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Der zivilisierte Mensch der Gegenwart ist heute diversen Quellen elektromagnetischer Strahlung (Starkstromleitungen, Mobilfunk, Mikrowellen, Computer, Züge) in einem Umfang ausgesetzt, wie dies nie zuvor in der menschlichen Evolution der Fall war. Wer unserem Umgang mit Strahlungsquellen und Grenzwerten nicht ganz traut, der findet in einer Erfindung der österreichischen Firma ATOX möglicherweise ein wertvolles Instrument zur Gesundheitsvorsorge.
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Geht die Meinung über den Einfluss elektromagnetischer Strahlung auf die menschliche Gesundheit in Wissenschaft und Medizin zum Teil weit auseinander, so gibt es weitestgehende Übereinstimmung in der Warnung vor radioaktiver Strahlung. Es ist allgemein akzeptiert, dass sich Piloten und Flugbegleiter einem überdurchschnittlichen Gesund- heitsrisiko aussetzen. In der Reiseflughöhe heutiger Interkontinental- Flüge ist die Belastung durch kosmische Strahlung bis zu 20x höher als am Boden. Umso erstaunlicher, wenn eine Firma in diesem Zusam- menhang mit der Behauptung antritt, Flugbegleiter und Piloten durch eine am Körper zu tragende kleine Apparatur vor ionisierter Strahlung zu schützen.
Nach heutigem Stand der Wissenschaft besteht hier der Anfangs- verdacht eines unseriösen Angebotes. Nach dem Grundsatz, was wirkt, das überzeugt, hält dies die erwähnte Firma Atox nicht davon ab, ihr Produkt wissenschaftlichen Tests zu stellen. So geschehen am Institut für Biosensorik in Lieboch bei Graz, einem Partner der Ludwig Boltzmann Gesellschaft. Die Wissenschaftssendung MODERN TIMES des ORF nahm dies zum Anlass, die Thematik genauer zu untersuchen. Sie lies die Forschungsarbeit von Dr. Noemi Kempe (Institut für Biosensorik) von Wolfgang Köstler, leitender Flugmedizi- ner bei Austro Control, begutachten.
Für den Flugmediziner Wolfgang Köstler haben die bisherigen Unter- suchungen noch nicht die Qualität eines Beweises. Seitens Atox wird gegenüber psychophysik.com auch darauf hingewiesen, dass weitere Studien größeren Umfangs, darunter auch eine Doppelblindstudie, vorbereitet werden. Wolfgang Köstler kommt für das ORF jedoch zum Fazit: “Ich glaube, dass es sich um einen sehr interessanten Ansatz handelt, der durchaus verdient, dass wir ihn uns etwas genauer anschauen und durch Untersuchungen an belasteten Menschen im Vergleich zu den Menschen, die das Gerät nicht tragen, untersuchen.”
Linktipp: Physik der Bioresonanz: Irreführung oder Verdummung?
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