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Artikel der Kategorie Juni, 2008

Video-Einführung: Intuition & Nichtwissen (1)

Juni 30, 2008 Von: blog-zeuch Kategorie: Intuition, Nichtwissen, Videoeinführung 4 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Seit dem Wochenende gibt es bei youtube 5 knapp 10 Minütige Videos über mich und meine Arbeit, die ich an dieser Stelle eines nach dem anderen vorstellen werde.

Im ersten Teil geht es um folgende Themen: Wer bin ich? Was mache ich? Was ist Nichtwissen? Nichtwissen und Fehlerkultur. Über die Beziehung von Nichtwissen und Intuition.



Herzliche Grüße
Andreas Zeuch

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Intuitives Stöckchenspiel

Juni 30, 2008 Von: blog-zeuch Kategorie: Diverses 7 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Am Wochenende bekam ich von meinem Kollegen Claus Fritzsche, der sein Blog Text & Kommunikation betreibt, einen Stock zwischen die Beine geschmissen. Einfach so. Ohne Ankündigung! Empörend, finden Sie nicht auch? Nun ja: nicht ganz – denn es handelte sich nur um einen virtuellen Stock, der eine Variation auf das gute alte Kinderspiel “Stille Post” darstellt.

Eigentlich ist dieses Stöckchenspiel nur für Marketingblogger gedacht, aber Claus Fritzsche hat mal wieder quergedacht, kreativ wie immer: Er sieht auch meinen Blog als Marketingblog und zwar deshalb, weil ich ja mit diesem Blog eine Marke aufbaue, nämlich meine eigene: Andreas Zeuch als Experte für Intuition und Nichtwissen im Management. Recht hat er. Und deshalb: Ab dafür:

(weiterlesen …)

Paradox: Wissen überschätzen und Intuition unterschätzen

Juni 05, 2008 Von: blog-zeuch Kategorie: Intuition, Nichtwissen 8 Kommentare →

Liebe Leserinnen, lieber Leser!

Heute ist mir ein interessantes Paradox aufgefallen: Einerseits überschätzen wir unser explizites Wissen und zwar sowohl unser deklaratives Wissen (also Faktenwissen) als auch unser prozedurales Wissen (Wissen über technische oder natürlich Vorgänge oder Handlungsabläufe). Andererseits unterschätzen wir andauernd unser implizites Wissen und die sich daraus speisende Intuition.

“Wir wissen mehr als wir sagen können.” Dies ist ein sehr bekanntes Bonmot des ungarisch-britischen Chemikers und Philosophen Michael Polanyi (1891 – 1976), der einer der maßgeblichen Denker über unbewusstes Wissen war. Dieses implizite Wissen kann sich ein Mensch auf verschiedene Weisen angeeignet haben. Es kann Erfahrungswissen sein oder es kann unbewusst aufgeschnapptes Wissen sein. Sicher ist: Da ist mehr, als wir wissen.

Andererseits neigen die meisten Menschen dazu, ihr tatsächliches Wissen über komplizierte oder komplexe Zusammenhänge zu überschätzen, wie Frank Keil von der Yale University zeigen konnte. Und Manager kommen nur solange mit ihren falschen Modellen der Realität klar, bis etwas Unvorhergesehenes eintrifft, was wiederum Dietrich Dörner über Computersimulationen demonstrierte. Mehr über darüber in meinem Beitrag “Unser Nichtwissen ist größer, als wir glauben.”

Wir sollten also unsere Selbsteinschätzung etwas korrigieren: Einerseits tut die Bescheidenheit not, einzusehen, dass wir bewusst viel weniger wissen, als wir es gerne hätten. Andererseits sollten wir mehr in unser implizites Wissen und Können vertrauen, die unter anderem der Pool sind, aus dem sich unsere Intuition speist.

Herzliche Grüße
Andreas Zeuch

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