Big Data, Big Illusion
Liebe Leserinnen und Leser,
vor kurzem erschien im Wirtschaftsteil der österreichischen Zeitung “Der Standard” ein Artikel über Big Data und die Zukunft intuitiver Entscheidungen. Diesem Beitrag zufolge, hat IBM CEO Ginni Rometty auf einem Vortrag in diesem Jahr klargestellt, dass “vorhersehende Analysemethoden Instinktentscheidungen in Wirtschaft und Politik ablösen werden.” Das ist ja an sich nichts Neues, schließlich geistert die Vision von Big Data schon eine Weile durch die Welt. Aber sie wird zeitgeistig omnipräsent. Im Spiegel Nr. 20/2013 war sie sogar Titelthema: “Leben nach Zahlen”. Dabei geht es mir nicht darum, prinzipiell die Möglichkeiten von Big Data zu kritisieren. Es ist vielmehr die Aussage von Rometty, die äußerst fragwürdig ist: Wollen wir wirklich, “dass unsere Welt auf den unbewussten psychologischen Mechanismen und dem Instinkt einiger weniger Entscheidungsträger basiert.”



Es gibt einige prominente Meinungen über das Intelligenzniveaus bei Massen. Drei Beispiele mögen dies illustrieren:








