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Artikel der Kategorie Mai, 2010

Der Eiermann – oder: Offener Brief an Wolf Lotter

Mai 31, 2010 Von: blog-zeuch Kategorie: Intuition 6 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Im Mai erschien die brand eins mit dem Themenfokus “Irrationalität”. Das Heft wurde von Wolf Lotters Essay “Warten auf den Eiermann” eröffnet. Dieser Text ist nur eine vordergründig durchdachte Kritik am irrationalen Verhalten in unserer Gesellschaft und Wirtschaft. Bei genauerem Nachdenken (das Lotter berechtigt einfordert), zeigt sich jedoch, dass einige seiner Argumente ins Leere laufen, sachlich falsch oder nicht zu Ende gedacht sind. Als Form der Replik habe ich mich für einen offenen Brief an Herrn Lotter entschieden.

Demnächst veröffentliche ich in diesem Zusammenhang noch zwei Artikel von den Kollegen aus meiner beratergruppe sinnvoll·wirtschaften Gebhard Borck und Markus Stegfellner. Die beiden werden jeweils einen Beitrag liefern, wie Unternehmen und Organisationen alternativ zum bisherigen Vorgehen organisiert und geführt werden können.

Ihnen und Euch jetzt viel Spaß beim Lesen!

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Wirtschaftswachstumswahnsinn

Mai 10, 2010 Von: blog-zeuch Kategorie: Die 5 Prinzipien 15 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ich gehe davon aus, dass wir uns einig sind: Die Welt wird immer komplexer und dynamischer. Damit geht eine Zunahme an Erklärungsmodellen einher, wie welche Phänomene entstehen und wir ihnen begegnen sollten. Und so nimmt es nicht Wunder, dass wir nicht eindeutig entscheiden können, was im jeweiligen Fall die vielversprechendste (von “richtig” will ich gar nicht reden) Verhaltensvariante ist. Das spiegelt sich auch darin wieder, dass in der gesellschaftlichen und politischen Landschaft unzählige Ansichten über alles Mögliche kursieren.

Nur in einem Punkt herrscht eine seltsame und irgendwie befremdliche Einheit: Wir brauchen Wirtschaftswachstum wenn wir unseren Wohlstand halten und Arbeitsplätze sichern oder gar schaffen wollen. Zur Abwechslung sind sich alle Parteien einig: Schwarz, Rot, röter, grün, gelb (und vermutlich auch braun). Damit nicht genug. Diese Einigkeit ist auch noch zwischen Gewerkschaften und Unternemensführern bzw. Management zu finden, wo doch sonst eher zwanghafte Differenzen zu vernehmen sind. Letztlich lässt sich diese Konsensdenke nicht einmal von Landes- oder Kulturgrenzen aufhalten. Das Paradigma des Wirtschaftswachstums ist ein transkulturelles Phänomen. Ebenso in Europa wie in Nord- und Südamerika zu finden, in Russland, Afrika und Asien. Der universelle Chor lautet: Wir müssen wachsen! Und sollte die Wirtschaft mal stagnieren oder schrumpfen, nennen wir es “Nullwachstum” oder “Negativwachstum”. Hauptsache wir bedröhnen uns mit dem Begriff “Wachstum”.

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iGods Kontrollwahn – oder: Hätte Steve Jobs mehr Erfolg, wenn er vertrauen würde?

Mai 07, 2010 Von: blog-zeuch Kategorie: Die 5 Prinzipien 10 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Nach der theoretischen Grundlage über Vertrauen und Kooperation sowie der dazugehörigen Intuitions-Blitzumfrage 2 stelle ich heute einen Fall zur Diskussion. Und zwar einen, der alles andere als eindeutig ist und auf plumpe Art den Vorteil von Vertrauen und Kooperation zu belegen scheint. Steve Jobs hat nämlich ganz offensichtlich mit seinem Unternehmen Apple beeindruckenden Erfolg und das obwohl (oder weil?) er die Inkarnation des Misstrauens und Kontrollwahns zu sein scheint.

Um es gleich zu Beginn zu klären: Ja, ich benutze ein MacBook; Nein, ich besitze (zumindest noch) kein iPhone und ich habe nicht vor, mir ein iPad zu kaufen. Ich bin als langjähriger ehemaliger PC Nutzer mittlerweile davon überzeugt, dass Apple die definitiv besseren Computer baut. Für meine Ansprüche und Bedürfnisse habe ich einen mehrjährigen Vergleich.

Der Apfel der Versuchung (Foto Andreas Zeuch)

Der Apfel der Versuchung (Foto Andreas Zeuch)

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