Die Wende in der Wirtschaft – oder: Das visionäre RealExperiment
Liebe Leserin, lieber Leser!
Erinnert Ihr Euch daran, wie das damals war? Der erste Schritt auf dem Mond? Der berühmte Satz von Armstrong: “Das ist ein kleiner Schritt für den Menschen… ein… riesiger Sprung für die Menschheit.“ Wer es damals live verfolgen durfte, hatte die Gnade der frühen Geburt. Mir war es nicht beschieden und so muss ich mit der Konserve volieb nehmen. Es war eine damals unerhörte Leistung, die für uns heute schon zur verstaubten Geschichte gehört.

Heute normal, damals eine Sensation, davor ein verrückter Traum
Vor nicht einmal 100 Jahren hätte es unrealistisch, lächerlich und verrückt geklungen, wenn jemand gesagt hätte, dass wir in nicht allzu ferner Zukunft auf dem Mond landen werden. Heute gründen wir, meine beiden Kollegen Gebhard Borck, Markus Stegfellner und ich ein Unternehmen, dass die fünf Prinzipien, die ich in meinem Buch “Feel it! Soviel Intuition verträgt Ihr Unternehmen” dargestellt habe konsequent umsetzen wird:
- Anfängergeist – die Paradoxie der offenen Expertise
- Selbstorganisation – der Zentrale die Arroganz austreiben
- Möglichkeitsräume – Zufälle und Fehler in Mehrwert verwandeln
- Fehlerfreundlichkeit – aus dem Tabu eine Chance machen
- Vertrauen – die natürlich Kraft der Kooperation nutzen
Diese Fünf Prinzipien ergeben sich aus einer ganz einfachen Entscheidung. Wir sind gelangweilt und angestrengt von Unternehmen, die sich pseudorational nur zur Sache hin ausrichten und tagtäglich an ihren nicht beachteten, unterdrückten Emotionen und Intuitionen scheitern.
- Milliardengräber aufgrund von unprofessionellen Entscheidungsprozessen sind genau das, was wir schon lange nicht mehr gehabt haben und deswegen in aller Konsequenz jetzt brauchen! Oder ist das nicht eher langweilig, weil alltäglich? Kaum ist ein Grab aufgedeckt, wird es vom nächsten noch grösseren getopt. Vorgestern HSE, gestern HSH-Nordbank und Elb-Harmonie, heute Stuttgart 21 und was kommt morgen? Stupide Katastrophen-Ödnis und kein Horizont in Sicht.
- Simplify your life, Komplexität reduzieren und rationale Entscheidungen aufgrund von klaren Verantwortlichkeiten, das ist endlich mal ein wirklich neuer Ansatz! Oder ist Betriebswirtschaft nicht doch eher fad weil egoistsch und kleinkariert? Die übrige Wissenschaft hat schon lange erkannt: Rein rationale Entscheidungen gibt es nicht. Sie können also auch kein Ideal sein. Viele Ökonomen glauben selbstverliebt daran, mit ihrem Wissen etwas kontrollieren zu können, anstatt den glücklichen oder auch unglücklichen Zufall zu akzeptieren und sich darauf vorzubereiten. Er kommt so sicher wie das Amen in der Kirche und führt all unsere wissenden Planungen in Millisekunden ad absurdum.
- Scheinobjektivität und Sachlichkeit brauchen wir mehr denn je! Oder ist sie eher trist, weil soziale Interaktionen immer das Salz in der Suppe bleiben werden? Es ist trostloser, pseudorationaler Blödsinn, in den Chefetagen würde überlegt und im Sinne aller – des grossen Ganzen – nachgedacht und gehandelt. Da wird geklüngelt, verschoben und getrickst wie überall anders auch. Der Unterschied: Die Chefetagen finden hinter farblosen, verschlossenen Panzerschutztüren statt, während das niedrige Leben der Angestellten und kleinen Führungskräfte auf dem Silbertablett in das grelle Licht der Transparenz getragen wird – auf den Seziertisch sozusagen.
Doch wir wollen nicht einfach nur meckern und darauf warten, dass unsere Kunden ihre Existenz für unsere guten Ideen riskieren. Deshalb starten wir jetzt das “RealExperiment GESELLSCHAFT SINNVOLL · WIRTSCHAFTEN”: Wir gründen die GSWmbH und werden realisieren, was wir für sinnvoll und zukunftsweisend halten.
Wie? Ganz einfach: Die Ausrichtung zum Menschen hin, aus der die fünf oben genannten Prinzipien logisch abzuleiten sind, erreichen wir dadurch, dass wir alle “Mitarbeiter” zu geschäftsführenden Gesellschaftern machen. Das heißt:
- Anstatt Führung zu entmachten, die Menschen ermächtigen. Das macht neugierig. Im RealExperiment haben alle dieselben Rechte und Pflichten. Keine Geheimniskrämerei, wie es um das Unternehmen steht, was verdient wird, was hoppt und was floppt. Kassentransparenz, Eigenverantwortung, Entscheidungsgewalt, Handlungsraum von allen für alle.
- Anstatt illusionäre Leistungsgerechtigkeit, jeden Menschen gleich werten. Das ist interessant. in der GSWmbH bekommen alle “Mitarbeiter” dasselbe Grundgehalt. Alle werden, bei entsprechendem kommerziellem Erfolg, überdurchschnittlich verdienen. Keine internen Veränderungsbarrieren, keine politischen Nachfolgespielchen, keine Spezialisten-Sackgassen-Karrieren, keine Statisten an Schreibtischen.
- Anstatt prozessiver Sachlichkeit, den Menschen offene Möglichkeitsräume bieten. Das ist spanned. Im RealExperiment steht der Inhalt an zweiter Stelle, wir suchen nicht gezielt nach dem nächsten iPhone oder ebay. Bei uns stehen die Menschen im Blickpunkt, um ihnen die Umsetzung ihrer Ideen zu ermöglichen. Ständiges sich Auseinandersetzen mit dem Markt, den Kunden, den Lieferanten, möglichen Geldgebern. Wir werden die zwischenmenschliche Begeisterung als Vehikel nutzen.
Und? Klingt das unrealistisch? Lächerlich? Verrückt? Das behauptet manch einer über uns, mit einem milden Lächeln im Gesicht. Komisch nur, dass genau das in der Geschichte der Menschheit immer schon passiert ist und immer wieder vorkommen wird. Ist unser Vorhaben wirklich unrealistischer, als zum Mond zu fliegen?
Wir sprechen von einem visionären RealExperiment. Übrigens wohl wissend, dass es scheitern kann. Deshalb nennen wir es auch “Experiment”. So wie jedes andere Unternehmen genauso scheitern kann. Allerdings haben auch gerade die im Moment der Gründung scheinbar versponnensten Ideen die Welt immer wieder zum Positiven hin erneuert. Hier erfahrt Ihr in 7 Minuten noch viel mehr:
Besucht unserem Blog live zur Unternehmensgründung. Dort gibt es weitere Videos, Artikel und eine beginnende, lebhafte Diskussion zu vielen kritischen und wichtigen Fragen. Wir brauchen Eure Unterstützung, um das RealExperiment zum Fliegen zu bringen. Wenn Ihr es für wert haltet, uns den Rücken zu stärken, dann erfahrt Ihr dort auch, was Ihr konkret tun könnt.
Herzlich
Andreas Zeuch & Gebhard Borck










September 24th, 2010 at 6:25 pm
[...] dem 8. September gibt es den Film zum „RealExperiment GESELLSCHAFT SINNVOLL WIRTSCHAFTEN“. In ihm präsentieren Gebhard Borck, Markus Stegfellner und Dr. Andreas Zeuch neue Bedingungen der [...]