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… sinnvoll Wirtschaften ist möglich!
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Die Zukunft des iPhone

August 30, 2010 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen 4 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser,

ich gehe mal davon aus, dass wir uns in einem Punkt einig sind: Niemand blickt in die Zukunft. Sollte jemand von Euch dazu in der Lage sein, hätte es vermutlich schon gewaltige Änderungen im Raum-Zeit-Kontinuum gegeben. Mir kam zwar zu Ohren, dass einige Intuitionstrainer ihren Trainees beibringen, die lästigen Fesseln unseres Daseins abzulegen und in den Hyperraum zu reisen, wo sämtliche Informationen aus allen Gefilden zu jeden früheren und noch kommenden Zeiten kostenfrei in einer Flatrate abgerufen werden können. Aber es scheint leider nur ein ausgebuffter Vertriebstrick, denn ansonsten hätte doch der eine oder andere der Alumnis bereits ausgeplaudert, welche wirklichen Probleme das gerade noch aktuelle iPhone 4 aus Cupertino aufweist:

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“Gleichheit ist Glück” – eine gesellschaftsverändernde Analyse

Juli 19, 2010 Von: blog-zeuch Kategorie: , Diverses 1 Kommentar →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wer hat größere Chancen das 65. Lebensjahr zu erreichen? Männliche Schwarze aus Harlem oder männliche Einwohner von Bangladesch? Als kleine Hilfe: Bangladesch gehört mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Jahr 2007 von ungefähr 490 US Dollar zu den ärmeren Ländern der Welt. Antwort: Die Einwohner Bangladeschs werden eher 65 als die schwarzen Männer in Harlem. Und das, obwohl dieses Land doch um einiges ärmer ist als die USA, die 2007 immerhin über ein rund 91faches BIP pro Kopf von 44.594 US Dollar verfügten.

Das gesellschaftsverändernde Buch von Richard Wilkinson und Kate Pickett

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Wirtschaftswachstumswahnsinn

Mai 10, 2010 Von: blog-zeuch Kategorie: Die 5 Prinzipien 15 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser!

Ich gehe davon aus, dass wir uns einig sind: Die Welt wird immer komplexer und dynamischer. Damit geht eine Zunahme an Erklärungsmodellen einher, wie welche Phänomene entstehen und wir ihnen begegnen sollten. Und so nimmt es nicht Wunder, dass wir nicht eindeutig entscheiden können, was im jeweiligen Fall die vielversprechendste (von “richtig” will ich gar nicht reden) Verhaltensvariante ist. Das spiegelt sich auch darin wieder, dass in der gesellschaftlichen und politischen Landschaft unzählige Ansichten über alles Mögliche kursieren.

Nur in einem Punkt herrscht eine seltsame und irgendwie befremdliche Einheit: Wir brauchen Wirtschaftswachstum wenn wir unseren Wohlstand halten und Arbeitsplätze sichern oder gar schaffen wollen. Zur Abwechslung sind sich alle Parteien einig: Schwarz, Rot, röter, grün, gelb (und vermutlich auch braun). Damit nicht genug. Diese Einigkeit ist auch noch zwischen Gewerkschaften und Unternemensführern bzw. Management zu finden, wo doch sonst eher zwanghafte Differenzen zu vernehmen sind. Letztlich lässt sich diese Konsensdenke nicht einmal von Landes- oder Kulturgrenzen aufhalten. Das Paradigma des Wirtschaftswachstums ist ein transkulturelles Phänomen. Ebenso in Europa wie in Nord- und Südamerika zu finden, in Russland, Afrika und Asien. Der universelle Chor lautet: Wir müssen wachsen! Und sollte die Wirtschaft mal stagnieren oder schrumpfen, nennen wir es “Nullwachstum” oder “Negativwachstum”. Hauptsache wir bedröhnen uns mit dem Begriff “Wachstum”.

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Das Elend der Prognose

Dezember 11, 2007 Von: blog-zeuch Kategorie: Nichtwissen 4 Kommentare →

Liebe Leserin, lieber Leser,

neulich fiel mir ein kleiner Karton mit einigen Zeitungsausschnitten in die Hände. Ein Artikel erregte sofort meine Aufmerksamkeit zum Themenkomplex Prognose – Nichtwissen – Intuition:

“Großfusionen sind out”, erschienen im Handelsblatt, Seite K4 vom 24./25.12.1999

Na ob das wohl so haltbar ist? Mir scheint es interressant, nach über 10 Jahren (Aktualisierung vom 11.03.2010) mal eine ziemlich großspurige Wirtschafts-Prognose auf den Prüfstand zu stellen. Das deshalb, da Prognosen einen paradigmatischen Kern unseres Wirtschaftssystems bilden. Ständig prognostiziert irgendjemand irgendetwas. Mit diesen selbstverständlich auf seriösen und vor allem vielen Daten basierenden Zukunftsaussagen suggerieren die Prognostizierenden sich und dem Rest der Welt, dass die Zukunft und damit der Erfolg kontrollierbar seien. Damit sind sie Herr in ihrem Hause und die Angst, es könnte anders kommen als erwartet, ist gebannt.

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Cartoon mit freundlicher Genehmigung von R. Schmidt

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