Der Berner Psychiater Luc Ciompi legte 1997 die „fraktale Affektlogik“ in seinem Buch „Die emotionalen Grundlagen des Denkens“ vor. Er zeigte, „dass affektive Komponenten – unter anderem in Form der sogenannten Intuition – auch wesentliches zur Lösung von intellektuellen Problemen beizutragen haben, genauso wie umgekehrt unser Denken die Gefühle in mannigfacher Weise beeinflusst und erhellt.“ (a.a.O.: 41) Das Ausgangspostulat seiner affektlogischen Theorie besteht darin, dass alle emotionalen und kognitiven Anteile “in sämtlichen psychischen Leistungen untrennbar miteinander verbunden sind und gesetzmäßig zusammenwirken.“ (a.a.O.: 46)
Unbedingt empfehlenswert für alle die es genau wissen wollen!
Gleich fahr ich ins Schloss Lautrach in der Nähe vom Bodensee und führe mit meinen beiden Kollegen Gebhard Borck und Markus Stegfellner das zweite Arbeitstreffen “Der anständige Unternehmer im 21. Jahrhundert” durch. Diesmal sind sechs Geschäftsführer aus den Branchen Alternative Energie, Kreativgenossenschaft, Hilfsorganisation, IT und Weiterbildung mit dabei. Es geht unter anderem um den Umgang mit Unsicherheit.
Passend dazu nun die erste Nichtwissens-Blitzumfrage in meinem Blog. Viel Spaß - auch wenn Ihr wieder reinschaut nach ein paar Tagen, denn dann lohnt es sich, mal auf die Ergebnisse zu schauen.
Sicher ist Euch allen bekannt, dass das weltweite Vermögen ausgesprochen ungleich verteilt ist. Klar. Aber wie genau sieht es eigentlich aus, wie kommt es dazu und welche Rolle spielt die Intuition dabei?
Am 22.01.2009 informierte die Bundeszentrale für politische Bildung in Ihrem Online-Beitrag “Ungleiche Vermögensverteilung”: “2007 verfügten rund 27 Prozent der Deutschen über gar kein Vermögen, oder hatten sogar Schulden. Demgegenüber besaß ein Zehntel der Bevölkerung rund 60 Prozent des Gesamtvermögens. Das sind knapp drei Prozent mehr als im Jahr 2002.”
Gestern erhielt ich eine überraschende Mail, in der mir mitgeteilt wurde, dass der integral.blog nominiert wurde für den Blogwettbewerb “Finance Blog of the Year 2010″.
Eine nicht enden wollende Geschichte ist die Kostenexplosion bei Groß- und Infrastrukturprojekten. Es ist ein wirklich herzerfrischender Hinweis auf die Unvollkommenheit von Planungsprozessen und Informationspolitik. Mal vorsichtig formuliert, konservativ, sozusagen. Denn würde Planung funktionieren, dürften ja nicht allerorten die Kosten und die Bauzeiten aus dem Ruder laufen. Tun sie aber. Ein aktuelles Beispiel ist die Elbphilharmonie in Hamburg.
Die offizielle Präsentation lautet wie folgt: “Hamburg erhält mit der Elbphilharmonie ein neues imposantes Konzerthaus, das einen der besten Konzertsäle der Welt beheimaten soll. Klassische Musik, aber auch Jazz-, Welt- und Popmusik bekommen einen herausragenden Aufführungsort. Die Elbphilharmonie wird ein neues Wahrzeichen für die Stadt und gleichzeitig ein Haus für alle sein. Der neue Gebäudekomplex wird drei Konzertsäle, ein Hotel mit Konferenzbereich, Wohnungen, eine Plaza auf 37 Metern Höhe und im Kaispeicher zahlreiche Parkplätze enthalten. Er entsteht nach Entwürfen der renommierten Schweizer Architekten Herzog & de Meuron.” (Quelle: http://elbphilharmonie-bau.de/index_html.php?typ=artikel&id=52)
Kennen Sie Adidas? Und den großen deutschen Konkurrenten Puma? Klar. Beides sind deutsche Marken. Und wo produzieren diese Marken Ihre Laufschuhe? Das Übliche: In Fernost. Ist schließlich billiger und die Marge damit höher. Es ist eine unternehmerische Regel, dass wir im Hochlohnland Deutschland keine hochwertigen Laufschuhe produzieren können, weil hier die Löhne, Lohnnebenkosten und Produktionskosten viel zu hoch sind. Einfach unmöglich! Wirklich?
Weit gefehlt. Regeln sind dafür da, im richtigen Moment gebrochen zu werden. Und genau das haben zwei findige und erfolgreiche Unternehmer getan: Die Brüder Ulf und Lars Lunge. 1979 eröffneten sie Ihren ersten Lunge Laufladen in Hamburg und sind damit seit über 30 Jahren im Geschäft. Seit dem kamen 5 weitere Filialen in der Hansestadt und in Berlin dazu. Als Verkäufer von Sportartikeln im Bereich Laufen haben sie eine fundierte Expertise aufgebaut. Im Jahr 2005 entschieden sie sich jedoch, etwas völlig Neues auszuprobieren. Etwas, was alle für unmöglich gehalten haben: hochwertige technische Laufschuhe im Hochlohnland Deutschland zu produzieren.
Der Produktionsstandort der Lunge Laufschuhmanufaktur in Düssin
Zur Abwechslung hatten wir im Dezember 2009 und im Januar 2010 mal wieder einen halbwegs stilechten Winter. Und der hat dann gleich zu Unplanmäßigkeiten geführt, die doch irgendwie erstaunlich sind.
1994 wurde der Eurotunnel zwischen Frankreich und Großbritannien fertiggestellt. Endlich war es möglich, den Kanal nicht nur per Fähre oder Flugzeug zu überqueren, sondern mit einem Zug zu unterqueren. Dazu wurde eigens der “Eurostar” als Hochgeschwindigkeitszug konzipiert und produziert. Die Querung, die per Fähre mehrere Stunden in Anspruch nimmt, war plötzlich in nicht einmal 40 Minuten möglich.
Eine der wichtigsten gesellschaftspolitischen Fragen besteht darin, warum wir in die Informationen aus dem Fernsehen, Radio, den Printmedien und dem Internet vertrauen sollten? Woher wissen wir, dass die Meinung, die wir uns gebildet haben, tatsächlich unsere ist? Und wie stellen wir sicher, dass auch die Stimmen der Schwachen gehört werden?
Die Antwort ist klar und deutlich. Ihr findet sie in folgendem Video (je nach Bandbreite dauert der Ladevorgang etwas - aber ich verspreche: es lohnt!):