einem Patient die Zeit, ihren Ausgang geduldig abzuwarten: Er braucht jetzt Hilfe, und jetzt muss er entscheiden, wem er sich anvertraut.
• Hinzu kommt das Problem, dass wir bei dieser Art von Untersuchung niemals wissen können, worauf die beobachteten Heilerfolge beruhen. Sie könnten weitgehend oder gar ausschließlich von Suggestionen und Erwartungen herrühren - dann wären die betreffenden Heiler ungeeignet für Patienten, die skeptisch sind. Um das auszuschließen, bräuchten wir eine Placebo-Kontrolle, und dazu müssten wir sozusagen zurück in die Volière: Wir müssten nämlich die Patienten, und am besten gleich auch noch die beteiligten Ärzte und Wissenschaftler, “verblinden“, d.h. im Ungewissen darüber lassen, wer behandelt wird und wer nicht. Und genau damit entfernen wir uns von der Praxis des Heilens, wir schaffen hochgradig künstliche Bedingungen, denn zum Alltag gehört ein kontinuierlicher persönlicher Austausch zwischen Heiler und Patient auf vielen Ebenen.
Deshalb ist womöglich ein anderer Ansatz aussichtsreicher. Wenn Geistiges Heilen tatsächlich mehr ist als bloß eine Placebo-Therapie, dann aufgrund irgendeines immateriellen Etwas, das dabei ins Spiel kommt: eben das, was Heiler selbst “Energie“ nennen, vielleicht aber auch auf einem ganz anderen physikalischen Prinzip beruht - nennen wir es einfach “XY“.8 Für einen Patienten ideal wäre es, wenn es ein Messgerät gäbe, das anzeigt, ob und wann ein Heiler dieses XY einsetzt; ob er es kontrolliert ins Spiel bringt, d.h. abgestimmt auf den jeweiligen therapeutischen Zweck; ob dieses XY den Patienten überhaupt erreicht; und ob es in ihm nicht nur irgendwelche biologischen Prozesse in Gang setzt, sondern genau die richtigen.9 In jüngerer Zeit sind eine Reihe von Apparaturen entwickelt worden, die in eben diese Richtung zielen: nämlich darauf, Geistiges Heilen zu objektivieren, indem man begleitende physikalische Vorgänge misst. Eine bulgarische Forschergruppe um den Physiker Professor Antonov beispielsweise bekam kürzlich an der Universität Bern den Preis der Schweizer Stiftung für Parapsychologie für die Entdeckung, dass manche Geistheiler imstande sind, das Energiespektrum von H20 zu verändern - und dass das Wasser diese Veränderungen manchmal noch mehrere Monate lang speichert. Das wäre insofern beachtlich, als unser Organismus zu über siebzig Prozent aus Wasser besteht. Die Bulgaren haben daraus ein Testverfahren entwickelt, dem ihres Erachtens jeder angebliche Heiler unterzogen werden sollte. Andere Wissenschaftler haben veränderte elektrische Aktivitäten im Gehirn oder an der Hautoberfläche von geistig Behandelten festgestellt - auch daraus könnten eines Tages messtechnische HeilerTests werden.
Inwieweit sich solche Verfahren, einzeln oder kombiniert, für eine Qualitätskontrolle von Geistheilern eignen, bleibt abzuwarten. Vorerst sind sie entweder zu aufwendig, zu praxisfern, zu unzuverlässig oder in ihren Ergebnissen noch zu widersprüchlich, um Hilfesuchenden derzeit schon brauchbare Orientierungshilfen zu bieten. Davon abgesehen weiß bisher niemand, ob sie bloß Randphänomene erfassen, die den Heilvorgang begleiten wie der Rauch das Feuer - oder ob sie tatsächlich zum Kern der vermeintlichen “Energieübertragung“ vorstoßen, wie sie zumindest Könner zustande bringen. Gäbe es irgendwann einen wissenschaftlich fundierten HeilerTest, so könnte er heutige Prüfungskommissare bescheidener machen, zu mehr Verbraucherschutz im Gesundheitswesen beitragen - und der Szene bei der Selbstreinigung von Mittelmaß und Nichtskönnern behilflich sein. Von bisher rund 200 getesteten Heilern brachten in Antonovs Test nur 12 deutliche Effekte zustande, weitere 23 erzielten “schwache“ Effekte. Der Rest fiel durch. Auf die rund zehntausend Geistheiler im deutschsprachigen Raum hochgerechnet, würde das bedeuten: Gerade mal 600 von ihnen leisten energetisch Herausragendes; was die übrigen 9400 schaffen, ist kaum der Rede wert.
Aber was tut ein Patient solange, bis wir über eine solche Messtechnik verfügen? Zeit zum Abwarten hat er natürlich nicht - er muss jetzt entscheiden, welchem Heiler er sich anvertraut. Und dazu bleibt ihm vorerst, wie ihm ehrlicherweise gesagt werden muss, nur das Vertrauen in die eigene Intuition und den Mut zum Ausprobieren - mit vielerlei Tipps und Warnungen im Kopf, die ich ihm in anderen Büchern ans Herz lege, damit er mit vermeintlichen “Wunderheilern“ kein blaues Wunder erlebt.10 Auf der Suche nach einem Heiler geht er dann am besten in drei Schritten vor…
(C) Harald Wiesendanger 2004
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