Intuition bei Fragestellungen
Liebe Leserin, lieber Leser!
Im letzten Beitrag „Sprache: Wissen und Nichtwissen Hand in Hand“ konnten Sie etwas über den zweischneidigen Charakter unserer Sprache erfahren. Ich stellte kurz dar, wie mit Sprache zwangsläufig immer Wissen und gleichzeitig Nichtwissen erzeugt wird.
Nun ist es gut möglich, die getilgten Informationen durch angemessene Fragen wieder hervorzuholen bzw. erst zu erzeugen. Ein Beispiel: „Wir haben ein Problem“. Mögliche Fragen könnten dann sein: Für wen genau ist es ein Problem und für wen nicht? Wie äußert sich das Problem? Was haben Sie dazu beigetragen, dass das Problem entstehen konnte?
In der Art könnte man noch länger weiterfragen. Allerdings würde irgendwann der Sinn der Fragestellungen in schieren Unsinn umkippen. Ein exzessives Fragen ohne einen Anhaltspunkt, wann des Fragens genug ist, würde nicht nur zu irrelevanten Informationen führen, sondern auch den oder die Befragten irgendwann vor den Kopf stoßen.

Fotografie: Andreas Zeuch, (C) 2007
Somit stellen sich einige relevante Fragen der Selbststeuerung beim Erfragen von Informationen: Welche Fragen bringen Ihnen die für Ihre Zielsetzung relevanten Informationen? Wann haben Sie genügend Informationen gesammelt? Wann hören Sie auf zu Fragen?
An dieser Stelle kommt Intuition als Selbststeuerungskompetenz ins Spiel. Wenn Sie langjährige Erfahrung im Stellen von eleganten und effektiven Fragen haben, werden Sie mit großer Sicherheit und Leichtigkeit spüren, wann Sie welche Fragen stellen sollten und wann Sie besser aufhören mit dem Fragen.
Herzliche Grüße
Andreas Zeuch









