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Manchmal scheint unsere Welt ganz einfach zu sein. Vor dem Irak-Krieg gab es für die US-Regierung GUTE und BÖSE Länder. GUTE Länder waren dabei Staaten, welche die Politik von George W. Bush unterstützten. Regierungen mit abweichender Meinung wurden automatisch in den Kreis der BÖSEN Länder aufgenommen, direkt neben Libyen und Kuba. Ähnlich einfach sehen auch viele Otto Normalwähler die Welt. Für sie gibt es VERSAGENDE Politiker und LEIDENDE Opfer von Politikern. Sich selbst zählen sie zur Gruppe der Gutmenschen mit einem Gewohnheits-Anspruch auf dauerhafte Rund-um-Versorgung und Unterstützung ihrer jeweiligen Interessen.
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Was wäre nun, wenn unsere Welt ein wenig komplexer wäre? Wenn es neben den Farben Schwarz und Weiß auch noch viele Graustufen gäbe. Was wäre, wenn die USA eine wichtige und wertvolle Rolle in der Welt spielen, gleichzeitig jedoch auch eine ganze Menge “Dreck am Stecken” haben? Was wäre, wenn Kreativität, Engagement, Begeisterung, Vertrauen, Zuversicht, Optimismus und Kaufbereit- schaft in der Bevölkerung für eine Wirtschaft viel wichtiger wären, als alle nur denkbaren Maßnahmen einer Regierung? Was wäre, wenn eine vielschichtige Welt “kybernetische Antworten” benötigt?
Probieren Sie es selbst aus. Übernehmen Sie die Regierung.
Die Westermann Schulbuchverlag GmbH bietet unter dem Namen ecopolicy ein spannendes und didaktisch wertvolles Strategiespiel von Frederic Vester an. Unterschätzt ein Laie gewöhnlich die Komplexität politischer Prozesse, so kann es eine reizvolle Lernerfahrung sein, in spielerischer Form selbst einmal die Geschicke eines Staates zu lenken. Im Rahmen einer interaktiven Computer-Simulation übernimmt der Spieler bei ecopolicy für 12 Jahre die Geschicke eines Staates. Es liegt an ihm, Aktivitäts-Punkte in die Bereiche Produktion, Sanierung, Aufklärung und Lebensqualität zu investieren. Je nach Verteilung der Punkte verändert sich die Politik, die Umweltbelastung, die Vermehrung der Bevölkerung und die allgemeine Zufriedenheit oder Unzufriedenheit. Wer ecopolicy erstmals spielt und die vernetzten Zusammenhänge noch nicht durchschaut, der wird schnell durch einen Staatsstreich entmachtet.
Der didaktisch hohe Wert von ecopolicy hat sich inzwischen herumgesprochen: So ist das Spiel Thema des Schweizerischen Bildungsservers educa, des Landesinstituts für Schule in NRW und das Land Schleswig-Holstein veranstaltet sogar eine ecopolicyade.
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