Ein Fall von Nichtwissen (5): Die Fehmarnbelt-Brücke
Liebe Leserin, lieber Leser!
Ich sitze hier gerade am Tag 2 nach meinem Urlaub auf Fehmarn in meinem Büro. Als ich dort bei traumhaften Wetter entspannte, fiel mir ein Artikel aus dem Spiegel Nr. 25 über den umstrittenen Bau der Fehmarnbelt-Brücke in die Hände. Ein gewisser Zufall (oder auch nicht, je nachdem, was man glauben mag), der mir einen neuen Artikel wert zu sein scheint.
Der Plan
Zwischen der kleinen deutschen Insel Fehmarn und dem dänischen Ort Rodby soll der 19 Km breite Fehmarnbelt durch eine Brücke verbunden werden. Bislang ist die Reise per Fähre zwischen Puttgarden und Rodby möglich. Die Planung ist, wie so häufig, auf dem Papier beeindruckend: Zur Zeit wird eine 65 Meter hohe Schrägseilbrücke mit vier 280 Meter hohen Pylonen bevorzugt. Diese Konstruktion beinhaltet 4 Autobahnspuren und 2 Bahngleise, über die natürlich der deutsche Möchtegern-Vorzeigezug, der ICE, donnern soll. Spätestens 2018 soll die Querung ohne Fähre möglich sein. Die geplanten Kosten beziffern sich auf voraussichtlich mindestens 4,4 Milliarden Euro, die nach einigem Ärger nun komplett von Dänemark übernommen werden. Allerdings verbleiben noch 1,7 Milliarden Euro für die deutsche Hinterlandanbindung, wie der Bundesrechnungshof prognostiziert. Das entpricht einer Verdoppelung der bisher geplanten 800 Millonen Euro (Lesen Sie dazu auch den Kommentar Nr. 5!)

Computersimulation der Fehrmanbelt-Brücke, Quelle: Verkehrsministerium Dänemark











