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Artikel der Kategorie ‘Satire’

Auf unsere Kosten

März 04, 2013 Von: blog-zeuch Kategorie: Arbeit, Satire 2 Kommentare →

Liebe Leserinnen und Leser!

Seit dem die Abzocker-Initiative des Schaffhausener Unternehmers Thomas Minder zu der erfolgreichen Volksabstimmung in der Schweiz geführt hat, nimmt die öffentliche Diskussion um die egomanischen und damit äußerst ungerechten Manager- und Bankergehälter, Boni, Abfindungen und Pensionen an Fahrt auf. Zwei Standardargumente gegen die damit verbundene Kritik nerven mich in der Auseinandersetzung schon seit geraumer Zeit: Erstens wäre es nötig, diese absurden, in keinerlei Bezug zur realen Leistung der Belohnten stehenden Zahlungen zu tätigen, weil dies der freie Wettbewerb eben fordere. Zweitens handele es sich um eine bloße Neiddebatte, angefacht durch all diejenigen, die mit weniger leben müssen. Beides ist ausgemachter Schwachsinn, anders lässt sich das nicht mehr formulieren. Meine Argumente dagegen findet Ihr in diesem Blogpost.

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Madmax – oder: Wie wir den Verkehrskollaps lösen

Februar 12, 2013 Von: blog-zeuch Kategorie: Diverses, Satire, Veränderung 2 Kommentare →

Liebe Leserinnen und Leser!

Heute Morgen las ich den Artikel “Dauerstress im Mammutstau” in der ADAC Motorwelt. Dort finden sich einige interessante Entwicklungen unserer Straßenverkehrslage in Deutschland:

  • 595.000 Km – die Gesamtlänge aller Staus in 2012
  • 290.000 Staumeldungen auf Schnellstraßen. Das entspricht fast
  • 800 Meldungen täglich
  • Der LKW Verkehr steigt jährlich um rund 4%

Daraus leitet der ADAC ab: “Unsere Fernstraßen brauchen Platz.” (ADAC Motorwelt 2/2013: 22). Und weil die Investitionen für den Straßenbau auf dem Stand von 2003 bleibt, kommt der möglicherweise mächtigste Verein Deutschlands zu folgender Schlussfolgerung: Der Verkehr nimmt zu, aber unsere Regierung unternimmt keine angemessenen Schritte, um dem drohenden Verkehrskollaps entgegenzuwirken. Mehr noch: Damit ist sogar die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Frage gestellt. Das motivierte mich, den weithin unbekannten Spin-Doctor der Automotive-Lobby, Ferdinand Freihuber, zu dem Thema zu interviewen:

Stau, der Erzfeind des mobilen Zeitalters

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Wenn der ERGO-Mann zweimal klingelt!

August 30, 2012 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen, Satire 2 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wer kennt sie nicht, die tolle neue vertrauensbildende Marketingkampagne der ERGO? Menschen in Großaufnahmen: Gesichter, anfänglich gezeichnet von Sorgen, von Zweifeln, dann – Dank der ERGO – voller Zuversicht und Freude. Endlich werden wir von einer Versicherung fair behandelt, alle Verträge sind einfach und verständlich, keine zwanzig-seitigen Vertragswerke in 0,5 Punkte Schrift, keine Myriaden winkeladvokatischer Schlupflöcher, keine überteuerten Prämien, NEIN: Jetzt endlich begegnet uns eine Versicherung voller Respekt und Menschlichkeit!

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WarWording

Mai 14, 2012 Von: blog-zeuch Kategorie: Diverses, Satire 6 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wir sollten mit unserer Sprache achtsam umgehen, denn die Welt und wir selbst werden schnell zu dem, was wir uns gegenseitig erzählen. Es ist nicht beliebig, welche Geschichten wir bemühen, welche Metaphern wir wählen, welche Bilder wir zeichnen. In der Wirtschaft ist unsere Sprache ein ziemlich eindeutiges WarWording. Gerade so, als ob es eine objektive Realität wäre, dass unsere wirtschaftlichen Tätigkeiten tatsächliche Kriegsschauplätze sind. Es ist unsere Wahl. Wir können sozialdarwinistische Ammenmärchen vom Krieg aller gegen alle zur Legitimation unserer eigenen (para-)militärischen Faszination und Neigung heranziehen. Wir können aber genauso gut das Vokabular von Respekt, Vertrauen, Gemeinschaft, Freude und Sinn wählen. Wir sind die Schöpfer unserer Welt.

Krieg ist irgendwie doof

Krieg ist irgendwie doof...

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Die ultimate KT Umfrage – Was soll Guttenberg jetzt tun?

Februar 27, 2011 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen, Satire 3 Kommentare →

Liebe Leserinnen und Leser,

der letzte Blogbeitrag, die Satire “Neulich bei den Guttenbergs zum Kaffee” erfreute sich enormer Beliebtheit. Und hat mir Mut gemacht, dass es in Deutschland nicht, wie die es die Bildzeitung in Ihrer Printversion vorlog, 87% vernebelte Gehirne gibt, die trotz Lug und Trug unserem Verteidigungsminister vollkommen verfallen sind.

Es gab ja schon diverse Umfragen, wie es jetzt mit KT weitergehen soll. Da kann ich nicht anders, als meine eigene Umfrage mit ins Rennen zu werfen – und auf weitere Stimme zu hoffen, dass jetzt endlich mal Schluss ist, mit dieser Schmierenkomödie. Also – ab zur Umfrage!

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Neulich bei den Guttenbergs zum Kaffee

Februar 23, 2011 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen, Satire 6 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Seit letzter Woche schlagen die Wellen hoch im Falle der Plagiatsvorwürfe gegen unseren Verteidigungsminister Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg. “Nicht nur an ein paar Stellen, sondern durch die gesamte Arbeit hindurch habe der Minister abgekupfert – abgeschrieben bei der F.A.Z., der NZZ, bei Politikwissenschaftlern, Bundesgerichtshofs-Präsidenten, amerikanischen Botschaften, bei Seminararbeiten von Studienanfängern und dem Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages.” (Georgi, O. (22.02.2011): Guttenberg verzichtet auf Doktortitel. „Solche Stürme hält man aus“, FAZ.net).

Eine seiner ersten Aussagen zu den Vorwürfen war eindeutig und unmissverständlich: “Meine von mir verfasste Dissertation ist kein Plagiat, und den Vorwurf weise ich mit allem Nachdruck von mir.” (Spiegel 8/2011: 21) Kurze Zeit später rudert “KT”, wie er liebevoll von seinen das Urheberrecht und die Regeln seriösen wissenschaftichen Arbeitens ignorierenden Fans genannt wird, in eine völlig andere Richtung: „Ich habe gravierende Fehler gemacht, die dem wissenschaftlichen Kodex nicht entsprachen“ (selbiger FAZ.net Artikel). Er habe den “Überblick über die Quellen verloren” (ebnd.). Nun ja, dass ist verständlich bei einem vermuteten Plagiatsanteil auf 271 Seiten = 68,96% in Bezug auf die Gesamtseitenanzahl der Dissertation (Stand GuttenPlag Wiki 21.02.2011, 17:30 Uhr).

Achtung: Wer unten auf “Lies den Rest des Eintrags” klickt, wird mit einem explizit satirischem Inhalt konfrontiert. Ich mache von meinem Recht auf Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Hs. 1 des Grundgesetzes (GG)) sowie  der journalistischen Freiheit¹ Gebrauch.

KTP

Ein Held geht durch die Hölle und bleibt aufrecht - Achtung: Satirische Fotomontage mit einer Person als Beiwerk einer sonstigen Örtlichkeit (§23 KUG (1), Satz 2)

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Hilfe, die Sarrazinen kommen!

September 10, 2010 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen, Satire 5 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ihr habt es mitbekommen. Die unglaubliche Debatte um den Volkshelden und ehemaligen Bundesbank-Vorstand Dr. Thilo Sarrazin. Was jedoch hat das mit diesem Blog zu tun? Na ja, wir leben ja irgendwie in einer Wissensgesellschaft. Zumindest tun wir so. Das fordert natürlich immer wieder Mahner der Bildung auf den Plan, alldieweil Bildung irgendwie auf verschlungenen Pfaden gerne mit Wissen oder – noch weitsichtiger – mit Weisheit verwechselt wird; und in der logischen Folge mit Intelligenz und Erfolg im Leben. Somit lohnt es definitiv, dass bereits jetzt ausverkaufte Buch von Sarrazin und seine Position und das ganze Durcheinander um ihn zu reflektieren.

Und da spielt mir doch ein unglaublicher Zufall in die Hände: Neulich, auf einer Bahnhofstoilette – es ließ sich nicht mehr vermeiden – fand ich sein aktuelles Tagebuch! Woher ich das weiß? Na als diplomierter und promovierter Volkswirt, als ehemaliger Leiter diverser staatlicher Einrichtungen, ehemaliger Leiter der Konzernrevision bei der Deutschen Bahn AG und schließlich Mitglied des Vorstands der Bundesbank, nimmt es Dr. Thilo Sarrazin mit der Präzision und Vollständigkeit von Informationen geradezu zwanghaft genau. Ich spürte intuitiv, dass es sich um sein Tagebuch handelt, als ich fein säuberlich auf der ersten Seite seinen Namen inklusive seiner Privatadresse las, die ich hier aus Diskretionsgründen natürlich nicht veröffentliche. Anders jedoch beim unglaublichen Inhalt, der einen tiefen Einblick in das Innenleben des Mannes bietet, der den öffentlichen Diskurs in diesen Tagen beherrscht wie kein anderer.

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