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Video-Einführung: Intuition & Nichtwissen (4)

Januar 13, 2009 Von: blog-zeuch Kategorie: Videoeinführung 3 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Heute zu Beginn des Jahres der vierte Teil meiner Video-Einführung über Intuition & Nichtwissen im Management.

Heute gehts’s um Folgendes: Intuition als Selbstorganisation. Die Kosten des Nichtwissens. Kontrolle als dysfunktionale Antwort auf Nichtwissen. Konstruktive Kultur des Nichtwissens. Fehlerkultur.


Herzliche Grüße
Andreas Zeuch

Nichtwissen bei Einstellungsgesprächen

Oktober 07, 2008 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen Noch keine Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Im September wurde ich vom Handelsblatt für deren Zeitschrift “Karierre” über Nichtwissen bei Einstellungsgesprächen interviewt. Das Interview finden Sie unter dem leicht irreführenden Titel “Allgemeinwissen ist Macht” hier. Denn: Wer braucht wozu Allgemeinwissen, wenn er nicht gerade Lehrer ist?

Mir wird ganz schwummrig, wenn ich an Dieter Schwanitz und seinen dumm-dreisten Titel “Bildung. Alles was man wissen muss” denke. Denn: Woher – bitte schön – wollte Herr Schwanitz wissen, was Sie und ich wissen müssen??

Da fällt mir doch gleich ein schönes Zitat von Salman Rushdie ein: “Müssen ist eine glitschige Schlange. Es macht die Menschen lügen.” (Harun und das Meer der Geschichten) Ob Herr Schwanitz dieser Satz wohl geläufg war? Ich kann ihn leider nicht mehr fragen. Es wäre mir ein Vergnügen gewesen.

Zu der Bildungsfrage können Sie auch gleich noch etwas nach unten scrollen und den leicht ironischen Beitrag von Herrn Riechling anschauen.

Herzliche Grüße

Andreas Zeuch

Intuition im Gespräch

Oktober 30, 2007 Von: blog-zeuch Kategorie: Intuition 2 Kommentare →

rbb-log

Liebe Leserin, lieber Leser!

Am Montag, den 05.11.2007 hatte ich das Vergnügen, beim Inforadio des Rundfunk Berlin-Brandenburg zum Tages-Thema “Der Bauch denkt mit – Bauchgefühl und Intuition” interviewt zu werden. Als weiterer Gesprächspartner war der bekannte Direktor des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung Prof. Dr. Gerd Gigerenzer mit dabei.


Sie können den Beitrag hören. Der Moderator Rainer Veit begann mit folgenden Worten: “Sozialwissenschaftler meinen, wir alle denken täglich ganz oft mit dem Bauch. Und sie meinen auch, dass intuitive Entschlüsse ökonomischer, schneller und besser seien, als jene, die nach intensivem Nachdenken und gründlicher Analyse und Überlegung getroffen werden. Am Telefon ist Dr. Andreas Zeuch, er ist selbständiger Berater und Trainer in Heidelberg. Herr Zeuch, ehe wir auf das zu sprechen kommen, was sie machen – wüsste ich gern mal, ob das ein Bauchgefühlt ist, dass wir mit dem Bauch denken und entscheiden – oder ob das auch nachweisbar ist?”

Und hier der weitere Verlauf des kurzen Interviews.

Herbstlich-herzliche Grüße

Andreas Zeuch

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Top-Manager über Nichtwissen

September 25, 2007 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen 2 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Mit diesem Beitrag will ich Ihnen einige kurze Statements von Vorständen und Geschäftsführern bekannter deutscher Unternehmen vorstellen. Alle Zitate sind Ausschnitte aus umfassenderen Gesprächen die ich oder meine Kollegin Jutta Herzog mit diesen Managern führte und die Sie in meinem Buch „Management von Nichtwissen in Unternehmen” finden.

Sein Nichtwissen zu kaschieren, das gehört für mich eher auf die Schiene Verantwortungslosigkeit. Wenn jemand kaschiert, signalisiert er ja für mich, dass ich mit seinem Wissen rechnen, dass mit diesem Wissen auch die Arbeit getan werden kann. …
Es bedeutet, gemeinsam einen Umgang, eine Kultur zu entwickeln, in der es zu einer Selbstverständlichkeit wird, dass man nicht alles wissen muss, sondern dass es nur darum geht, ein Problem zu lösen oder eine Entscheidung zu finden – dass nur das wichtig ist. Und das ist etwas, was sich entwickeln muss unter den Menschen, die zusammenarbeiten.“
Dieter Brandes, Ex Geschäftsführer von Aldi Nord

Folgende Situation als Beispiel: In einer Qualitätsstandard- Beschreibung steht, dass die Aschenbecher im Hof spätestens dann gereinigt werden müssen, wenn drei Kippen drin sind. Sind nur zwei drin und es regnet, hat man in kürzester Zeit eine hässliche braune Sauce. Nach der Beschreibung ist alles okay, aber wenn der zuständige Mitarbeiter seinen Verstand nutzt, erkennt er den Handlungsbedarf. Für mich ist das, vorausschauen zu können, intuitives, situatives Handeln in Achtsamkeit. Wie im Zen. Mir ist einer lieber, der nicht weiß, aber wie beschrieben handelt, als einer, der die Organisationshandbücher auswendig kann.“
Klaus Kobjoll, Inhaber und Geschäftsführer der Schindlerhof GmbH

Die Gefahr ist: Je mehr Komplexität ich selbstverständlich erwarte in einer Unternehmenskultur und je weniger Gegengewicht ich in irgendeiner Form dagegen lege, desto höher ist der Impuls in der Organisation Nichtwissen in den Schattenbereich zu verdrängen. Wenn mein Vorstand von mir den selbstverständlichen Umgang mit einer hohen Komplexität verlangt, ohne das Thema Nichtwissen anzusprechen, sendet er an mich die Botschaft: Ich muss alles wissen, was damit zusammen hängt.“
Thomas Terhaar, Mitglied des Vorstands Deutsche Bank Bauspar AG

In der Wirtschaft spielt Nichtwissen eine große Rolle. Nehmen wir mal das Beispiel von Aktiengesellschaften. Eine Heerschar von Spekulanten beschäftigt sich damit, den Raum des Nichtwissens durch Trends und meist psychologische Faktoren auszufüllen, die den Aktienkurs und somit indirekt den Wert des Unternehmens bestimmen. Also ist das Spekulative, der Bereich des Nichtwissens in der Wirtschaft eine riesige Triebfeder.“
Thomas Ventzke, Ehemaliges Mitglied des Vorstands der Rolf Benz AG

Mit herzlichen Grüßen
Andreas Zeuch

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Intuition in (fast) aller Munde

August 02, 2006 Von: blog-zeuch Kategorie: Intuition Noch keine Kommentare →

Am 22. Juni 2005 widmete sich der SWR1 dem Thema “Intuition – Denken mit dem Bauch”. In der Sendung wurde Intuition sowohl im Privatleben als auch im Beruf untersucht. Ich hatte das Vergnügen, mit einem Telefoninterview einen kleinen Beitrag zu Intuition im Arbeits- leben beitragen zu dürfen.

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Nichtwissen: Interview mit Götz Werner

Mai 26, 2006 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen Noch keine Kommentare →

Das folgende Interview ist ein Auszug aus meinem Buch “Management von Nichtwissen in Unternehmen”.

Dr. Andreas Zeuch:
Wie würden Sie Nichtwissen beschreiben? Was ist das überhaupt?

Prof. Götz Werner:
Ich unterscheide zwei Aspekte von Nichtwissen. Für den ersten habe ich eine nette Anekdote. Ich kenne jemanden, der in vielen deut- schen Aufsichtsräten war und dadurch natürlich viele Insiderkennt- nisse hatte. Er wurde oft angesprochen und hatte dann folgende Antwort: „Es tut mir leid, aber wenn ich weniger darüber wüsste, könnte ich mehr darüber sagen.“ Wenn man also seriös antworten will, erlebe ich oft, dass man dann feststellt, dass man über eine Sache gar nicht soviel weiß, wie man glaubt zu wissen und man im aktuellen Fall eigentlich auch wissen müsste, aber man täuscht sich leicht darüber hinweg und denkt sich in eine falsche Sicherheit. Es geschieht oft im Leben – gerade wenn man unternehmerisch tätig ist – dass man denkt: „Da kennen wir uns aus“. Aber wenn man dann an die Sache rangeht, stellt man plötzlich fest, dass einem unheimlich viel Wissen fehlt.

Götz Werner, Inhaber und Aufsichtsratmitglied von dm-drogeriemarkt

Götz Werner, Inhaber und Aufsichtsratmitglied von dm-drogeriemarkt

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