Hobby-Sozialdarwinismus – oder: Die Mär vom Kampf aller gegen alle (2)
Liebe Leserin, lieber Leser!
Meine tiefste Erkenntnis vom 24.03.2010: Darwin sells! Spaß beiseite. Der erste Teil des darwinkritischen Zweiteilers hat mehr Leser und Leserreaktionen provoziert, als irgend ein anderer meiner Blogartikel. An einem Tag entstanden mehr Kommentare als bei anderen Artikeln über Wochen. Und die Reaktionen zeigten sich auch in anderen Medien, wie zum Beispiel Twitter. Dort schrieb der Blogger (und Künstler?) Michael Tettinger alias Tetti: “Da hat aber einer den Darwinismus nicht verstanden! Nicht der Stärkste ist gemeint, der am besten in die Zeit passt überlebt!” Bezeichnenderweise blieb er bis heute eine Antwort auf meine Frage nach Gegenbeweisen schuldig. Denn erstens spricht Darwin, wie man dem Zitat des ersten Teils entnehmen kann, von “schwacher Konstitution” und zweitens ist es eine arg eindimensionale begriffliche Vorstellung, nur körperliche Stärke als Stärke zu sehen. Denn auch die beste Anpassungsfähigkeit ist eine Form von Stärke. Es ist offensichtlich: Darwin, oder das was Leute über Darwin glauben, scheint sakrosankt. Na ja, 2009 war ja auch das Darwinjahr.

Charles Darwin (1809-1882)











