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… sinnvoll Wirtschaften ist möglich!
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Die Systemlüge – oder: Wir sind alle Teil des Spiels

April 30, 2012 Von: blog-zeuch Kategorie: Die 5 Prinzipien, Diverses, Veränderung Noch keine Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

In der Spiegelausgabe Nr. 17/2012 habe ich neulich den Essay “Das gefräßige Monster” von René Pfister gelesen. Er geht der Frage nach, warum sich Politik und Familie nicht vereinbaren lassen. Das Ergebnis, dass es in “absehbarer Zeit keinen Teilzeit-Kanzler” oder “keinen Teilzeit-Parteichef” geben würde, ist natürlich zutreffend. Jeder halbwegs aufmerksame Bürger hat die zerschlissenen und in den emotionalen Bankrott gewirtschafteten Familien präsent. Das für mich bitterste und entlarvendste Bonmot stammt dazu immer noch von Hannelore Kohl: “Nach vier bis fünf Stunden echten Wartens kann man nur noch von einem Hund erwarten, dass er sich freut. Ich habe von unserem Hund gelernt.”

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Die ultimate KT Umfrage – Was soll Guttenberg jetzt tun?

Februar 27, 2011 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen, Satire 3 Kommentare →

Liebe Leserinnen und Leser,

der letzte Blogbeitrag, die Satire “Neulich bei den Guttenbergs zum Kaffee” erfreute sich enormer Beliebtheit. Und hat mir Mut gemacht, dass es in Deutschland nicht, wie die es die Bildzeitung in Ihrer Printversion vorlog, 87% vernebelte Gehirne gibt, die trotz Lug und Trug unserem Verteidigungsminister vollkommen verfallen sind.

Es gab ja schon diverse Umfragen, wie es jetzt mit KT weitergehen soll. Da kann ich nicht anders, als meine eigene Umfrage mit ins Rennen zu werfen – und auf weitere Stimme zu hoffen, dass jetzt endlich mal Schluss ist, mit dieser Schmierenkomödie. Also – ab zur Umfrage!

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Neulich bei den Guttenbergs zum Kaffee

Februar 23, 2011 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen, Satire 6 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Seit letzter Woche schlagen die Wellen hoch im Falle der Plagiatsvorwürfe gegen unseren Verteidigungsminister Karl Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg. “Nicht nur an ein paar Stellen, sondern durch die gesamte Arbeit hindurch habe der Minister abgekupfert – abgeschrieben bei der F.A.Z., der NZZ, bei Politikwissenschaftlern, Bundesgerichtshofs-Präsidenten, amerikanischen Botschaften, bei Seminararbeiten von Studienanfängern und dem Wissenschaftlichen Dienst des Bundestages.” (Georgi, O. (22.02.2011): Guttenberg verzichtet auf Doktortitel. „Solche Stürme hält man aus“, FAZ.net).

Eine seiner ersten Aussagen zu den Vorwürfen war eindeutig und unmissverständlich: “Meine von mir verfasste Dissertation ist kein Plagiat, und den Vorwurf weise ich mit allem Nachdruck von mir.” (Spiegel 8/2011: 21) Kurze Zeit später rudert “KT”, wie er liebevoll von seinen das Urheberrecht und die Regeln seriösen wissenschaftichen Arbeitens ignorierenden Fans genannt wird, in eine völlig andere Richtung: „Ich habe gravierende Fehler gemacht, die dem wissenschaftlichen Kodex nicht entsprachen“ (selbiger FAZ.net Artikel). Er habe den “Überblick über die Quellen verloren” (ebnd.). Nun ja, dass ist verständlich bei einem vermuteten Plagiatsanteil auf 271 Seiten = 68,96% in Bezug auf die Gesamtseitenanzahl der Dissertation (Stand GuttenPlag Wiki 21.02.2011, 17:30 Uhr).

Achtung: Wer unten auf “Lies den Rest des Eintrags” klickt, wird mit einem explizit satirischem Inhalt konfrontiert. Ich mache von meinem Recht auf Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 Satz 1 Hs. 1 des Grundgesetzes (GG)) sowie  der journalistischen Freiheit¹ Gebrauch.

KTP

Ein Held geht durch die Hölle und bleibt aufrecht - Achtung: Satirische Fotomontage mit einer Person als Beiwerk einer sonstigen Örtlichkeit (§23 KUG (1), Satz 2)

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Wirtschaftswachstumswahnsinn

Mai 10, 2010 Von: blog-zeuch Kategorie: Die 5 Prinzipien 15 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ich gehe davon aus, dass wir uns einig sind: Die Welt wird immer komplexer und dynamischer. Damit geht eine Zunahme an Erklärungsmodellen einher, wie welche Phänomene entstehen und wir ihnen begegnen sollten. Und so nimmt es nicht Wunder, dass wir nicht eindeutig entscheiden können, was im jeweiligen Fall die vielversprechendste (von “richtig” will ich gar nicht reden) Verhaltensvariante ist. Das spiegelt sich auch darin wieder, dass in der gesellschaftlichen und politischen Landschaft unzählige Ansichten über alles Mögliche kursieren.

Nur in einem Punkt herrscht eine seltsame und irgendwie befremdliche Einheit: Wir brauchen Wirtschaftswachstum wenn wir unseren Wohlstand halten und Arbeitsplätze sichern oder gar schaffen wollen. Zur Abwechslung sind sich alle Parteien einig: Schwarz, Rot, röter, grün, gelb (und vermutlich auch braun). Damit nicht genug. Diese Einigkeit ist auch noch zwischen Gewerkschaften und Unternemensführern bzw. Management zu finden, wo doch sonst eher zwanghafte Differenzen zu vernehmen sind. Letztlich lässt sich diese Konsensdenke nicht einmal von Landes- oder Kulturgrenzen aufhalten. Das Paradigma des Wirtschaftswachstums ist ein transkulturelles Phänomen. Ebenso in Europa wie in Nord- und Südamerika zu finden, in Russland, Afrika und Asien. Der universelle Chor lautet: Wir müssen wachsen! Und sollte die Wirtschaft mal stagnieren oder schrumpfen, nennen wir es “Nullwachstum” oder “Negativwachstum”. Hauptsache wir bedröhnen uns mit dem Begriff “Wachstum”.

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Ein Fall von Nichtwissen (6): Kostenexplosion bei der Elbphilharmonie

Februar 03, 2010 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen 8 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Eine nicht enden wollende Geschichte ist die Kostenexplosion bei Groß- und Infrastrukturprojekten. Es ist ein wirklich herzerfrischender Hinweis auf die Unvollkommenheit von Planungsprozessen und Informationspolitik. Mal vorsichtig formuliert, konservativ, sozusagen. Denn würde Planung funktionieren, dürften ja nicht allerorten die Kosten und die Bauzeiten aus dem Ruder laufen. Tun sie aber. Ein etwas betagteres Beispiel ist die Elbphilharmonie in Hamburg, mittlerweile eine Mahnung an alle Planungswütigen des Berliner Flughafens. Dort glaubte man bis vor kurzem wider aller Fallbeispiele, dass man doch noch die Kontrolle zurückerhält.

Die offizielle Präsentation lautet wie folgt: “Hamburg erhält mit der Elbphilharmonie ein neues imposantes Konzerthaus, das einen der besten Konzertsäle der Welt beheimaten soll. Klassische Musik, aber auch Jazz-, Welt- und Popmusik bekommen einen herausragenden Aufführungsort. Die Elbphilharmonie wird ein neues Wahrzeichen für die Stadt und gleichzeitig ein Haus für alle sein. Der neue Gebäudekomplex wird drei Konzertsäle, ein Hotel mit Konferenzbereich, Wohnungen, eine Plaza auf 37 Metern Höhe und im Kaispeicher zahlreiche Parkplätze enthalten. Er entsteht nach Entwürfen der renommierten Schweizer Architekten Herzog & de Meuron.” (Quelle: http://elbphilharmonie-bau.de/index_html.php?typ=artikel&id=52)

Simulation der Elbphilharmonie

Simulation der Elbphilharmonie

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Ohne Intuition keine (erfolgreiche) Kommunikation (2)

September 09, 2009 Von: blog-zeuch Kategorie: Intuition 2 Kommentare →

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Heute wurde ich von meinem Beraterkollegen Gebhard Borck von unserer Beratergruppe “sinnvoll wirtschaften” auf einen äußerst interessanten Fall aufmerksam gemacht: Thüringens (Ex-)Ministerpräsident Dieter Althaus ist wieder im Amt und hat eine äußerst merkwürdige Pressekonferenz abgehalten.

Dabei fiel den Gästen der Pressekonferenz auf, dass er offensichtlich massive Schwierigkeiten hatte, sich in der Situation angemessen zu verhalten. Der Deutschlandfunk kommentierte diese Szenerie wie folgt: “Althaus wirkt wie ein Geisterfahrer. Er spürt nichts um sich herum. Kann nicht einordnen, was passiert. Er regiert schematisch. Aber für das, was hier gerade stattfindet, gibt es kein Schema. Er reagiert vermeintlich rational. Aber mit Ratio hat das alles wenig zu tun. Er bräuchte nur einen Hauch Intuition und wüsste, was zu tun ist. Aber er weiß es nicht.” (Kommentar von Ulrike Greim, Deutschlandradio)

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Olympiade 2008: Ignoranz als Wirtschaftsfaktor

März 21, 2008 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen Noch keine Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Sie wissen: Die diesjährige Olympiade soll in China stattfinden. Selbst wenn Sie nicht im International Olympic Committee (IOC) arbeiten, können Sie sich vermutlich auch ohne allzugroße ökonomische Phantasie vorstellen: Die kommende Olympiade ist ein Milliardenmarkt.

Insofern ist es China natürlich wichtig, dass die Olympiade auch trotz der aktuellen Ereignisse in Tibet wie geplant stattfindet. Und natürlich bedeutet die Olympiade konkrete Beschäftigung für tausende Menschen und ist insofern den Bewohnern eines jeden Landes zu wünschen – insbesondere denen, die noch nicht unseren luxuriösen Lebensstandard erreicht haben.

Aber wird belohnt, wer Menschenrechte mit den Füßen tritt? Zumindest weigert sich das IOC standhaft, die katastrophale Lage in China erstens klar zu thematisieren und zweitens auch zum Auskriterium für die kommende Olympiade zu machen. Insofern wird diese Ignoranz eindeutig zu einem mächtigen Wirtschaftsfaktor.

Ignoranz ist eine besonders gefährliche Form von Nichtwissen. In äußerst konsistenter Art und Weise verweigern sich die IOC-Verantwortlichen den Bemühungen verschiedener Menschen- rechts-Aktivisten und nähren damit das Vorurteil eines unmenschlichen Wirtschaftssystems.

Was meinen Sie? Soll die Olympiade wie geplant in China stattfinden? Oder sollte China als Weltrekordhalter in der Verletzung von Menschenrechten boykottiert werden?

Herzliche Ostergrüße
Andreas Zeuch

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