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… sinnvoll Wirtschaften ist möglich!
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Der Schlüssel zu sinnvoll · wirtschaften

Januar 24, 2012 Von: blog-zeuch Kategorie: Diverses Noch keine Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Zunächst wünsche ich, auch im Namen meiner Kollegen, Euch allen noch ein gutes neues Jahr! Möge es uns allen viele gute Entwicklungen bringen.

Gestern Abend hatte ich im Ersten den “H&M Check” im Fernsehen gesehen, inclusive der anschließenden und dazugehörigen Folge von “Hart aber fair”. Und dann bin ich erstens wütend geworden und zweitens habe ich mich wieder an etwas erinnert, dass ich zwischenzeitlich vergessen hatte. Und dieses Etwas ist der Schlüssel zu sinnvoll · wirtschaften, sprich: Einer menschlichen Wirtschaft. Worin dieser Schlüssel, einfach aber weitreichend, liegt, könnt Ihr im folgenden Pencast hören und sehen. Viel Spaß!

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Erklärungsmodelle (1): Intuitive Empathie & die Welt der Spiegelneuronen

April 17, 2009 Von: blog-zeuch Kategorie: Erklärungsmodelle, Intuition 6 Kommentare →

Lieber Leserin, lieber Leser,


Sicher kennen Sie das: Sie sitzen in einem aufregend langweiligen Meeting, jemand gähnt mehr oder weniger verhalten und dann macht das Gähnen die Runde, zumindest innerlich, sie merken jetzt gleich noch viel intensiver, wie müde Sie eigentlich sind. Oder ein anderes Szenario: Ein Kollege betritt den Raum und sie spüren sofort, wie es ihm geht. Seit ein paar Jahren haben wir dafür nun endlich eine somatische Erklärung: Spiegelneurone.

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Ich spiegele, also bin ich

September 07, 2006 Von: blog-zeuch Kategorie: Intuition 2 Kommentare →

Vor geraumer Zeit sprach mich eine Kollegin auf sogenannte „Spiegelneuronen“ an und fragte, ob ich etwas darüber wüsste. Damals ist mir noch nichts von derartigen Neuronen zu Ohren gekom- men und ich hatte eher den Eindruck, dass es sich um eine Erfindung ausgebuffter Esoteriker handelte. Weit gefehlt. „Spiegelneuronen“ basieren auf seriösen wissenschaftlichen Untersuchungen:

Affentheater
Das, was der italienische Neurologe Prof. Dr. Giacomo Rizzolatti mit seinem Team in den letzen Jahren unter dem Begriff „Spiegel- neuronen“ veröffentlicht hat, ist auch für das Thema Intuition von besonderer Bedeutung. Er und sein Team führten diverse Experimente durch, bei denen sich fundamentale neurologische Mechanismen von Einfühlung in Mitmenschen zeigten: Bei einem Affen, der einen Artgenossen beim Greifen nach Futter beobachtete, wurden dieselben Areale im Gehirn aktiviert, als wenn er selber aktiv wäre. Das war an sich schon verblüffend, aber es kommt noch besser. In einem ausgeklügelten weiteren Experiment hörte der beobachtende Affe im Dunkeln nur noch, wie sein Gegenüber das Futter aus knisterndem Papier auspackte. Er wusste (durch vorheriges Beobachten), dass das Geräusch mit dem Auspacken des Futters verbunden war. Selbst dieses Geräusch reichte aus, um die entsprechenden Hirnareale zu aktivieren. Letztendlich führte, diesmal wieder ohne Papier, nur die Andeutung der entsprechenden Bewegung vor einem Teilsichtschutz zur Stimulation der gleichen Hirnareale. (Literaturhinweis. Das Buch „Warum ich fühle, was du fühlst“ von Joachim Bauer finden Sie übri- gens auch im Rezensionsbereich dieses Blogs.)

Im täglichen Geschäft
So stellt sich die Frage: Was hat dieses „Affentheater“ mit Intuition im Business zu tun? Zunächst ist es ein weiterer Beleg und eine Erklärung für menschliches Einfühlungsvermögen. Es macht verständlich, warum wir bei unseren Mitmenschen etwas erahnen, was noch gar nicht passiert ist (was häufig zu mystischen Interpretationen führte). Aus meiner Sicht ist jedoch besonders entscheidend, dass wir automatisch spiegeln, uns also in andere Menschen hineinversetzen, ob wir wollen oder nicht. Wir haben einen neurologischen Mechanismus eingebaut, der Empathie selbstverständlich erscheinen lässt. Allerdings ist Empathie nicht angeboren. Wenn Spiegelneurone in der frühesten Kindheit nicht trainiert werden, führt dies zu einem Verlust der Empathie. Use it or lose it.

Durch diesen Automatismus wird des weiteren deutlich, dass Intuition – also in diesem Fall das Erahnen und Voraussehen – auch fehlgeleitet werden kann: Durch unsere Erfahrungen lernen wir, bestimmte Handlungen als Teil einer umfassenderen Handlung wahrzunehmen. Der Beginn einer Handlung kann aber auch zu einer anderen Handlung führen, als wir es gewohnt sind und damit erwarten. Wir kommen zu einer falschen Schlussfolgerung – und dass unbewusst in Bruchteilen von Sekunden.

In Teamsitzungen, Meetings, Mitarbeitergesprächen und ähnlichem mehr sind täglich unsere Spiegelneuronen aktiv und versetzen uns in unsere KollegInnen, Mitarbeiter oder Chefs. Dieser Automatismus ist Ressource und Problem gleichermaßen. Wir können ihn einfach geschehen lassen oder ihn aktiv zu unseren Gunsten professio- nalisieren. Das Ergebnis ist ein intensiviertes Einfühlungsvermögen, das in allen beruflichen Situationen produktiv genutzt werden kann.

Buchrezension “Warum ich fühle, was du fühlst”

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